Analyse
11:30 Uhr, 14.07.2026

KLARNA sammelt Kapital für den US-Angriff

Klarna will Kreditrisiken aus seinem Kerngeschäft an Investoren weiterreichen. Der schwedische Zahlungsdienstleister arbeitet nach Informationen von Bloomberg an einer Risikotransfer-Transaktion, die an ein Portfolio von "Buy now, pay later"-Krediten im Volumen von rund 5 Mrd. SEK (etwa 516 Mio. USD) gekoppelt ist.

Die Darlehen stammen aus der schwedischen Einheit des Konzerns, der Abschluss könnte noch in diesem Quartal gelingen.. Das Ziel ist klar umrissen: Kapital freisetzen, um die internationale Expansion zu beschleunigen, allen voran in den USA.

Hinter dem Kürzel SRT verbirgt sich ein "Significant Risk Transfer", also eine signifikante Risikoübertragung. Banken versichern damit Teile ihrer Kreditbücher gegen Ausfälle, typischerweise zwischen 5 % und 15 % des Portfoliowerts. Der Effekt: Die Solvenzquoten steigen, ohne dass das Institut neues Eigenkapital ausgeben und damit seine Aktionäre verwässern muss. Zugleich entsteht Spielraum für neues Kreditgeschäft, Zukäufe oder Ausschüttungen. Investoren greifen gern zu, denn die Kupons solcher Transaktionen liegen häufig über 10 %.

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