MÄRKTE EUROPA/TSMC-Ausblick inspiriert Technologiewerte
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DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte haben den Handel am Donnerstag im Plus beendet. Übergeordnet gestützt wurde die Stimmung zum einen von starken Geschäftszahlen des taiwanischen Chipausstatters TSMC. Nachdem TSMC einen Ausblick für 2026 vorgelegt hat, der die Marktschätzungen übertrifft, wurden Anleger für die gesamte Branche optimistischer. Der Auftragsfertiger, der unter anderem Nvidia und Apple beliefert, hat ein jährliches Umsatzwachstum von rund 30 Prozent und eine Bruttogewinnmarge für das erste Quartal von 63 bis 65 Prozent in Aussicht gestellt.
Zum anderen kamen die Preise für Erdöl deutlich zurück, sowohl WTI als auch Brent beenden die jüngste Aufwärtswelle mit Abschlägen von über 4 Prozent. Händler verwiesen auf die aktuelle Entspannung in der Iran-Krise, weil es bisher offensichtlich doch keine Hinrichtungen von Demonstranten gab und damit eine Forderung von US-Präsident Donald Trump an das Mullah-Regime erfüllt würde. Trump hat jedoch eine militärische Intervention im Iran nicht ausgeschlossen. So gibt es Medienberichte, laut denen ein US-Angriff auf den Iran in den kommenden Stunden erfolgen könnte.
Der DAX schloss 0,3 Prozent höher bei 25.352 Punkten, für den Euro-Stoxx-50 ging es auch dank steigender Technologieaktien um deutliche 0,6 Prozent auf 6.041 Punkte nach oben. Der Sektor der Ölwerte in Europa reduzierte sich um 0,1 Prozent. Das stützte auf der anderen Seite die Fluggesellschaften: Lufthansa gewannen 2,7 Prozent oder Ryanair 2,8 Prozent.
Am Devisenmarkt stützten gute Konjunkturdaten aus den USA den Dollar am Nachmittag. Der Euro gab in Folge leicht nach auf 1,1610 Dollar, an den Anleihe-Märkten traten die Renditen nahezu auf der Stelle.
2025 Deutschland wieder mit Wachstum
Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr nach zwei Jahren mit rückläufiger Wirtschaftsleistung wieder leicht gewachsen, und zwar um 0,2 Prozent. Für LBBW-Volkswirt Jens Oliver Niklasch ist das Ergebnis sogar einen Tick besser als erwartet ausgefallen. Insbesondere das BIP-Wachstum im Schlussquartal 2025 habe die Ausgangsbasis für 2026 etwas verbessert. Allerdings gelte nach wie vor, dass die deutsche Wirtschaft drei schwache Jahre in Folge hinter sich habe. Die Gesamtnachfrage in diesen drei Jahren ist nicht zuletzt vom staatlichen Konsum gestützt worden, während die Investitionen rückläufig waren. Das sei ein zukunftsträchtiger Mix. Mit Blick nach vorne rechnet Deutsche-Bank-Volkswirt Marc Schattenberg damit, dass sich die deutsche Wirtschaft 2026 spürbar erholen wirde. Er erwartet ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent, primär angetrieben durch die nun deutlich expansive Fiskalpolitik.
Nach starken Geschäftszahlen und überzeugendem Ausblick von TSMC stieg der Technologie-Index europaweit um 2,7 Prozent. ASML gewannen 6 Prozent, ASM International 11,2 und BE Semiconductor 7,5 Prozent. Am deutschen Aktienmarkt legten Werte wie Suss Microtec (+10,7%) , Aixtron (+ 5,7 %) oder PVA (+ 8,43 %) zu.
Jefferies sprach von einem schwachen Zwischenbericht von Repsol (-6,3%) zum vierten Quartal. Das Fördergeschäft habe die Erwartungen verfehlt, der Raffineriebereich die Prognosen lediglich erfüllt. Die Analysten schätzen, dass die Konsensschätzungen für den bereinigten Gewinn um 5 bis 10 Prozent fallen werden. Zudem haben die Analysten von RBC die Aktie auf "Underperform" von "Sectorperform" abgestuft. OMV gaben nach ihrem Zwischenbericht 1,4 Prozent ab - obgleich dieser von Analysten als neutral eingestuft wurde.
Trotz guter Geschäftszahlen gaben Richemont um 2,4 Prozent nach. Wie der Luxusgüterkonzern einräumt, könnten die steigenden Materialkosten auf die Margen drücken. Nach Einschätzung der Deutschen Bank muss Richemont möglicherweise mit Preiserhöhungen auf die anziehenden Kosten reagieren.
Für die Aktie von Dräger ging es nach Vorlage der überzeugenden 2025er-Geschäftszahlen 9,3 Prozent nach oben. Das starke dritte Quartal habe bereits auf einen Rekordumsatz hingewiesen, so ein Aktienhändler. Das EBIT sei nun gut 10 Prozent oberhalb der Erwartung ausgefallen. Der Ausblick auf die Marge lese sich dagegen zunächst konservativ und biete Platz noch oben.
Positiv wurde an der Börse die Nachricht aufgenommen, dass SGL Carbon (+20%) den Reaktorentwickler X-Energy mit mittelkörnigem Graphit beliefert. An der Börse wird davon ausgegangen, dass dies nicht der letzte Auftrag für den Bereich sein dürfte
=== Index Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn* Euro-Stoxx-50 6.041,14 +0,6% +3,7% Stoxx-50 5.129,72 +0,3% +4,0% Stoxx-600 614,57 +0,5% +3,3% XETRA-DAX 25.352,39 +0,3% +3,2% FTSE-100 London 10.184,35 k.A. +2,1% CAC-40 Paris 8.313,12 -0,2% +2,2% AEX Amsterdam 1.011,01 +1,4% +4,8% ATHEX-20 Athen 5.706,13 +1,4% +5,2% BEL-20 Bruessel 5.350,06 +0,9% +4,4% BUX Budapest 120.679,89 +0,0% +8,7% OMXH-25 Helsinki 5.929,83 +1,1% +2,9% ISE NAT. 30 Istanbul 12.456,69 k.A. +9,8% OMXC-20 Kopenhagen 1.726,81 -1,8% +9,3% PSI 20 Lissabon 8.601,78 +0,4% +3,7% IBEX-35 Madrid 17.642,70 -0,3% +2,2% FTSE-MIB Mailand 45.849,77 +0,4% +1,6% OBX Oslo 1.641,98 +0,2% +2,6% PX Prag 2.749,21 +0,5% +1,8% OMXS-30 Stockholm 3.036,64 +1,8% +3,5% WIG-20 Warschau 3.306,40 +1,1% +2,7% ATX Wien 5.471,02 +0,7% +2,0% SMI Zuerich 13.476,32 +0,1% +1,5% *bezogen auf Vortagesschluss DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Di, 20:40 Uhr % YTD EUR/USD 1,1605 -0,3% 1,1645 1,1648 -0,9% EUR/JPY 183,95 -0,2% 184,34 185,36 +0,2% EUR/CHF 0,9319 +0,0% 0,9316 0,9328 +0,1% EUR/GBP 0,8671 +0,1% 0,8664 0,8672 -0,6% USD/JPY 158,51 +0,1% 158,29 159,13 +1,1% GBP/USD 1,3384 -0,4% 1,3438 1,3432 -0,2% USD/CNY 7,0007 -0,1% 7,0089 7,0094 -0,2% USD/CNH 6,9624 -0,1% 6,9708 6,9747 -0,1% AUS/USD 0,6705 +0,3% 0,6682 0,6681 +0,2% Bitcoin/USD 96.628,50 -0,3% 96.936,65 94.004,60 +10,1% ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 59,10 62,02 -4,7% -2,92 +8,4% Brent/ICE 63,51 66,52 -4,5% -3,01 +9,6% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 4.608,66 4.626,45 -0,4% -17,80 +7,1% Silber 91,42 93,20 -1,9% -1,79 +30,7% Platin 2.057,28 2.054,73 +0,1% 2,55 +17,2% Kupfer 5,99 6,06 -1,1% -0,07 +5,6% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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