Kontron: Pflichtangebot von Ennoconn setzt Kursuntergrenze
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Bei Kontron kommt es wie avisiert zu einem Pflichtangebot durch den Großaktionär Ennoconn. Hintergrund ist das laufende Aktienrückkaufprogramm von Kontron, durch das Ennoconn die Schwelle von 30 % der Stimmrechte passiv überschritten hat. Nach den gesetzlichen Vorgaben muss der taiwanische Technologiekonzern nun ein Übernahmeangebot über 23,50 Euro je Aktie in bar vorlegen. Das Angebot liegt lediglich 2,4 % über dem Schlusskurs vom 9. Juni und nur knapp über dem gesetzlichen Mindestpreis von 23,48 Euro.
Aus Sicht vieler Analysten spiegelt die Offerte den inneren Wert des Unternehmens jedoch nicht wider. Warburg Research sieht weiterhin ein Kursziel von 28,50 Euro und damit ein Aufwärtspotenzial von rund 21 %. Cantor liegt bei 34 Euro. Als Treiber gelten die bevorstehende Hochlaufphase großer Aufträge in den Bereichen Bahntechnik, Verteidigung und 5G-Kommunikation, die ab 2027 für eine deutliche Beschleunigung des Wachstums sorgen sollen.
Zusätzliche Unterstützung erhält diese Einschätzung durch Vorstandschef Hannes Niederhauser, der angekündigt hat, seinen Anteil von rund 2,2 % nicht anzudienen. Sprich: Das Management sieht den fairen Wert deutlich oberhalb des Angebotspreises.
Das Pflichtangebot sichert den Aktienkurs kurzfristig ab, eine hohe Annahmequote halten wir für wenig wahrscheinlich.
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