Markteinblick: Neue Allzeithochs an den Aktienmärkten
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Die aktuelle Handelswoche startete insgesamt freundlich und wurde von neuen Rekordständen an den internationalen Aktienmärkten geprägt. Sowohl in Deutschland als auch in den USA konnten wichtige Leitindizes auf neue historische Höchststände steigen.
Der DAX erreichte mit 26.267 Punkten ein neues Allzeithoch und setzte damit seinen übergeordneten Aufwärtstrend fort. Auch an der Wall Street dominierten die Käufer das Geschehen. Der Dow Jones markierte bei 53.349 Punkten einen neuen Rekordstand, während der S&P 500 mit 7.623 Punkten ebenfalls auf ein neues Allzeithoch kletterte.
Neben einer insgesamt robusten Marktstimmung sorgten vor allem positive Unternehmenszahlen und die anhaltende Hoffnung auf weitere Zinssenkungen in den kommenden Monaten für Unterstützung. Damit bleibt das übergeordnete Bild an den Aktienmärkten weiterhin konstruktiv.
Freuen sich die Börsen zu früh? Non-Farm Payrolls im Fokus
Die Aktienmärkte stehen derzeit auf neuen Rekordständen und setzen weiterhin auf baldige Zinssenkungen der US-Notenbank. Doch genau diese Erwartungen könnten inzwischen weitgehend in den Kursen eingepreist sein.
Am Freitag rücken daher um 14:30 Uhr MEZ die US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) in den Mittelpunkt. Sie zählen zu den wichtigsten Konjunkturdaten des Monats und könnten entscheidend beeinflussen, wie die Fed ihren weiteren Zinspfad einschätzt.
Fallen die Beschäftigungszahlen stärker aus als erwartet, könnten Hoffnungen auf schnelle Zinssenkungen gedämpft werden. Schwächere Daten würden dagegen die Erwartungen an eine lockerere Geldpolitik stützen. Damit dürften die Non-Farm Payrolls zum entscheidenden Stimmungstest für die zuletzt stark gestiegenen Aktienmärkte werden.
Warum die USA und Japan gemeinsam am Devisenmarkt eingreifen
Der japanische Yen stand zuletzt massiv unter Druck und fiel gegenüber dem US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit Jahrzehnten. Die Folge: Erstmals seit vielen Jahren griffen die USA gemeinsam mit Japan am Devisenmarkt ein, um den Yen zu stützen. Ziel war es, die starke Abwertung zu bremsen und übermäßige Schwankungen am Devisenmarkt einzudämmen.
Hinter der Yen-Schwäche steht vor allem der große Zinsunterschied zwischen den USA und Japan. Während die US-Notenbank weiterhin deutlich höhere Leitzinsen als die Bank of Japan bietet, fließt Kapital bevorzugt in den US-Dollar. Dadurch steigt der USD/JPY-Wechselkurs und der Yen gerät weiter unter Druck.
Eine anhaltende Yen-Schwäche ist jedoch nicht nur für Japan problematisch. Sie verteuert Importe, erhöht den Inflationsdruck und kann die Stabilität der internationalen Finanzmärkte gefährden. Gleichzeitig wollte die US-Regierung verhindern, dass Japan zur Stützung seiner Währung in großem Umfang US-Staatsanleihen verkaufen muss, was die Renditen in den USA zusätzlich nach oben treiben könnte.
Kurzfristig zeigte die Intervention Wirkung und der Yen konnte gegenüber dem US-Dollar deutlich zulegen. Ob dieser Effekt nachhaltig ist, hängt jedoch maßgeblich von der weiteren Geldpolitik beider Notenbanken ab. Solange der Zinsvorteil des US-Dollars bestehen bleibt, dürfte auch der Aufwärtsdruck auf den USD/JPY grundsätzlich erhalten bleiben.
Berichtssaison geht in die nächste Runde
Nachdem in der vergangenen Woche mit Apple, Amazon, Microsoft und Meta bereits einige der größten US-Konzerne ihre Quartalszahlen vorgelegt haben, geht die Berichtssaison auch in dieser Woche mit zahlreichen spannenden Unternehmen weiter.
Besonders im Fokus stehen dabei AMD, Eli Lilly und SpaceX. Vor allem AMD dürfte erneut wichtige Hinweise auf die Entwicklung des KI-Marktes liefern. Anleger werden genau beobachten, wie sich die Nachfrage nach KI-Beschleunigern entwickelt und ob das Unternehmen seine Wachstumsprognosen bestätigen oder sogar anheben kann. Positive Signale könnten dem gesamten Halbleitersektor weiteren Rückenwind verleihen.
Auch Eli Lilly rückt in den Mittelpunkt. Der Pharmakonzern zählt weiterhin zu den wichtigsten Unternehmen im Bereich der Abnehm- und Diabetesmedikamente. Neben den aktuellen Geschäftszahlen achten Investoren insbesondere auf den Ausblick für die kommenden Quartale sowie auf die Entwicklung der Nachfrage nach den erfolgreichen Medikamenten.
Mit Spannung werden zudem die Zahlen von SpaceX erwartet. Nach dem Börsengang richtet sich der Blick erstmals auf die Geschäftsentwicklung als börsennotiertes Unternehmen. Vor allem Aussagen zum Satellitengeschäft, zu Starlink und zu den langfristigen Wachstumsplänen könnten für erhöhte Kursbewegungen sorgen.
Quellen:
https://www.bls.gov/news.release/empsit.htm
https://de.tradingview.com/news/reuters.com%2C2026%3Anewsml_L8N3YA0RV%3A0/
https://www.ft.com/content/04b34467-dab0-4646-97dc-8c3d3e44e5e2
https://www.investors.com/market-trend/stock-market-today/dow-jones-futures-spacex-amd-sandisk-eli-lilly-earnings-loom/
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