LOCKHEED MARTIN sitzt auf 194 Mrd. USD an Rüstungsaufträgen
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- Lockheed Martin Corp.Kursstand: 597,270 $ (NYSE) - Zum Zeitpunkt der VeröffentlichungVerkaufenKaufen
- Lockheed Martin Corp. - WKN: 894648 - ISIN: US5398301094 - Kurs: 597,270 $ (NYSE)
Der Gewinn belief sich auf 1,34 Mrd. USD beziehungsweise 5,80 USD je Aktie. Analysten hatten im Schnitt mit 5,86 USD gerechnet.
Auf operativer Ebene fiel das Zahlenwerk robuster aus. Der operative Cashflow sprang im Schlussquartal auf 3,2 Mrd. USD nach 1,0 Mrd. USD ein Jahr zuvor. Der Free Cashflow erreichte 2,8 Mrd. USD, allerdings nach einer Pensionszahlung von 860 Mio. USD. Im Vorjahresquartal hatte der freie Mittelzufluss lediglich 441 Mio. USD betragen.
Rekordaufträge, gedämpfter Jahresgewinn
Im Gesamtjahr 2025 steigerte Lockheed Martin den Umsatz um 6 % auf 75,0 Mrd. USD. Der Nettogewinn sank dagegen auf 5,0 Mrd. USD beziehungsweise 21,49 USD je Aktie, nach 5,34 Mrd. USD und 22,31 USD im Vorjahr. Belastend wirkte vor allem eine nicht operative Pensionsabrechnung: Im Dezember übertrug der Konzern Pensionsverpflichtungen und Vermögenswerte an Versicherer und verbuchte dafür eine Belastung von 479 Mio. USD, nach Steuern 377 Mio. USD oder 1,63 USD je Aktie.
Operativ zeigte sich das Unternehmen dennoch stabil. Der operative Cashflow belief sich 2025 auf 8,6 Mrd. USD, der Free Cashflow auf 6,9 Mrd. USD. Die im Jahresverlauf geleistete Pensionszahlung von 860 Mio. USD deckt nach Unternehmensangaben faktisch bereits die Verpflichtung für 2026 ab. Der Auftragsbestand stieg zum Jahresende auf den Rekordwert von 194 Mrd. USD und unterstreicht die anhaltend hohe Nachfrage nach militärischen Systemen.
F-35 treibt Umsatz, Raketenprogramme sorgen für Marge
Im größten Segment Aeronautics legten die Quartalsumsätze auf 8,5 Mrd. USD zu. Lockheed lieferte im vierten Quartal 48 F-35-Jets aus. Die operative Marge verbesserte sich im Schlussquartal auf 9,2 %, blieb im Gesamtjahr mit 6,9 % jedoch deutlich unter dem Vorjahresniveau. Ausschlaggebend waren geringere Profitanpassungen sowie Belastungen aus zuvor verbuchten Verlusten aus klassifizierten Programmen und beim C-130-Transportflugzeug.
Deutlich stärker entwickelte sich das Segment Missiles and Fire Control. Die Umsätze stiegen im Gesamtjahr um 14 % auf 14,45 Mrd. USD, die operative Marge erreichte 13,8 %. Treiber waren der Produktionshochlauf bei taktischen Raketen wie JASSM und LRASM sowie bei Luftverteidigungssystemen, insbesondere PAC-3. Nach erheblichen Verlusten im Vorjahr drehte das Segment wieder klar in die Gewinnzone.
Rotary and Mission Systems wuchs im Umsatz nur moderat und verzeichnete einen deutlichen Ergebnisrückgang. Belastend wirkten hier vor allem Verlustbuchungen auf Programme wie CMHP und TUHP sowie ungünstige Vertrags- und Kostenmixeffekte im Hubschraubergeschäft. Das Space-Segment entwickelte sich vergleichsweise stabil, mit leicht steigenden Umsätzen und einer Marge von gut 10 %.
Für 2026 stellt Lockheed Martin einen Umsatz von 77,5 Mrd. USD bis 80,0 Mrd. USD in Aussicht (erwartet: 77,89 Mrd. USD). Der Gewinn je Aktie soll auf 29,35 USD bis 30,25 USD steigen (erwartet: 29,10). Die Prognosen liegen also komfortabel über den Markterwartungen. Besonders ambitioniert fällt der Cashflow-Ausblick aus: Der operative Mittelzufluss wird mit 9,15 Mrd. USD bis 9,45 Mrd. USD erwartet, der Free Cashflow mit 6,5 Mrd. USD bis 6,8 Mrd. USD. Gleichzeitig plant der Konzern deutlich höhere Investitionen von 2,5 Mrd. USD bis 2,8 Mrd. USD.
Konzernchef Jim Taiclet verweist auf eine "beispiellose Nachfrage“ nach den Systemen des Unternehmens und auf Investitionen von mehr als 3,5 Mrd. USD im Jahr 2025 in Produktionskapazitäten und neue Technologien. Zudem sieht sich Lockheed gut positioniert für neue Beschaffungsmodelle des US-Verteidigungsministeriums, unter anderem durch langfristige Rahmenvereinbarungen im Raketengeschäft. Die Lockheed-Martin-Aktie konnte zuletzt deutlich zulegen, nachdem Trump stark steigende Rüstungsausgaben in den kommenden Jahren in Aussicht gestellt hatte.
Fazit: Lockheed Martin liefert operativ stark. Rekordaufträge, steigende Umsätze und ein deutlich verbesserter Cashflow sprechen für hohe Visibilität in den kommenden Jahren. Lockheed hatte jedoch 2025 einige Ausfälle bei militärischen Programmen zu beklagen. Diese Sondererffekte sind jetzt hoffentlich bereinigt. Vorbörslich geht die Aktie steil, weil der Ausblick deutlich höher als erwartet ausfällt. Nach der jüngsten Kursrally rate ich aber nicht mehr zum Einstieg. Besser auf Rücksetzer warten!
| Jahr | 2025e* | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mrd. USD | 74,58 | 77,85 | 81,12 |
| Ergebnis je Aktie in USD | 21,70 | 29,10 | 31,26 |
| KGV | 28 | 21 | 19 |
| Dividende je Aktie in USD | 13,30 | 14,00 | 14,50 |
| Dividendenrendite | 2,23% | 2,35% | 2,43% |
|
*e = erwartet, Berechnungen basieren bei |

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Es wird wieder bis an die Zähnen bewaffnet.....
Beängstigend !!!!!