Analyse

KION – Starker Auftragseingang bei wenig Profit

Kion bringt am heutigen Morgen gemischte Zahlen heraus. Einige Kennzahlen enttäuschen andere liegen hingegen über den Prognosen. Eine Bestandsaufnahme.

Erwähnte Instrumente

  • KION GROUP AG
    ISIN: DE000KGX8881Kopiert
    Kursstand: 42,660 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • KION GROUP AG - WKN: KGX888 - ISIN: DE000KGX8881 - Kurs: 42,660 € (XETRA)

Zwar bleibt die Prognose wie gehabt ausgesetzt, doch die meisten Analysten, dürften an das zweite Quartal höhere Erwartungen gehabt haben. Der Auftragseingang blieb derweil stark. Mit 3,75 Mrd. EUR liegt Kion 15,3 % oberhalb des Vorjahreswertes. Auch die Umsatzerlöse liegen um über 8 % höher bei 2,80 Mrd. EUR. Doch die Kion-Aktie scheint nicht völlig zu unrecht in schwerem Fahrwasser zu stecken.

EBIT und Cashflow enttäuschend

Runde 150 Mio. EUR hat der Konsens für das bereinigte EBIT bei Kion erwartet. Geworden sind es 141 Mio. EUR. Umsatz und Auftragseingang liegen für das zweite Quartal hingegen sehr bequem über den Erwartungen. Der freie Cashflow lag bei Minus 158,9 Mio. EUR für das Quartal und bei Minus 591 Mio. EUR zum Halbjahr. Im Vorjahr lag dieser noch mit über 300 Mio. EUR im positiven Bereich.

Man kann nur hoffen, dass Kion im Conference-Call hier zumindest einen Weg aus der Misere aufzeigen kann. Der stark negative Cashflow wirft sonst grundsätzliche Fragen auf. Im Quartalsbericht konnte ich jedenfalls nichts finden, was hier Aufklärung leistet. Hauptsächlich die Bestände an kurzfristigen Vermögenswerten haben im Gegenzug stark zugenommen. Das deutet auf eine hohe Lagerhaltung hin, um lieferfähig zu bleiben. Der Cashflow sollte also im Laufe des zweiten Halbjahrs wieder in den positiven Bereich drehen, wenn Kion Fahrzeuge ausliefert.

Die Nettofinanzschulden haben sich von 567 Mio. EUR im Vorjahr auf 1,429 Mrd. EUR erhöht. Die kurzfristige Finanzierung steht im Mittelpunkt. Im Grunde kann sich das Unternehmen ähnlich schnell entschulden, wie die Verschuldung aufgebaut worden ist. Wacker Neuson und andere Zulieferer in der Branche haben ähnliche Probleme in den letzten Jahren gehabt. Working Capital Management ist jetzt gefragt.

Fazit: Keine Zahlen, die begeistern dürften. Was nutzen Umsatz und Auftragseingang ohne Cashflow und Profite? Wenn es Kion gelingt im Analysten-Call einen Weg aufzuzeigen den Cashflow zu drehen, dann dürfte die Aktie durchaus positiv reagieren. Ansonsten denke, ich wird es eher schwer.

KION GROUP AG
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Der Autor hält Kion Aktien.

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Über den Experten

Sascha Gebhard
Sascha Gebhard
Redakteur

Sascha Gebhard hat nach einer klassischen Ausbildung zum Bankkaufmann im Laufe der Jahre bei verschiedenen Banken gearbeitet. Er absolvierte neben dem Beruf die Studiengänge zum Diplom-Betriebswirt (VWA) sowie den Finanz- und Investment Ökonom (VWA). Von 2008 bis 2016 war er als Eigenhändler auf eigene Rechnung an den Finanzmärkten aktiv. Weiterhin publizierte er für verschiedene Finanzverlage und schrieb zahlreiche Fachartikel rund um das Thema Börse. Die in den jeweiligen Diensten geführten Realgeld- sowie Musterdepots konnte stets überdurchschnittliche Renditen erwirtschaften. Sein Steckenpferd ist seit jeher der deutsche Aktienmarkt, wo er bestens vernetzt ist, und eine Vielzahl an Unternehmen bereits seit mehr als 15 Jahren aktiv verfolgt. Seit 2022 ist Sascha Gebhard fester Bestandteil des Redaktionsteams von stock3.

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