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09:18 Uhr, 05.01.2026

MÄRKTE ASIEN/Technologierally mit Fortsetzung - Venezuela kein Thema

DOW JONES--Die technologiegetriebene Rally an den asiatischen Börsen hat sich am Montag fortgesetzt. Da zuletzt noch nicht alle Handelsplätze geöffnet waren, vollzogen einige Börsen der Region die Aufschläge vom vergangenen Freitag nach - so wie in Japan. Händler sprachen von einem ungebrochenen KI-Boom. Die Risikobereitschaft unter Anlegern schien von den geopolitischen Spannungen weitgehend unberührt, nachdem die USA einen Angriff auf Venezuela gestartet und Machthaber Nicolas Maduro gefangen genommen hatten.

Nach Aussage von Ib Fredslund Madsen, Chefstratege der Jyske Bank, haben Anleger sich in den vergangenen Jahren mit einer Reihe von scheinbar gewaltsamen geopolitischen Ereignissen auseinandersetzen müssen, aber keines davon habe einen nachhaltigen Einfluss auf die Märkte ausgeübt.

Der marktbreite Topix in Japan und der südkoreanische Kospi verbuchten Allzeithochs. Der japanische Leitindex Nikkei-225 stieg auf ein Zweimonatshoch und legte um 3 Prozent auf 51.833 Punkte zu - getrieben von den Sektoren Halbleiter und Schwerindustrie. Die Chiptitel Advantest und Tokyo Electron zogen um 7,8 und 7,6 Prozent an. Gestützt wurde der japanische Aktienmarkt auf von einem zum Dollar nachgebenden Yen. Dass der Yen gesunken sei, zeige, wie wenig die Geopolitik eine Rolle gespielt habe, hieß es. Auch die Kurse japanischer Staatsanleihen gaben nach - die Renditen stiegen somit.

Der technologielastige Kospi legte um weitere 3,4 Prozent zu - befeuert von Halbleiter- und Rüstungstiteln. Die schwer gewichteten Samsung Electronics schnellen um 7,5 Prozent in die Höhe, nachdem die Titel bereits am Freitag Rekordstände markiert hatten.

In China stagnierte der HSI in Hongkong und der Shanghai-Composite gewann 1,4 Prozent. Der HSI hatte bereits am Freitag deutlich zugelegt, auf dem Festland wurden diese Aufschläge nun nachgeholt, weil dort erst am Montag wieder gehandelt wurde. Bei den chinesischen Dienstleistern war die Geschäftsaktivität im Dezember langsamer gewachsen. Der von RatingDog und dem Researchhaus S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Servicesektor blieb aber klar im Expansion anzeigenden Bereich. Der auf Daten der staatlichen Statistikbehörde basierende offizielle Einkaufsmanagerindex war im Dezember leicht gestiegen.

Chinas Bemühungen, die Binnenwirtschaft durch Konsum und Dienstleistungen anzukurbeln, befänden sich noch in einem frühen Stadium, urteilten die Analysten von Goldman Sachs. Der private Konsum werde 2026 wahrscheinlich weiterhin durch einen schwachen Arbeitsmarkt und fallende Immobilienpreise belastet, so die Analysten. Der Staatskonsum könnte aber helfen, die Schwäche auszugleichen.

Ölaktien in China zählten zu den Verlierern, da China viel Erdöl aus Venezuela importiert. Dieses Angebot könnte nun in Gefahr sein, hieß es. Cnooc und Sinopec verloren 3,5 bzw. 2,1 Prozent - PetroChina verbilligten sich um 3,3 Prozent.

Der australische S&P/ASX-200 schloss unverändert. Technologiewerte spielen in diesem Index keine Rolle.

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INDEX                     zuletzt       +/- %      % YTD       Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.728,60       +0,0%      +0,2%      06:00 
Nikkei-225 (Tokio)      51.832,80       +3,0%         0%      07:00 
Kospi (Seoul)            4.457,52       +3,4%      +5,8%      07:30 
Shanghai-Comp.           4.023,42       +1,4%         0%      08:00 
Hang-Seng (Hongk.)      26.341,68       +0,0%      +2,6%      09:00 
 
DEVISEN                   zuletzt       +/- %      00:00  Fr, 08:14   % YTD 
EUR/USD                    1,1689        -0,2     1,1714     1,1745   +0,0% 
EUR/JPY                    183,59        -0,0     183,67     184,29   -0,2% 
EUR/GBP                    0,8706        -0,0     0,8707     0,8721   -0,0% 
GBP/USD                    1,3426        -0,2     1,3450     1,3468   +0,0% 
USD/JPY                    157,06         0,2     156,77     156,91   -0,1% 
USD/KRW                  1.447,47         0,3   1.442,48   1.444,13   +0,1% 
USD/CNY                    7,0259         0,1     7,0207     7,0183   -0,1% 
USD/CNH                    6,9763         0,1     6,9711     6,9710   -0,0% 
USD/HKD                    7,7864        -0,1     7,7917     7,7907   +0,5% 
AUD/USD                    0,6676        -0,2     0,6686     0,6692   +0,3% 
NZD/USD                    0,5751        -0,1     0,5758     0,5759   +0,2% 
BTC/USD                 92.493,45         1,4  91.205,90  88.935,45   +2,2% 
 
ROHÖL                     zuletzt  VT-Schluss      +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                   56,81       57,32      -0,9%      -0,51  -20,1% 
Brent/ICE                   61,88       61,92      -0,1%      -0,04  -18,6% 
 
METALLE                   zuletzt      Vortag      +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold                     4.420,37    4.332,42      +2,0%     +87,95   +0,3% 
Silber                      75,51      72,858      +3,6%      +2,65   +2,2% 
Platin                   1.899,93    1.827,82      +3,9%     +72,11   +3,9% 
Kupfer                       5,80        5,64      +2,8%      +0,16  +41,0% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/hab

DOW JONES--Die technologiegetriebene Rally an den asiatischen Börsen hat sich am Montag fortgesetzt. Da zuletzt noch nicht alle Handelsplätze geöffnet waren, vollzogen einige Börsen der Region die Aufschläge vom vergangenen Freitag nach - so wie in Japan. Händler sprachen von einem ungebrochenen KI-Boom. Die Risikobereitschaft unter Anlegern schien von den geopolitischen Spannungen weitgehend unberührt, nachdem die USA einen Angriff auf Venezuela gestartet und Machthaber Nicolas Maduro gefangen genommen hatten.

Nach Aussage von Ib Fredslund Madsen, Chefstratege der Jyske Bank, haben Anleger sich in den vergangenen Jahren mit einer Reihe von scheinbar gewaltsamen geopolitischen Ereignissen auseinandersetzen müssen, aber keines davon habe einen nachhaltigen Einfluss auf die Märkte ausgeübt.

Der marktbreite Topix in Japan und der südkoreanische Kospi verbuchten Allzeithochs. Der japanische Leitindex Nikkei-225 stieg auf ein Zweimonatshoch und legte um 3 Prozent auf 51.833 Punkte zu - getrieben von den Sektoren Halbleiter und Schwerindustrie. Die Chiptitel Advantest und Tokyo Electron zogen um 7,8 und 7,6 Prozent an. Gestützt wurde der japanische Aktienmarkt auf von einem zum Dollar nachgebenden Yen. Dass der Yen gesunken sei, zeige, wie wenig die Geopolitik eine Rolle gespielt habe, hieß es. Auch die Kurse japanischer Staatsanleihen gaben nach - die Renditen stiegen somit.

Der technologielastige Kospi legte um weitere 3,4 Prozent zu - befeuert von Halbleiter- und Rüstungstiteln. Die schwer gewichteten Samsung Electronics schnellen um 7,5 Prozent in die Höhe, nachdem die Titel bereits am Freitag Rekordstände markiert hatten.

In China stagnierte der HSI in Hongkong und der Shanghai-Composite gewann 1,4 Prozent. Der HSI hatte bereits am Freitag deutlich zugelegt, auf dem Festland wurden diese Aufschläge nun nachgeholt, weil dort erst am Montag wieder gehandelt wurde. Bei den chinesischen Dienstleistern war die Geschäftsaktivität im Dezember langsamer gewachsen. Der von RatingDog und dem Researchhaus S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Servicesektor blieb aber klar im Expansion anzeigenden Bereich. Der auf Daten der staatlichen Statistikbehörde basierende offizielle Einkaufsmanagerindex war im Dezember leicht gestiegen.

Chinas Bemühungen, die Binnenwirtschaft durch Konsum und Dienstleistungen anzukurbeln, befänden sich noch in einem frühen Stadium, urteilten die Analysten von Goldman Sachs. Der private Konsum werde 2026 wahrscheinlich weiterhin durch einen schwachen Arbeitsmarkt und fallende Immobilienpreise belastet, so die Analysten. Der Staatskonsum könnte aber helfen, die Schwäche auszugleichen.

Ölaktien in China zählten zu den Verlierern, da China viel Erdöl aus Venezuela importiert. Dieses Angebot könnte nun in Gefahr sein, hieß es. Cnooc und Sinopec verloren 3,5 bzw. 2,1 Prozent - PetroChina verbilligten sich um 3,3 Prozent.

Der australische S&P/ASX-200 schloss unverändert. Technologiewerte spielen in diesem Index keine Rolle.

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INDEX                     zuletzt       +/- %      % YTD       Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.728,60       +0,0%      +0,2%      06:00 
Nikkei-225 (Tokio)      51.832,80       +3,0%         0%      07:00 
Kospi (Seoul)            4.457,52       +3,4%      +5,8%      07:30 
Shanghai-Comp.           4.023,42       +1,4%         0%      08:00 
Hang-Seng (Hongk.)      26.341,68       +0,0%      +2,6%      09:00 
 
DEVISEN                   zuletzt       +/- %      00:00  Fr, 08:14   % YTD 
EUR/USD                    1,1689        -0,2     1,1714     1,1745   +0,0% 
EUR/JPY                    183,59        -0,0     183,67     184,29   -0,2% 
EUR/GBP                    0,8706        -0,0     0,8707     0,8721   -0,0% 
GBP/USD                    1,3426        -0,2     1,3450     1,3468   +0,0% 
USD/JPY                    157,06         0,2     156,77     156,91   -0,1% 
USD/KRW                  1.447,47         0,3   1.442,48   1.444,13   +0,1% 
USD/CNY                    7,0259         0,1     7,0207     7,0183   -0,1% 
USD/CNH                    6,9763         0,1     6,9711     6,9710   -0,0% 
USD/HKD                    7,7864        -0,1     7,7917     7,7907   +0,5% 
AUD/USD                    0,6676        -0,2     0,6686     0,6692   +0,3% 
NZD/USD                    0,5751        -0,1     0,5758     0,5759   +0,2% 
BTC/USD                 92.493,45         1,4  91.205,90  88.935,45   +2,2% 
 
ROHÖL                     zuletzt  VT-Schluss      +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                   56,81       57,32      -0,9%      -0,51  -20,1% 
Brent/ICE                   61,88       61,92      -0,1%      -0,04  -18,6% 
 
METALLE                   zuletzt      Vortag      +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold                     4.420,37    4.332,42      +2,0%     +87,95   +0,3% 
Silber                      75,51      72,858      +3,6%      +2,65   +2,2% 
Platin                   1.899,93    1.827,82      +3,9%     +72,11   +3,9% 
Kupfer                       5,80        5,64      +2,8%      +0,16  +41,0% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
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