Lagarde: EZB wird nicht verfrüht handeln - aber wenn nötig
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Von Hans Bentzien
DOW JONES--Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach den Worten ihrer Präsidentin Christine Lagarde auf den Schock durch den Iran-Krieg nicht übereilt reagieren, aber dann, wenn es sich als nötig erweisen sollte. In einer Rede bei der Konferenz "The ECB and its Watchers" in Frankfurt verwies Lagarde einerseits darauf, dass derzeit die stärkste Lieferunterbrechung seit Bestehen internationaler Ölmärkte stattfinde und Verbraucher sowie Unternehmen die hohe Inflation der vergangenen Jahre noch in Erinnerung hätten. Andererseits hielt sie fest, dass es gegenüber den Verhältnissen nach Ende der Covid-Pandemie und zu Beginn des Ukraine-Kriegs einige Unterschiede gebe.
Folgende Unterschiede nannte sie:
1. Der anfängliche Schock sei bisher noch kleiner als der von 2022.
2. Das makroökonomische Umfeld sei heute günstiger.
3. Die makroökonomische Politik sei weniger unterstützend.
"Wir werden nicht handeln, bevor wir ausreichende Informationen über die Größe und Hartnäckigkeit des Schocks sowie seine Ausbreitung haben. Wir werden uns jedoch nicht von Zögern lähmen lassen: Unser Engagement, mittelfristig eine Inflation von 2 Prozent zu erreichen, ist bedingungslos", sagte sie.
Kontakt: hans.bentzien@dowjones.com
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