Fallende Ölpreise schieben DAX an
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Erwähnte Instrumente
DJ XETRA-SCHLUSS/Fallende Ölpreise schieben DAX an
DOW JONES--Deutlich gefallene Ölpreise haben am Dienstag den DAX angetrieben. Zwischenzeitlich kletterte der Index auch wieder über die Marke von 24.000 Punkten. US-Präsident Donald Trump hatte am Vorabend erklärt, der Iran-Krieg werde "sehr bald" zu Ende sein. Er hatte damit auf den massiven Anstieg der Ölpreise seit Kriegsbeginn reagiert. Mit den Ölpreisen ging es in der Folge stark nach unten. Zudem haben die G7-Staaten die Internationale Energieagentur aufgefordert, eine mögliche Freigabe von Ölreserven zur Stabilisierung der globalen Märkte zu prüfen. Brent fiel um 11,1 Prozent auf 87,98 Dollar nach kurzzeitig knapp 120 Dollar am Vortag. Der DAX gewann 2,4 Prozent auf 23.969 Punkte.
Trump stehe angesichts des massiven Anstiegs der Ölpreise und der damit verbundenen Inflationsgefahren innenpolitisch zunehmend unter Druck, denn hohe Ölpreise minderten die Chancen der Republikaner bei den Zwischenwahlen im November, hieß es. An den Finanzmärkten dürfte es aber weiterhin volatil zugehen, warnten Marktteilnehmer. Mitglieder der Revolutionären Garden im Iran haben erklärt, der Iran werde selbst entscheiden, wann der Krieg zu Ende sei. Und Israel hat mitgeteilt, man halte an dem Ziel eines Regimewechsels im Iran fest.
Die VW-Aktie gewann 2,6 Prozent. JP Morgan sprach von einem starken vierten Quartal, getragen von den Marken VW, Skoda und Audi. Laut den Analysten der DZ Bank ist die operative Marge leicht oberhalb der Erwartungen ausgefallen, was primär auf die bessere Entwicklung der Markengruppe Progressive (Audi) zurückzuführen sein dürfte. Derweil übertraf laut beiden Analysehäusern der Dividendenvorschlag die Erwartungen. Dessen ungeachtet berichtete VW für das vierte Quartal einen um 45 Prozent auf 3,46 Milliarden Euro gesunkenen operativen Gewinn, im Gesamtjahr brach er um über 50 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro ein.
Hugo Boss (+1,8%) hat das Jahr 2025 dank eines robusten vierten Quartals mit spürbaren Profitabilitäsverbesserungen abgeschlossen und die Erwartungen übertroffen. Der Ausblick für das laufende Jahr, das der Konzern als Übergangsjahr deklariert hatte, wurde bestätigt. Bereits am Montag hatte der Konzern mitgeteilt, für 2025 nur die Mindestdividende von 0,04 Euro zu zahlen nach 1,40 Euro im Vorjahr. Gleichzeitig kündigte Hugo Boss aber einen Aktienrückkauf an, was laut den Analysten der DZ Bank die Überraschung bei der Dividende ausglich.
Die Airbus-Aktie stieg um 1,4 Prozent nach Bekanntgabe von Auslieferungszahlen. Mit einem Auslieferungsminus von 17 Prozent im Jahresvergleich nach zwei Monaten im Vergleich zur angestrebten Steigerung der Auslieferungen um rund 10 Prozent auf dann 870 Flugzeuge liege Airbus derzeit klar unter der notwendigen Produktions- bzw. Auslieferungsrate, so die DZ Bank. Dennoch sei das Ergebnis vom Februar eine Steigerung von 84 Prozent oder 16 Auslieferungen gegenüber dem Vormonat.
Evotec brachen nach 2025er-Zahlen um 10,7 Prozent ein. Das Biotechnologieunternehmen schnitt mit Umsatz und operativem Ergebnis innerhalb der Prognosespannen ab. Zugleich will Evotec mit dem Abbau von Stellen und der weiteren Reduzierung von Standorten die laufenden Kosten bis Ende 2027 um rund 75 Millionen Euro senken.
Einen Satz um 8,5 Prozent auf 41,40 Euro machten Dermapharm. Treiber war ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 4,3 Millionen Aktien. Sie sollen für je 42,00 Euro zurückerworben und vernichtet werden.
=== Index zuletzt +/- % +/- % YTD DAX 23.969 2,4 -2,3 DAX-Future 23.983 0,7 -5,2 XDAX 23.969 1,3 -2,5 MDAX 29.723 2,9 -2,7 TecDAX 3.626 1,7 0,0 SDAX 17.316 2,6 0,8 zuletzt +/- Ticks Bund-Future 127,23 31 ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/ros/flf
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
Passende Produkte
| WKN | Long/Short | KO | Hebel | Laufzeit | Bid | Ask |
|---|
