Analyse
16:00 Uhr, 11.06.2026

KKR setzt auf den KI-Stromboom

Die nächste große Wette der Finanzindustrie könnte weder auf Software noch auf Chips liegen. Sie könnte auf Stromleitungen, Rechenzentren und Glasfaserkabel setzen.

Während Investoren über die Nachhaltigkeit des KI-Hypes diskutieren und sich die Märkte zwischen Wachstumsfantasie und Rezessionssorgen bewegen, positioniert sich KKR in einer Rolle, die deutlich weniger spektakulär wirkt, aber möglicherweise entscheidender ist: als Lieferant der physischen Infrastruktur hinter der digitalen Revolution. Auf der Morgan Stanley US Financials Conference machte Raj Agrawal, Global Head of Real Assets bei KKR, deutlich, wie stark sich das Verständnis von Infrastruktur in den vergangenen Jahren verändert hat. Was einst als Welt von Mautstraßen, Häfen und Flughäfen galt, umfasst heute Rechenzentren, Mobilfunkmasten, Stromnetze und Energieerzeugung. Besonders die Bereiche digitale Infrastruktur und Energieversorgung gehören laut Agrawal zu den am schnellsten wachsenden Segmenten der Weltwirtschaft.

Defensive Anlageklasse mit Wachstumspotenzial

Der Erfolg der Infrastrukturstrategie kommt zu einer Zeit, in der viele Investoren nach Stabilität suchen. Hohe Zinsen, geopolitische Konflikte, volatile Aktienmärkte und die Unsicherheit über die langfristigen Folgen künstlicher Intelligenz erhöhen den Druck auf institutionelle Anleger.

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