MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter - ASML mit starkem Signal für Tech-Sektor
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DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte tendieren am Mittwoch erneut seitwärts. Dies bedeutet, dass die Investoren momentan kein frisches Geld an die Börse bringen. Auf der anderen Seite sehen sie auch keinen Grund, Gewinne mitzunehmen. Auf Sektor-Ebene oder bei den Einzelwerten gibt es teils deutliche Kursbewegungen - vor allem nach Quartalszahlen. Der DAX verliert 0,5 Prozent auf 24.778 Punkte, der Euro-Stoxx-50 fällt um 0,3 Prozent auf 5.977 Punkte. Vor allem Technologie-Aktien profitieren von starken ASML-Zahlen und fangen damit die Enttäuschung aus dem Luxussektor von LVMH ab. Während es momentan kaum Störfeuer von der Geopolitik gibt, ist die Zinsentscheidung der US-Notenbank das bestimmende Thema.
Es ist die drittletzte Zinsentscheidung, der Jerome Powell als Fed-Präsident vorsteht. Es wird allgemein erwartet, dass die Fed die Zinsen nach drei aufeinanderfolgenden Senkungen unverändert lässt. Da die Entscheidung selbst kaum überraschen dürfte, liegt für die Marktstrategen der Deutschen Bank der Fokus auf der anschließenden Pressekonferenz. Dabei dürften auch einige nicht-ökonomische Themen zur Sprache kommen, darunter die jüngste Vorladung durch das Justizministerium (DoJ), der Fall Lisa Cook vor dem Obersten Gerichtshof, die Nachfolge im Fed-Vorsitz sowie die Frage, ob Powell nach dem Ende seiner Amtszeit als Vorsitzender im Mai weiterhin Mitglied des Gouverneursrats bleibe. Die US-Ökonomen gehen davon aus, dass Powell seine Punkte aus der Stellungnahme zur DoJ-Vorladung von Anfang des Monats wiederholen und sich nicht zur Nachfolge im Vorsitz äußern wird. Was die Geldpolitik betreffe, dürfte die Fed ein optimistischeres Bild der Wirtschaft zeichnen. Das Statement dürfte signalisieren, dass man gut aufgestellt ist, um auf Risiken in beide Richtungen des dualen Mandats zu reagieren.
Technologie-Werte vorn dank SK Hynix und ASML
Der Sektor der Technologiewerte stellt europaweit den Gewinner mit plus 2,3 Prozent. Zu den guten US-Vorgaben kamen vom südkoreanischen Speicherchip-Hersteller SK Hynix neue Rekordzahlen. Entsprechend steigen ASML mit eigenen starken Quartalszahlen um 5,6 Prozent. ASML teilte zudem mit, für dieses Jahr ein solides Umsatzwachstum zu erwarten, da die Ausgaben der Kunden für die Herstellung der fortschrittlichen Chips, die hinter dem Boom der künstlichen Intelligenz (KI) stehen, weiterhin hoch seien. Vor allem der Ausblick schlägt mit einer Umsatzerwartung von 34 bis 39 Milliarden Euro in diesem Jahr die Schätzungen der Analysten. Dazu kommt ein neues und Aktienrückkaufprogramm über 12 Milliarden Euro. Infineon im DAX legen um 5,5 Prozent zu und STMicro klettern um 3,3 Prozent.
Mit einem Plus von 9,7 Prozent ist Jenoptik am deutschen Markt der größte Profiteur des ASML-Berichts. "ASML ist der größte Jenoptik-Kunde für den Bereich Semi-Optik", so ein Händler. ASML mache dort 50 Prozent des Umsatzes aus.
Druck auf Luxus-Aktien
Luxusaktien geben auf breiter Front nach, nachdem das Branchenschwergewicht LVMH seine Ergebnisse vorgelegt hat, die nach Einschätzung der Analysten von Jefferies die Anleger vorsichtig stimmen. Die Aktien von LVMH fallen um 7,2 Prozent und führen damit die Verluste im Sektor an. Die Aktie des Gucci-Eigentümers Kering verlieren 2,4 Prozent, Dior 6,5 Prozent. Die Ergebnisse von LVMH seien kein "Eureka-Moment" für den Luxussektor gewesen, so die Analysten von Jefferies. Die bisherigen Schwankungen bei Luxusaktien in diesem Jahr deuteten darauf hin, dass ihre Wertentwicklung an den Gewinnerwartungen hänge und nach dem Update von LVMH Vorsicht vorherrschen könnte.
Überraschend besser als befürchtete Zahlen hat Lkw-Hersteller Volvo vorgelegt. Der Einfluss von US-Strafzöllen war geringer als erwartet, dazu wird der Absatzausblick für Nord-Amerika erhöht. Volvo steigen um 1,8 Prozent. Mit Blick auf den Markt in Europa sieht Volvo nun ebenfalls eine Stabilisierung. Die Aktien von Traton und Daimler Truck verbessern sich um bis zu 1,9 Prozent.
Wacker Chemie notieren nach einem zwischenzeitlichen Plus nun 4,3 Prozent tiefer, nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang und unter dem Strich einen hohen Verlust verbuchte. Die Jahresprognose wurde im vergangenen Jahr nicht erreicht. Ausschlaggebend dafür sei eine geringere Auslastung der Produktionsanlagen in allen Geschäftsbereichen, zum Teil niedrigere Absatzmengen und Preise sowie negative Währungseffekte gewesen, teilte der Spezialchemiekonzern mit und monierte zudem, dass die Energiekosten in Deutschland im internationalen Vergleich weiterhin nicht wettbewerbsfähig seien.
=== INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD Euro-Stoxx-50 5.976,92 -0,3% -17,67 +3,5% Stoxx-50 5.072,83 -0,7% -33,41 +3,8% DAX 24.778,00 -0,5% -116,44 +1,6% MDAX 31.463,46 -0,8% -264,39 +3,6% TecDAX 3.724,81 +0,3% 11,86 +2,5% SDAX 18.312,57 -0,1% -15,10 +6,7% CAC 8.051,54 -1,2% -101,28 +0,0% SMI 13.029,09 -1,4% -187,14 -0,4% ATX 5.591,62 -0,5% -28,14 +5,5% DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mo, 17:20 Uhr % YTD EUR/USD 1,1977 -0,5% 1,2042 1,1883 +2,5% EUR/JPY 182,61 -0,4% 183,41 183,01 -0,4% EUR/CHF 0,9185 +0,2% 0,9170 0,9210 -1,5% EUR/GBP 0,8691 -0,1% 0,8697 0,8673 -0,2% USD/JPY 152,47 +0,1% 152,30 154,00 -2,8% GBP/USD 1,3781 -0,5% 1,3847 1,3701 +2,8% USD/CNY 6,9741 +0,1% 6,9638 6,9865 -0,9% USD/CNH 6,9426 +0,1% 6,9334 6,9502 -0,5% AUS/USD 0,7003 -0,1% 0,7009 0,6928 +5,1% Bitcoin/USD 89.723,00 +0,6% 89.151,10 87.394,20 +0,5% ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 62,59 62,39 +0,3% 0,20 +8,3% Brent/ICE 67,62 67,57 +0,1% 0,05 +10,5% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 5.261,69 5.176,95 +1,6% 84,74 +19,9% Silber 112,40 112,18 +0,2% 0,22 +57,3% Platin 2.215,09 2.198,89 +0,7% 16,20 +25,5% Kupfer 5,92 5,86 +1,0% 0,06 +2,6% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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