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14:48 Uhr, 17.01.2024

MÄRKTE USA/Etwas leichter - Zinssenkungsfantasie schwindet weiter

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NEW YORK (Dow Jones) - An den US-Börsen dürften am Mittwoch weiter Zinssenkungsfantasien ausgepreist werden. Auf der Stimmung lasten nach Angaben aus dem Handel auch Daten zum chinesischen Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Zweifel an einer Erholung der dortigen Wirtschaft nicht ganz ausgeräumt hätten. Die Futures auf die großen Aktienindizes deuten auf eine etwas leichtere Eröffnung am Kassamarkt hin.

US-Notenbank-Gouverneur Christopher Waller hatte am Dienstag gesagt, die Federal Reserve habe es nicht eilig, die Zinsen zu senken. Seine Aussagen passen ins Bild eher falkenhafter Aussagen anderer Fed-Vertreter in jüngster Zeit. Am Mittwoch steht ein Auftritt der Fed-Gouverneurin Michelle Bowman auf der Agenda.

Derweil wuchs die chinesische Wirtschaft im vergangenen Jahr um 5,2 Prozent und damit etwas stärker als das offizielle Wachstumsziel von "rund 5 Prozent". Im vierten Quartal betrug das Wachstum ebenfalls 5,2 Prozent, doch hatten Ökonomen hier mit 5,6 Prozent gerechnet.

Auch in den USA wurden wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht, die eher gegen baldige Zinssenkungen sprechen. So sind die Einzelhandelsumsätze im Dezember etwas stärker gestiegen als von Ökonomen vorhergesagt, was auf eine ungebrochene Konsumfreude der Amerikaner hindeutet. Der private Konsum steht für etwa zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung. Die Importpreise stagnierten derweil im Dezember, während ein Rückgang erwartet wurde. Im späteren Verlauf folgen die Industrieproduktion aus dem Dezember und die November-Daten zu den Lagerbeständen.

Auf Unternehmensseite steht unter anderem Progress Software mit den am späten Dienstag veröffentlichten Geschäftszahlen zum vierten Quartal im Blick. Das Unternehmen hat zwar einen Gewinnrückgang ausgewiesen, mit Umsatz und Ergebnis aber die Erwartungen von Analysten übertroffen. Die Aktie legt vorbörslich um knapp 4 Prozent zu.

Nach Vorlage durchwachsener Quartalszahlen geht es mit dem Kurs des Brokerhauses Charles Schwab um 0,5 Prozent abwärts. Walt Disney zeigen sich 0,6 Prozent niedriger. Der Unterhaltungskonzern hat bei der Nominierung von Kandidaten für das Board diejenigen aktivistischer Aktionäre nicht berücksichtigt.

Albemarle sinken um 1,3 Prozent. Das Unternehmen, das zu den weltweit größten Lithiumproduzenten gehört, will mit dem Abbau von Arbeitsplätzen und niedrigeren Investitionen auf die veränderte Marktlage reagieren.

Am Anleihemarkt ziehen die Renditen in Reaktion auf die US-Konjunkturdaten nochmals leicht an.

Der Dollar zeigt sich nach dem kräftigen Anstieg vom Dienstag nun gut behauptet; der Dollarindex liegt 0,1 Prozent im Plus. Neben der Annahme, dass die Zinsen längere Zeit auf dem erhöhten Niveau verharren, stützt der Ruf des Dollar als Fluchtwährung in Krisenzeiten.

Die Ölpreise geben derweil deutlicher nach. Auch am Ölmarkt werde Zinssenkungsfantasie ausgepreist, heißt es aus dem Handel. Der im Windschatten der Anleiherenditen gestiegene Dollar verteuere zudem den Rohstoff für Käufer aus anderen Währungsräumen. Das Erdölkartell Opec rechnet zudem mit einer schwächeren Ölnachfrage im Jahr 2025. Etwas Unterstützung komme von der jüngsten Eskalation der Krise im Roten Meer, wo Huthi-Milizen erneut Schiffe attackiert haben, worauf die USA und ihre Verbündeten Stellungen der Huthi angriffen.

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US-Anleihen 
Laufzeit              Rendite     Bp zu VT    Rendite VT      +/-Bp YTD 
2 Jahre                  4,35        +12,6          4,22           -7,4 
5 Jahre                  4,02         +7,9          3,94            2,0 
7 Jahre                  4,06         +6,1          4,00            9,5 
10 Jahre                 4,11         +4,4          4,06           22,9 
30 Jahre                 4,31         +1,7          4,30           34,4 
 
DEVISEN               zuletzt        +/- %  Mi, 8:08 Uhr  Di, 17:20 Uhr  % YTD 
EUR/USD                1,0860        -0,2%        1,0865         1,0889  -1,7% 
EUR/JPY                160,65        +0,4%        160,63         159,98  +3,2% 
EUR/CHF                0,9409        +0,4%        0,9374         0,9364  +1,4% 
EUR/GBP                0,8585        -0,2%        0,8599         0,8594  -1,0% 
USD/JPY                147,94        +0,6%        147,84         146,89  +5,0% 
GBP/USD                1,2649        +0,1%        1,2634         1,2671  -0,6% 
USD/CNH (Offshore)     7,2255        +0,1%        7,2184         7,2144  +1,4% 
Bitcoin 
BTC/USD             42.664,43        -1,3%     42.733,17      43.051,91  -2,0% 
 
ROHÖL                 zuletzt  VT-Settlem.         +/- %        +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex               70,76        72,40         -2,3%          -1,64  -1,7% 
Brent/ICE               76,82        78,29         -1,9%          -1,47  -0,3% 
GAS                            VT-Settlem.                      +/- EUR 
Dutch TTF              28,255        29,44         -4,0%          -1,19  -8,3% 
 
METALLE               zuletzt       Vortag         +/- %        +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)          2.022,48     2.028,35         -0,3%          -5,87  -1,9% 
Silber (Spot)           22,76        23,03         -1,2%          -0,27  -4,3% 
Platin (Spot)          894,04       899,50         -0,6%          -5,46  -9,9% 
Kupfer-Future            3,75         3,77         -0,4%          -0,01  -3,6% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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