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12:03 Uhr, 12.10.2026

Midday-Flash: Volkswagen liefert weniger aus – Rüstungswerte legen zu

VW meldet einen Einbruch der China-Auslieferungen um 38,5 % im dritten Quartal, Rüstungswerte profitieren dagegen von einer optimistischeren Morgan-Stanley-Studie.

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Volkswagens Auslieferungen brechen in China um 38,5 % ein und drücken damit die Absatzbilanz des dritten Quartals. Eine optimistischere Branchenstudie von Morgan Stanley gibt dagegen den Rüstungswerten Auftrieb. Der DAX notiert zur Mittagszeit 0,48 % fester bei 25.207,99 Punkten.

Marktbericht

Der DAX steht zur Mittagszeit bei 25.207,99 Punkten und damit 0,48 % im Plus. Der überraschende Rücktritt von SPD-Chefin und Arbeitsministerin Bärbel Bas sorgt für politische Unsicherheit, zugleich bleibt die Lage im Nahen Osten angespannt. Rückenwind kommt aus dem Rüstungssektor, der nach einer optimistischeren Einschätzung von Morgan Stanley zulegt. Im Blick stehen zudem die Volkswagen-Aktien, nachdem der Konzern für das dritte Quartal deutlich gesunkene Auslieferungen gemeldet hat.

Die Futures signalisieren für die Wall Street, die erst am Nachmittag öffnet, einen ruhigen Start. Der S&P-500-Future notiert bei 7.818,88 Punkten 0,09 % höher; der Kassaindex hatte am Freitag bei 7.811,54 Punkten geschlossen. Der Nasdaq-100-Future gibt dagegen um 0,08 % auf 30.858,83 Punkte nach, verglichen mit einem Kassa-Schluss von 30.883,15 Punkten. Wegen des US-Feiertags rechnet die Dekabank am Anleihemarkt mit einem ruhigen Handel.

Am Ölmarkt bleibt die Straße von Hormus das bestimmende Thema. Brent verteuert sich um 0,62 % auf 108,83 USD je Barrel. Aramco-Chef Amin Nasser warnt vor einer gravierenden weltweiten Verknappung von Rohöl und wachsendem Druck entlang der gesamten Energiewertschöpfungskette, solange die Meerenge nicht vollständig geöffnet ist. Polen bemüht sich unterdessen für den Fall einer erneuten Eskalation um die Absicherung von Öllieferungen aus Saudi-Arabien.

Gold gibt um 0,51 % auf 4.194,7 USD nach, während Bitcoin mit 83.455,11 USD 0,26 % leichter notiert. EUR/USD verliert 0,20 % auf 1,12. Unter den Schwellenländerwährungen steht die indische Rupie im Fokus: Die Notenbank verteidigt sie so stark wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr und setzt bei 97 die Grenze der tolerierten Abwertung.

Top-Mover

Wert Aktuell
HENSOLDT AG Inhaber-Aktien o.N. +3,12 %
TKMS AG & Co. +2,13 %
Nordex +1,92 %
VERBIO Vereinigt.BioEnergie -3,35 %
K+S Aktiengesellschaft -3,14 %
Aroundtown -3,11 %

Aktien-News

Die Absatzzahlen zum dritten Quartal fallen in der Fahrzeugbranche sehr unterschiedlich aus. Volkswagen (Aktuelle Analyse) liefert weltweit rund 1,89 Mio. Fahrzeuge aus und damit 14,3 % weniger als im Vorjahr . Am stärksten brechen die Auslieferungen in China ein, wo der Rückgang 38,5 % beträgt. In Westeuropa fällt das Minus mit 2,8 % und in Nordamerika mit 5,8 % deutlich moderater aus. Die Tochter Audi verzeichnet insgesamt einen noch stärkeren Absatzrückgang: Die Kernmarke setzt 314.905 Fahrzeuge ab, ein Minus von 19,7 %. Nach neun Monaten steht ein Rückgang um 11,4 % auf 1,04 Mio. Autos zu Buche. Anders entwickelt sich die Lkw-Tochter Traton, die den Absatz um 10 % auf 78.900 Fahrzeuge steigert. Getragen wird das Plus von der starken US-Nachfrage bei International Motors mit einem Zuwachs von rund 50 %, während MAN 1 % weniger und Scania 3 % mehr verkauft. Beim Konkurrenten Stellantis geht es um die Konzernstruktur: Der Vorstandschef nennt eine Aufspaltung "überhaupt nicht plausibel" und schließt einen Verkauf des Maserati-Werks aus.

Im Rüstungssektor sorgt Morgan Stanley mit einer optimistischeren Beurteilung der Branchenaussichten für Kursgewinne. Hensoldt steigt nach einem zwischenzeitlichen Plus von 3,5 % noch um 3,1 %; Rheinmetall legt um 1,5 % zu. Renk gibt seine anfänglichen Gewinne hingegen größtenteils wieder ab.

Nordex (Aktuelle Analyse) meldet für das dritte Quartal deutlich mehr Bestellungen als im Vorjahr: Die Gesamtleistung der georderten Anlagen liegt laut Jefferies fast 30 % über dem Vorjahresquartal und 13 % über der Konsensschätzung . Allerdings sinkt der durchschnittliche Verkaufspreis. Die Aktie gewinnt zur Mittagszeit 1,9 %.

Abstufungen setzen Flatexdegiro und Aroundtown unter Druck. Der Onlinebroker verliert im MDax, nachdem Deutsche Bank Research die Einstufung von Buy auf Hold gesenkt und das Kursziel von 46 auf 31 EUR zurückgenommen hat. Barclays bleibt mit Overweight positiv gestimmt und senkt das Ziel lediglich von 45 auf 44 EUR. Goldman Sachs stuft den Immobilienkonzern Aroundtown von Neutral auf Sell ab und reduziert das Kursziel von 1,80 auf 1,30 EUR. Die Aktie fällt um 3,1 % und markiert den tiefsten Stand seit mehr als drei Jahren.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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