Michael Burry setzt auf Comeback der abgestraften Sportwetten-Aktien
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- DraftKings Inc. - WKN: A3DL31 - ISIN: US26142V1052 - Kurs: 27,170 $ (Nasdaq)
- Flutter Entertainment PLC - WKN: A14RX5 - ISIN: IE00BWT6H894 - Kurs: 111,320 $ (NYSE)
Michael Burry, bekannt durch seine Vorhersage des US-Immobiliencrashs 2008, hat nach eigenen Angaben Aktien der regulierten Sportwettenanbieter DraftKings und Flutter Entertainment gekauft. Er setzt darauf, dass Aufsichtsbehörden härter gegen Prognosemärkte wie Kalshi oder Polymarket vorgehen. Der Boom der beiden Plattformen, auf denen Wetten mittels ereignisbasierter Kontrakte auf reale Ereignisse eingegangen werden können, hat die Aktienkurse der klassischen Sportwettenanbieter zuletzt stark unter Druck gesetzt.
Burry erklärte am Mittwoch, er habe eine größere Position aufgebaut, die sich zu rund 60 % auf Flutter Entertainment und zu 40 % auf DraftKings verteilt. Nach seinen Angaben kaufte er Flutter zu etwa 107 USD je Aktie und DraftKings im unteren Bereich von 26 USD. Beide Beteiligungen könnten später noch zu jeweils eigenständigen Vollpositionen ausgebaut werden.
Wette auf strengere Regulierung
Der Investor bezeichnete beide Unternehmen als attraktiv, die Aktien seien aus seiner Sicht vor allem durch die schnelle Ausbreitung von Prognosemärkten unter Druck geraten. Diese Plattformen bewegen sich auf umstrittenen regulatorischen Terrain, die US-Terminmarktaufsicht Commodity Futures Trading Commission (CFTC) führt derzeit juristische Auseinandersetzungen mit mehreren Bundesstaaten um die Frage, wer Prognosemärkte regulieren darf.
Zudem konnten solche Kontrakte bislang staatliche Glücksspielsteuern umgehen. Burry schrieb, er halte es für politisch kaum durchsetzbar, dass dieser Zustand dauerhaft bestehen bleibt. Prognosemärkte bewegten sich in einer regulatorischen Lücke neben einer stark regulierten und besteuerten Branche. Auf längere Sicht rechnet er damit, dass sie ebenfalls Regulierung und Besteuerung unterworfen werden.
Sportwetten-Aktien mussten ordentlich Federn lassen
Die DraftKings-Aktie liegt rund 45 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom vergangenen September. Die Flutter-Aktie hat seit ihrem Hoch im August rund 65 % verloren. Zu DraftKings schrieb Burry, das operative Geschäft stehe vor einem Wendepunkt, und der Wert liege in dem Übergang, den er in naher Zukunft erwartet. Bei Flutter verwies er auf frühere Kapitalfehlallokationen, sieht das Unternehmen operativ jedoch grundsätzlich als stark aufgestellt und gut skaliert.
Nach Burrys Einschätzung könnten beide Konzerne auch unabhängig vom regulatorischen Ausgang profitieren. Sowohl DraftKings als auch Flutter prüfen demnach inzwischen eigene Angebote im Bereich Prognosemärkte. (Quelle: cnbc.com)
Fazit: Michael Burry geht eine heiße Wette auf eine Übertreibung des Abverkaufs der Sportwetten-Aktien ein. Sie ist durchaus riskant, da sich beide Aktien aus charttechnischer Sicht in schwierigem Fahrwasser befinden. Zumindest versuchen beide Werte aktuell eine Bodenbildung. Bullische Prognoseszenarien sind hier mit großer Vorsicht zu genießen.


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