MÄRKTE EUROPA/Japan sorgt für gute Laune - DAX über 25.000 - Dollar fällt
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DOW JONES--Der europäische Aktienmarkt ist mit kräftigen Gewinnen in die neue Woche gestartet. Unterstützung kam aus Fernost. Mit einem Freudensprung an den japanischen Börsen wurde der überwältigende Wahlsieg der LDP in Japan unter Premierministerin Sanae Takaichi gefeiert. Die Anleger setzen nun auf Abenomics 2.0, also zukünftig stärkere fiskalische Impulse. Daneben wurde im Handel auf die abnehmenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran verwiesen. Den nächsten größeren Impuls an den Finanzmärkten könnten nun die US-Arbeitsmarkten für Januar am Mittwoch setzen. Wegen des US-Regierungsshutdowns werden diese mit Verspätung veröffentlicht.
Der DAX gewann am Montag 1,2 Prozent auf 25.015 Punkte und schloss damit auf Tageshoch. Für den Euro-Stoxx-50 ging es um 1 Prozent nach oben. Der Yen hatte auf den LDP-Sieg in Erwartung höherer Staatsschulden zunächst mit niedrigeren Kursen reagiert, wertete dann aber auf nach Berichten über mögliche Interventionen durch die japanische Notenbank kräftig auf. Zu Börsenschluss ging der Dollar bei 156,10 Yen um. Der Euro legte gegen den Dollar in einer technischen Bewegung stark auf 1,1900 Dollar zu, was nach Einschätzung aus dem Handel mit der Abwertung des Dollar gegenüber dem Yen zu tun hatte.
Derweil haben sich die Wachstumsaussichten der deutschen Wirtschaft nach Ansicht von Investoren deutlich verbessert. Der von dem Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindex ist im Februar auf minus 6,9 (Januar: minus 16,4) Punkte gestiegen. Es ist der zweite Anstieg in Folge. Der Index der Lagebeurteilung erhöhte sich auf minus 27,5 (minus 36,9) Punkte und der Erwartungsindex auf plus 16,3 (plus 5,5) Punkte. Alle Werte sind die jeweils höchsten seit Juli 2025.
Fest notierten die Aktien von Novo Nordisk (+5,3%), weil Hims & Hers Health ihr Nachahmerprodukt im Bereich Abnehmmedikamente nicht auf den Markt bringen wird. Am Wochenende erklärte das Unternehmen, wegen juristischer Drohungen auch von der Gesundheitsbehörde FDA darauf zu verzichten. Obwohl diese Nachrichten Novo Nordisk eine Atempause bei der oralen Semaglutid-Kopie verschaffen und Novos Bemühungen unterstützen könnten, die Auswirkungen von injizierbaren Semaglutid-Rezepturen in Zukunft zu begrenzen, behalten die Analysten der Citi ihre Bewertung "Neutral" bei, da sie weiterhin mehrere Umsatz- und Preis-Gegenwinde für 2026 und darüber hinaus sehen.
Erholen konnten sich Titel, die zuletzt unter Druck standen, zum Teil auch dank positiver Analystenstimmen. Unter Rüstungsaktien gewannen Rheinmetall 2,8 Prozent, Hensoldt 4,6 Prozent oder Renk 5,7 Prozent. Auch unter den Sorgen vor KI-Disruptionen leidende Software-Aktien wurden teils wieder gekauft - Analysten halten die Abgaben der vergangenen Tage für übertrieben: Im DAX stiegen SAP 2,2 Prozent.
Für das Commerzbank-Papier ging es gleich 4,2 Prozent nach oben. Stützend wirkten gut aufgenommene Geschäftszahlen der Unicredit (+6,4%). Die Unicredit hält 29 Prozent der Commerzbank-Titel. Die Italiener haben in der Vergangenheit Interesse an einer vollständigen Übernahme der Commerzbank signalisiert. Gespannt ist man nun an der Börse auf die Geschäftszahlen der Commerzbank, die ebenfalls diese Woche noch vorgelegt werden.
Bayer legten 1,1 Prozent zu. Das Unternehmen kann sein Herbizid Stryax in den USA nach behördlicher Genehmigung anbieten. Die US-Umweltschutzbehörde EPA hat Dicamba-Herbizide mit geringer Flüchtigkeit in 34 Bundesstaaten registriert. Dies öffnet Bayer die Tür für die Markteinführung von Stryax, einem Pestizid mit eingeschränkter Anwendung.
Immobilienwerte hinkten zu Wochenbeginn der Gesamtmarktentwicklung hinterher. Ursächlich dürften die Gesetzespläne von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig gewesen sein, die eine Stärkung von Mieterrechten vorsehen. So soll der Möblierungszuschlag stärker reguliert oder der Anstieg bei Indexmieten gedeckelt werden. Daneben soll der Kündigungsschutz erhöht werden. Vonovia verloren 0,2 Prozent, LEG Immobilien kamen auf ein Plus von 0,3 Prozent, TAG Immobilien büßten 0,3 Prozent ein.
Delivery Hero schlossen 7,4 Prozent niedriger. Nachrichten zu dem Titel gab es nicht. Die Citigroup hat aber in einer jüngeren Studie die Verkaufsempfehlung für das Papier bestätigt. Die Geschäftsentwicklung im vierten Quartal habe sich in den Regionen MENA (Naher Osten & Nordafrika) sowie in Amerika unter den Konsenserwartungen entwickelt.
=== Index Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn* Euro-Stoxx-50 6.059,01 +1,0% +3,6% Stoxx-50 5.165,58 +0,7% +4,3% Stoxx-600 621,41 +0,7% +4,2% XETRA-DAX 25.014,87 +1,2% +0,9% FTSE-100 London 10.369,75 k.A. +3,8% CAC-40 Paris 8.323,28 +0,6% +1,5% AEX Amsterdam 999,03 +0,4% +4,6% ATHEX-20 Athen 5.949,06 -1,6% +13,0% BEL-20 Bruessel 5.576,62 +1,1% +8,6% BUX Budapest 129.854,13 -0,1% +17,1% OMXH-25 Helsinki 5.948,25 +0,5% +3,8% ISE NAT. 30 Istanbul 13.838,38 k.A. +20,1% OMXC-20 Kopenhagen 1.615,34 +2,0% -1,5% PSI 20 Lissabon 8.991,17 +1,1% +7,6% IBEX-35 Madrid 18.195,10 +1,4% +3,7% FTSE-MIB Mailand 46.822,81 +2,1% +2,1% OBX Oslo 1.753,95 +0,3% +9,4% PX Prag 2.772,57 +0,5% +2,7% OMXS-30 Stockholm 3.136,56 +0,5% +8,2% WIG-20 Warschau 3.432,15 +1,2% +6,5% ATX Wien 5.753,52 +1,6% +6,4% SMI Zuerich 13.517,73 +0,1% +1,8% *bezogen auf Vortagesschluss DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Fr, 17:58 Uhr % YTD EUR/USD 1,1897 +0,7% 1,1815 1,1812 +0,6% EUR/JPY 185,72 -0,2% 186,00 185,57 +1,0% EUR/CHF 0,9137 -0,4% 0,9173 0,9165 -1,5% EUR/GBP 0,8704 +0,2% 0,8685 0,8683 -0,4% USD/JPY 156,10 -0,8% 157,42 157,10 +0,4% GBP/USD 1,3668 +0,5% 1,3604 1,3604 +1,0% USD/CNY 6,9389 -0,2% 6,9498 6,9504 -1,1% USD/CNH 6,9162 -0,2% 6,9296 6,9309 -0,7% AUS/USD 0,7087 +1,0% 0,7017 0,7013 +5,2% Bitcoin/USD 70.054,00 -1,4% 71.039,80 69.781,65 -19,9% ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 64,50 63,55 +1,5% 0,95 +10,5% Brent/ICE 69,03 68,05 +1,4% 0,98 +11,8% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 5.075,09 4.965,05 +2,2% 110,04 +14,9% Silber 83,56 77,90 +7,3% 5,65 +9,3% Platin 1.793,94 1.769,81 +1,4% 24,13 +0,9% Kupfer 5,95 5,88 +1,1% 0,07 +3,2% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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