Kommentar
06:45 Uhr, 22.06.2026

MICROSOFT-Chef stellt die Machtfrage in der KI-Industrie

Satya Nadella war lange der Mann, der den KI-Boom nicht nur erklärte, sondern finanzierte. Microsofts Milliarden für OpenAI machten aus einem Forschungslabor einen der mächtigsten Technologiekonzerne der neuen Ära.

Nun aber klingt der Microsoft-Chef nicht mehr wie der geduldige Förderer dieser Entwicklung. Er klingt wie jemand, der verhindern will, dass aus dem Boom ein Oligopol wird.

In einem Interview mit dem "Wall Street Journal" greift Nadella die Machtkonzentration in der KI-Branche scharf an. Es könne nicht sein, dass wenige Anbieter die wichtigsten Modelle kontrollierten, während sie zugleich vor massiven Jobverlusten und Sicherheitsrisiken warnten und immer größere Rechenzentren forderten. Die Öffentlichkeit werde es nicht hinnehmen, wenn nur einige wenige Modelle und Unternehmen "das Lernen für die ganze Welt" übernähmen, sagte Nadella.

Es ist eine Kampfansage an jene Unternehmen, die in den vergangenen Jahren den Ton in der KI-Debatte gesetzt haben: OpenAI, Anthropic und Google. Nadella nennt sie nicht ausdrücklich. Gemeint sind sie dennoch.

Jetzt weiterlesen mit stock3 Plus

Mit Code STARTPLUS 1. Monat gratis!
1. Monat für
0,00 € 14,99 €

Deine Vorteile:

  • Freier Zugriff auf alle Artikel – auch mobil mit der stock3 App
  • Exklusive Trading-Setups & Investmentideen
  • Monatlich kündbar
Jetzt gratis testen
Nach kostenlosem Testmonat 14,99 € mtl. inkl. MwSt., jederzeit kündbar