MARKT USA/Weitere Verluste - neuer Zollschock aus China
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Zum Wochenausklang zeichnen sich an den US-Börsen weitere schwere Verluste ab. Die Futures auf die großen Aktienindizes deuten eine sehr schwache Eröffnung an, da China die US-Zölle mit eigenen Zöllen beantworten will. Der S&P-500-Future und Nasdaq-Future sinken um über 2 Prozent. Am Markt geht die Angst um, dass der heraufziehende Handelskrieg die Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen wird. Ökonomen senken reihenweise ihre Wachstumsprognosen.
China hatte am Mittag angekündigt, einen Einfuhrzoll von 34 Prozent auf alle aus den USA importierten Waren zu erheben. Wie die Zolltarifkommission des Staatsrats mitteilte, tritt dieser Gegenzoll am 10. April in Kraft. China führt außerdem Ausfuhrkontrollen für sieben Kategorien von Seltene-Erden-Gütern ein. Die Exportkontrolle geschehe zum Schutz der nationalen Sicherheit und der nationalen Interessen, erklärte das chinesische Handelsministerium.
Da davon ausgegangen wird, dass die Zölle die Inflation in die Höhe treiben, wächst auch die Besorgnis, dass die US-Notenbank gezwungen sein könnte, die Zinsen auf dem aktuellen Niveau zu halten oder gar zu erhöhen. Marktteilnehmer dürften daher sehr genau hinhören, wenn der Präsident der Federal Reserve, Jerome Powell, am Freitag seine Rede zum Wirtschaftsausblick hält.
Auf der Agenda steht noch vor Powells Auftritt der offizielle Arbeitsmarktbericht für März. Die Beschäftigungslage ist eines der Kriterien, an denen die Fed ihre Geldpolitik ausrichtet und wird normalerweise unter diesem Aspekt stark beachtet. Dieses Mal dürften die Daten aber von der Zollthematik in den Hintergrund gedrängt werden, heißt es aus dem Handel.
Die Ölpreise setzen ihre Talfahrt fort. Die Kontrakte auf Brent und WTI brechen um 4 Prozent ein. Die Akteure am Ölmarkt befürchten eine konjunkturbedingte Nachfrageschwäche. Zudem erwägt die Opec+ eine Erhöhung der Fördermenge.
Unternehmensnachrichten sind rar. Die größten Verlierer der Strafzölle - darunter Nvidia und Apple - werden abermals verkauft: Nvidia geben vorbörslich um 3,8 Prozent nach, nachdem sie am Donnerstag fast 8 Prozent verloren hatten. Apple sinken um 4,5 Prozent. Nike verlieren 3,0 Prozent.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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