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07:26 Uhr, 08.05.2024

Lanxess sieht 2024 bereinigtes EBITDA 10% bis 20% über Vorjahr

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Von Britta Becks

FRANKFURT (Dow Jones) - Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat im ersten Quartal wegen schwacher Nachfrage in der chemischen Industrie einen Gewinneinbruch verbucht, sieht im Vergleich zum Schlussquartal 2023 jedoch einen leichten Aufwärtstrend und rechnet mit einer leichten Belebung der Nachfrage im weiteren Jahresverlauf. Für das zweite und dritte Quartal 2024 erwartet der Kölner MDAX-Konzern einen sequenziellen Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen. Saisonal bedingt dürfte die Entwicklung im vierten Quartal aber gedämpfter ausfallen. Für das Gesamtjahr 2024 stellte Lanxess eine Steigerung des EBITDA vor Sondereinflüssen um 10 bis 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr (512 Millionen Euro) in Aussicht.

In den Monaten Januar bis März verringerte sich der Umsatz um 15,4 Prozent auf 1,607 Milliarden Euro. Analysten hatten im Mittel Erlöse von 1,578 Milliarden Euro erwartet. Das EBITDA vor Sondereinflüssen sackte aufgrund niedrigerer Verkaufspreise sowie einer schwachen Nachfrage in zahlreichen Abnehmerindustrien auf 101 von 189 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum ab. Hier waren Analysten im Mittel von 98 Millionen Euro ausgegangen. Lanxess selbst hatte für das abgelaufene Quartal ein EBITDA vor Sondereinflüssen von bis zu 100 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Besonders stark legten beim EBITDA vor Sondereinflüssen die Segmente Advanced Intermediates (plus 54 Prozent) und Specialty Additives (plus 17 Prozent) zu.

"Es scheint, dass wir die konjunkturelle Talsohle in der Chemie erreicht haben. Gleichzeitig wirkt sich unser Aktionsplan Forward! mit ersten strukturellen Einsparungen positiv aus", sagte Vorstandsvorsitzender Matthias Zachert. "Wir gehen davon aus, dass sich der positive Trend im zweiten Quartal fortsetzt und wir im Gesamtjahr bessere Ergebnisse erzielen werden als 2023. Für eine Entwarnung ist es allerdings deutlich zu früh. Die Nachfrage ist weltweit noch nicht auf ein normales Niveau zurückgekehrt und daher bleibt 2024 für die Chemie sicherlich noch ein angespanntes Jahr."

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

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