MÄRKTE EUROPA/Erholung dank Trump-Rückzieher und Fed
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DOW JONES--Mit deutlichen Kursgewinnen sind die europäischen Börsen am Donnerstag in den Handel gestartet. Vor allem Exportwerte wie Autotitel sind gesucht, die sonst bei US-Strafzöllen unter die Räder gekommen wären. Der DAX steigt um 1,1 Prozent auf 24.838 Punkte, der Euro-Stoxx-50 um 1,1 Prozent auf 5.947 Zähler. Die Sorgen um Grönland haben sich wie erhofft als "viel Lärm um Nichts entpuppt". US-Präsident Donald Trump ruderte am Vortag gleich doppelt zurück - von seinen Grönland-Drohungen und neuen Strafzöllen gegen Europa. "Der TACO-Trade hat sich damit wieder ausgezahlt", kommentiert ein Händler.
Dass Trump seine Forderungen nicht umsetzen könne und es zu "Trump Always Chickens Out" komme, hatten schon zahlreiche Händler angesichts seiner Rede auf dem Wirtschaftsforum in Davos antizipiert. Gesichtswahrend für ihn wird nun von einem "Konzept zu einem Deal" gesprochen. Die Börsen dürften sich damit wieder in Richtung Berichtssaison orientieren.
Auch Sorgen um Unabhängigkeit der US-Notenbank gesunken
"Die fast noch wichtigere Nachricht ging dagegen fast unter", kommentiert ein Händler: Die Anhörung des Obersten Gerichtshofs der USA zum Fall von Fed-Notenbankerin Lisa Cook. Die Fragen der Richter seien sehr viel deutlicher als erwartet gewesen: "Die Richter machten sehr deutlich, dass die Unabhängigkeit der Fed ein sehr hohes Gut ist". Die von Trump gewünschte Verfügungsmacht über die Besetzung der Notenbankposten werde es wohl nicht geben. Eine politisierte Fed hätte den Glauben an den US-Dollar noch weiter beschädigt.
Die US-Renditen reagierten darauf entspannt und kamen auf 4,22 Prozent im 10-Jahresbereich zurück. Wichtige Konjunkturdaten stehen am Berichtstag nicht an. In den USA werden ältere Preisdaten aus dem November nachgeholt. In Norwegen steht die Zinsentscheidung an, die EZB veröffentlicht ihr Sitzungsprotokoll. Nachbörslich rückt die Berichtssaison in den Fokus mit Intel und Alcoa.
Autos Top - Rüstung Flop
Klare Kursgewinner sind Autowerte, die am stärksten unter neuen Strafzöllen gelitten hätten. Der Sektor-Index springt um fast 3 Prozent an. Unter den Einzelaktien ragen VW und Michelin besonders hervor: Beide hatten am Vorabend erste Geschäftszahlen veröffentlicht und mit einem überraschend positiven freien Cashflow überzeugt. VW springen um fast 5 Prozent, Michelin um knapp 3 Prozent. Auch Mercedes-Benz und BMW steigen bis je 2,7 Prozent.
Verlierer sind wie erwartet die Rüstungsaktien wegen der Entspannung um Grönland. Rheinmetall und Hensoldt fallen je 2 Prozent, Leonardo und Saab bis zu 2,2 Prozent. Arcelormittal steigen 1,4 Prozent, nachdem die Citigroup das Kursziel deutlich erhöht hat. In Deutschland springen Ionos um 6,8 Prozent dank einer Hochstufung auf Outperform durch Oddo BHF. In London klettern AB Food nach Geschäftszahlen um 0,8 Prozent.
=== INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD Euro-Stoxx-50 5.947,21 +1,1% 64,33 +1,6% Stoxx-50 5.055,19 +0,9% 43,54 +1,9% DAX 24.837,60 +1,1% 276,62 +0,3% MDAX 31.606,27 +2,1% 660,97 +1,1% TecDAX 3.703,61 +1,7% 62,11 +0,5% SDAX 18.097,26 +2,1% 372,30 +3,2% CAC 8.151,57 +1,0% 82,40 -1,0% SMI 13.235,71 +0,6% 78,90 -0,8% ATX 5.506,79 +1,8% 96,63 +1,6% DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mi, 17:30 Uhr % YTD EUR/USD 1,1685 -0,0% 1,1686 1,1703 -0,5% EUR/JPY 185,58 +0,3% 184,99 185,06 +0,5% EUR/CHF 0,9275 -0,3% 0,9299 0,9288 -0,2% EUR/GBP 0,8711 +0,1% 0,8700 0,8711 -0,2% USD/JPY 158,82 +0,3% 158,31 158,13 +1,0% GBP/USD 1,3414 -0,1% 1,3431 1,3435 -0,3% USD/CNY 6,9989 -0,0% 6,9990 6,9984 -0,4% USD/CNH 6,9609 +0,0% 6,9591 6,9595 -0,2% AUS/USD 0,6800 +0,6% 0,6758 0,6768 +1,3% Bitcoin/USD 89.739,50 -0,0% 89.744,50 89.492,70 +1,7% ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 60,30 60,39 -0,1% -0,09 +5,7% Brent/ICE 65,12 65,24 -0,2% -0,12 +7,1% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 4.827,86 4.831,30 -0,1% -3,45 +11,8% Silber 94,09 93,11 +1,1% 0,98 +30,6% Platin 2.111,16 2.127,32 -0,8% -16,16 +21,3% Kupfer 5,72 5,77 -0,8% -0,05 +1,3% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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