MERCADOLIBRE – Es wird weiter aggressiv investiert & das bleibt auch so
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- Mercadolibre Inc. - WKN: A0MYNP - ISIN: US58733R1023 - Kurs: 1.870,010 $ (Nasdaq)
Und MercadoLibre wächst weiter, als gäbe es keinen Morgen. Das kommt aber nicht ohne Kosten. Commerce Umsätze +47 % YoY, Fintech Umsätze +51 % YoY. Die Gesamtumsätze stiegen im Q1 auf 8,845 Milliarden USD, ein Plus von 49 % YoY (höchste Wachstumsrate seit Q2 2022).
Aber der erste Downer folgt: Der operative Gewinn fiel auf 611 Millionen USD, was einer operativen Marge von 6,9 % entspricht. Im Vorjahr lag die operative Marge noch bei 12,9 %. Dass das so kommt, überrascht aber niemanden. Seit mehreren Analysen schreibe ich schon von der bewussten Entscheidung, kurzfristige Profitabilität zugunsten von Wachstum, Kreditkarten, Free Shipping, Fulfillment, 1P und Cross-Border Trade zurückzustellen. Belastend kommt vor allem aber das Kreditbuch hinzu und damit verbundene Rückstellungen. Mehr dazu später.
Commerce: Brasilien
Das konsolidierte GMV wuchs um 42 % YoY auf 19,0 Milliarden USD. Die Zahl der verkauften Artikel stieg um 47 % auf 721,7 Millionen USD. Die Take Rate blieb nahezu stabil mit 21,3 % nach 21,4 % im Q1 2025 und 20,5 % im Q4 2025. Die verkaufe Anzahl an Artikeln je Unique Buyer fiel QoQ vom saisonal stärksten Quartal mit 9,0 auf 8,6 (aber YoY von 7,4 verbessert)
Die Senkung der Free-Shipping-Schwelle in Brasilien (schon seit mehreren Quartalen aktiv) ist einer der Gründe für den Margendruck. Das brasilianische GMV wuchs angekurbelt davon um 38 %, während die Zahl der verkauften Artikel um 56 % zulegte. Das ist mehr als doppelt so hoch wie die Wachstumsrate vor der Senkung der Free-Shipping-Schwelle. Wenig verwunderlich.
Die Versandkosten pro Paket in Brasilien sanken um 17 %, obwohl das Volumen deutlich stieg. Hier sieht man die Skalierbarkeit der Logistik. Mehr Nachfrage führt zu besserer Auslastung und niedrigeren Stückkosten. Das Logistiknetzwerk ist wie bei Amazon teuer, aber irgendwann der strategische Hebel.
Auch außerhalb Brasiliens beschleunigte Commerce durch die Bank weg. In Mexiko stieg das GMV währungsbereinigt um 28 %, in Argentinien um 41 % und in Chile um 40 %. Mexiko zeigte zwar eine QoQ Verlangsamung, die das Management mit Steuerreformen und höherem Preisdruck bei kleineren und mittleren Händlern erklärte.
1P (also wenn MELI selbst als Händler auftritt) erreichte in den vergangenen zwölf Monaten fast 5 Milliarden USD GMV und wuchs im ersten Quartal währungsbereinigt um 69 %. Das Segment belastet aber das operative Ergebnis. Cross-Border Trade wuchs währungsbereinigt um 68 %.
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Mit dem Update wird das Angebot in drei spezialisierte Depots aufgeteilt. Neu hinzu kommt ein zweites Depot von mir, damit kurzfristige Einzelaktien-Trades künftig getrennt von meinen langfristigen Investments umgesetzt werden können. In der derzeitigen Marktlage läuft das kurzfristige Trading hervorragend. Seit Juni 2025 sind es 187 % - das kann ich nun endlich auch abbilden. Im Gegenzug wird das bisherige Gemeinschaftsdepot „360 Top Picks“ eingestellt.
Künftig gibt es damit mein kurzfristiges Depot für taktische Aktien-Trades, mein langfristiges Depot mit fundamentalem Fokus und monatlicher Einzahlung von 1.000 Euro sowie Roccos Depot mit klarem Fokus auf chartbasierte Trades.
Zusätzlich führt das Update eine neue Empfehlungsliste ein. Setups, die noch nicht im Depot liegen, werden nun zentral an einem Ort gesammelt. Auch die Analysen werden neu gegliedert. Unter „Beiträge“ gibt es ab sofort getrennte Reiter für Chartanalysen und Fundamentalanalysen. Die ersten Trades im neuen Depot wurden bereits getätigt.
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Die letzten Trades?
Fintech: Kreditmargen weiter unter Druck
Das Total Payment Volume stieg 50 % YoY auf 87,2 Milliarden USD. Die Take Rate (TPV gemessen am Fintech-Umsatz) blieb stabil. Die Zahl der monatlich aktiven Fintech-Nutzer bei Mercado Pago stieg um 29 % auf 82,9 Millionen. Assets under Management erreichten fast 19,9 Milliarden USD und wuchsen damit um 77 %.
Das Kreditbuch verdoppelt sich quasi fast jedes Quartal gegenüber dem Vorjahr mit 87 % YoY auf 14,6 Milliarden USD. 46 % des gesamten Kreditportfolios hängen mit der neuen Kreditkarte zusammen (MercadoLibre gab im Quartal 2,7 Millionen Kreditkarten aus). Mit der Kreditkarte will man Marketplace-Nutzer zu Fintech-Nutzern machen.
Aber diese Expansion belastet die Profitabilität. So fiel die Net Interest Margin After Losses, kurz NIMAL, auf 17,8 %. Im Vorjahr lag sie bei 22,7 %, im Vorquartal bei 23,3 %. Das ist nicht schön, weil es heißt, dass die Kreditqualität der neuen Kohorten schlechter wird und man weniger qualitativ im Kreditbuch wächst.
Als Gründe nennt das Management den höheren Anteil der niedrigeren Kreditkartenmargen und höheren Rückstellungen im brasilianischen Konsumentenkreditportfolio. Dort verlängerte MercadoLibre die durchschnittliche Kreditlaufzeit von rund fünf auf acht Monate und weitete Personal Loans auf breitere, teils risikoreichere Kundensegmente aus.
Die überfälligen Kredite, die man am besten mit der Non-Performing-Loan-Quote auf verschiedene Zeiträume misst, lag für 15- bis 90-Tage bei 8 %, die über 90 Tage überfälligen Kredite bei 17,6 %. Eine leichte Verschlechterung QoQ, aber rein saisonal ist der Wert im Q1 immer am schlechtesten und dort hat man YoY Fortschritte gemacht.
Margen: Die Kompression ist gewollt
Die Bruttomarge fiel um weitere drei Prozentpunkte auf 43,7 %. Hauptgründe waren die niedrigere Free-Shipping-Schwelle und das schnelle Wachstum des 1P-Geschäfts. Die operative Marge sank um sechs Prozentpunkte auf 6,9 %. Davon entfielen 3,9 Prozentpunkte auf höhere Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen.
Zwei Drittel dieser Belastung erklärte das Management damit, dass das Kreditportfolio mit 87 % deutlich schneller wuchs als der Konzernumsatz mit 49 %. Das übrige Drittel hing vor allem mit Brasilien zusammen, das weniger profitabel ist als im Vorjahr, und wo längere Laufzeiten und eine breitere Kreditvergabe zu höheren Rückstellungen führten. Bei Kreditkarten nimmt MercadoLibre anfangs Verluste in Kauf, weil Kreditlinien sofort rückgestellt werden müssen.
Der bereinigte Free Cashflow lag bei minus 56 Millionen USD. Saisonal ist der Cashflow im Q1 immer schwächer, aber on top kommen eben die ganzen Capex. Die Nettoverschuldung stieg auf 5,748 Milliarden USD, die Nettoverschuldung zu Adjusted-EBITDA-Wert lag bei 1,46, was okay ist.
Werbgeschäft & KI
Werbung bleibt ein unterschätzter margenrelevanter Wachstumstreiber. Die Werbeumsätze stiegen in US-Dollar um 73 %. MercadoLibre verweist auf die strukturellen Vorteile aus großer Reichweite, First-Party-Daten und Performance-Attribution. Wie bei Amazon stark!
Fazit: Es wird weiter reingebuttert
Das Management betonte, dass auch das Q1 widerspiegelt, wo MercadoLibre den Margenhebel bewusst eingestellt hat, und dass man kurzfristig keine Änderung erwartet.
Übersetzt heißt das: Die niedrige operative Marge ist nicht nur ein einmaliger Quartalseffekt, sondern Ausdruck einer bewussten Investitionsphase. Diese Investitionen sollen langfristig in höhere Cashflows und höhere Margen münden. Entweder man vertraut dem MELI-Management oder eben nicht. Eines könnt ihr annehmen: Wenn MELI die Wettbewerber in der Region mit der Offensive unter Druck setzt, dann leiden diese gerade richtig hart!
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Danke für die Info! Hohe Sprachqualität und damit gut lesbar. Weiter so :-).