MÄRKTE EUROPA/Börsen halten Gewinne - Puma gesucht
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DOW JONES--Europas Börsen halten die Gewinne bis Mittwochmittag weitgehend. Die USA haben dem Iran laut Regierungsvertretern einen 15-Punkteplan zur Beendigung des Krieges übermittelt. Dieser konzentriert sich weitgehend auf frühere Forderungen der Trump-Regierung an Teheran. Der Iran wird aufgefordert, seine drei wichtigsten Atomanlagen abzubauen, jegliche Anreicherung auf iranischem Boden zu beenden, die Arbeit an ballistischen Raketen einzustellen, die Unterstützung für Stellvertretergruppen einzuschränken und die Straße von Hormus vollständig wieder zu öffnen.
Im Gegenzug würden die im Zusammenhang mit dem Atomprogramm stehenden Sanktionen gegen den Iran aufgehoben, und die USA würden das zivile Atomprogramm des Landes unterstützen - während sie es gleichzeitig überwachen. Ob der Forderungskatalog in dieser Form von der iranischen Führung akzeptiert wird, darf bezweifelt werden. Er macht allerdings deutlich, dass hinter den Kulissen intensiv an einer diplomatischen Lösung des Konflikts gearbeitet wird. Der Preis von Brent gibt deutlich nach und fällt klar unter den seit Ausbruch des Kriegs erreichten Höchststand von knapp 120 Dollar. An den Anleihemärkten geben die Renditen nach, ein weiteres Entspannungssignal.
Der DAX gewinnt 1,5 Prozent auf 22.978 Punkte, im Tageshoch stand der Index bei 23.079. Für den Euro-Stoxx-50 geht es um 1,3 Prozent nach oben. Am Devisenmarkt notiert der Euro wenig verändert bei 1,1598 Dollar.
Iranische Vertreter haben die US-Regierung wissen lassen, dass die Hürden für eine Wiederaufnahme von Verhandlungen über ein Waffenstillstandsabkommen hoch lägen, sagen mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Islamischen Revolutionsgarden haben ihre Macht innerhalb des zerrütteten iranischen Regimes gefestigt. Sie stellen nun Forderungen wie die Schließung aller amerikanischen Stützpunkte am Golf, Reparationen für Angriffe auf den Iran, Sicherheitsgarantien oder die Aufhebung aller Sanktionen gegen das Land.
Für eine Entwarnung auf dem Parkett ist es nach Einschätzung des Vermögensverwalters QC Partners deutlich zu früh. "Die Schwankungen werden erst einmal hoch bleiben. Und auch neue Kursverluste sind mit jeder Nachricht aus den USA bzw. dem Iran jederzeit möglich", so Stratege Thomas Altmann. Klar sei aber, dass es auch im Fall eines Friedens lange dauern werde, bis die Weltwirtschaft zum normalen Tagesgeschäft übergehen könne. Viele Energieanlagen seien beschädigt. Heruntergefahrenen Anlagen müssten langsam wieder hochgefahren werden.
Derweil hat sich das Ifo-Geschäftsklima im März wie erwartet deutlich eingetrübt. Die Bewertung der aktuellen Lage bleibt zwar unverändert - auf die kommenden Monate blicken die befragten Unternehmen aber deutlich skeptischer. "Verwunderlich ist das nicht, die zarten Konjunkturhoffnungen der deutschen Wirtschaft verpuffen aufgrund der Krise im Nahen Osten immer mehr. Je länger der Krieg dauert, desto schwerwiegender dürften die Auswirkungen auf die deutsche und die globale Wirtschaft werden", so die DZ Bank.
Puma steigen um 6,9 Prozent. Grund dafür sind die starken Ergebnisse des chinesischen Sportartikelhändlers Anta Sports, der zum größten Aktionär des deutschen Konzerns aufsteigen soll. Anta hatte sich im Januar auf den Kauf einer Beteiligung von 29 Prozent an Puma geeinigt. Das in Hongkong börsennotierte Unternehmen habe für das zweite Halbjahr 2025 einen Umsatz gemeldet, der um 1 Prozent über den Konsensprognosen gelegen habe, während der Nettogewinn um 2 Prozent höher ausgefallen sei, so Jefferies.
Lanxess schießen nach Hochstufung auf "Overweight" durch JP Morgan um 15,8 Prozent nach oben. Nach Ansicht der Analysten ist Lanxess am besten für das potenzielle kurzfristige Aufwärtspotenzial aus den andauernden Produktionsunterbrechungen in der APAC-Region aufgrund des Konflikts im Nahen Osten gerüstet.
Für Jenoptik geht es nach endgültigen Geschäftszahlen um 11,2 Prozent nach oben. Diese enthalten keine Überraschungen, während der Ausblick den Markterwartungen entspricht. Das kräftige Kursplus dürfte also vor allem eine Gegenreaktion auf die zuletzt scharfe Korrektur in dem Titel darstellen.
=== Euro-Stoxx-50 5.651,58 +1,3 70,29 5.581,29 16,8 Stoxx-50 4.899,90 +1,2 57,89 4.842,01 11,9 DAX 22.977,58 +1,5 340,67 22.636,91 19,9 MDAX 28.808,29 +2,4 683,18 27.039,42 15,3 TecDAX 3.476,03 +1,8 59,72 3.091,28 4,8 SDAX 16.918,40 +2,4 401,11 13.062,07 22,4 CAC 7.847,27 +1,3 103,35 7.743,92 10,0 SMI 12.675,92 +1,3 159,98 12.515,94 11,4 ATX 5.389,64 +2,3 121,06 5.268,58 38,3 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:59 EUR/USD 1,1596 -0,1 -0,0011 1,1607 1,1583 EUR/JPY 184,35 +0,1 0,1700 184,18 184,0800 EUR/CHF 0,9153 +0,1 0,0005 0,9148 0,9161 EUR/GBP 0,8653 +0,0 0,0002 0,8651 0,8652 USD/JPY 158,98 +0,2 0,3000 158,68 158,9100 GBP/USD 1,3399 -0,1 -0,0010 1,3409 1,3380 USD/CNY 6,8963 +0,1 0,0045 6,8918 6,8918 USD/CNH 6,9008 +0,1 0,0098 6,8910 6,8974 AUS/USD 0,6959 -0,5 -0,0034 0,6993 0,6966 Bitcoin/USD 71.364,27 +1,9 1.302,48 70.061,79 69.444,30 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 88,57 -4,1 -3,78 92,35 Brent/ICE 100,62 -3,7 -3,87 104,49 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.548,02 +1,7 74,44 4.473,59 Silber 72,84 +2,3 1,62 71,22 Platin 1.955,85 +1,1 21,17 1.934,68 ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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