Krypto-Treffen in den USA: Leitet das Weiße Haus jetzt die Trendwende ein?
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Der heftige Crash der letzten Tage sitzt Krypto-Anlegern noch tief in den Knochen. Es herrscht Endzeitstimmung an den Märkten, auch weil positive Meldungen, die auf ein Ende des Abverkaufs schließen lassen würden, rar gesät sind. Inmitten dieses Sentiment macht ausgerechnet ein Treffen in den USA nun neue Hoffnung.
Das Weiße Haus unternimmt offenbar einen neuen Versuch, um regulatorische Entwicklungen rund um den Clarity Act voranzubringen. Wie Crypto in America berichtet, versandte das Oval Office Einladungen an wichtige Vertreter der Banken- und Krypto-Branche.
Zwischen beiden Industrien hatten heftige Diskussionen über die letzten Wochen zugenommen. Dabei ging es vor allem um die Frage, ob Verzinsungen von Stablecoins gesetzlich verankert werden sollen. US-Großbanken und speziell die Krypto-Börse Coinbase gerieten in einen Streit, der teils auch persönlich wurde. In der Folge wurde eine für Januar angesetzte Abstimmung im Bankenausschuss des Senats verschoben und dürfte voraussichtlich erst im März stattfinden.
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US-Regierung verliert Geduld mit Coinbase
Die Bankenbranche argumentiert: Durch den deutlich höheren Zinssatz, den Nutzer auf ihre Stablecoin-Einlagen auf Coinbase bekämen, würden sie incentiviert, ihr Geld in Krypto umzuschichten. Dies führe zu Liquiditätsproblemen vor allem bei Regionalbanken, die dann beispielsweise keine Kredite mehr an Unternehmen vergeben könnten.
Rückendeckung dafür gab es jüngst von US-Finanzminister Scott Bessent. Bei einer Anhörung vor dem Kongress am vergangenen Donnerstag, sagte er: “Ich habe mich immer für diese kleinen Banken eingesetzt. Ich bin ein Verfechter dieser kleinen Banken, und Einlagenvolatilität wollen wir vermeiden. Es ist die Stabilität dieser Einlagen, die es ihnen ermöglicht, Kredite an kleine Unternehmen und Immobilien in ihren Gemeinden zu vergeben.”
Insgesamt betonte der Finanzminister nochmal die Wichtigkeit der Gesetzgebung und sendete eine indirekte Botschaft an Coinbase: “Wir müssen den Clarity Act über die Ziellinie bringen. Markteilnehmer, die sich daran nicht beteiligen wollen, sollen nach El Salvador umziehen.”
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“Clarity Act ist ein Gatekeeper für institutionelle Investments”
Aber nicht nur die US-Regierung setzt große Hoffnungen in den Clarity Act, sondern auch viele Marktbeobachter. Angesichts der derzeit angespannten Lage bei Bitcoin und Co. könnte eine zeitnahe Umsetzung des Gesetzes institutionelles Kapital anlocken. So sagte etwa Hedgefonds-Manager Anthony Scaramucci jüngst gegenüber CNBC: “Der Clarity Act ist ein Gatekeeper für institutionelle Investments. Viele der Player wollen Klarheit von der US-Regierung, bevor sie in Bitcoin investieren.”
Es dürfte vor allem darauf ankommen, ob sich die Krypto- und Bankenbranche in Sachen Stablecoins auf einen Kompromiss wird einigen können. Laut US-Medienberichten signalisierten nach der Einladung aus dem Weißen Hause beide Lager Gesprächsbereitschaft.
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