KI-Rausch in Asien erfasst Taxifahrer und Schüler
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Während Investoren in den USA auf Softwareanbieter und KI-Anwendungen setzen, profitieren in Asien vor allem jene Unternehmen, die die unverzichtbare Hardware für den Aufbau der neuen Infrastruktur liefern. Die Folge ist ein beispielloser Vermögenseffekt, der mittlerweile weite Teile der Bevölkerung in Taiwan, Südkorea und Japan erfasst hat.
Wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet, investieren inzwischen selbst Börsenneulinge, Taxifahrer und Jugendliche massiv in Aktien. Es erinnert vieles an den Internetboom der späten neunziger Jahre. Damals wurde beim Friseur oder im Taxi über kaum etwas anderes als Neuemissionen und die nächsten Kursraketen gesprochen. Ich erinnere mich noch gut an diese Zeit. In der Berufsschule handelten wir Yahoo-Optionsscheine und gaben unsere Kauf- und Verkaufsaufträge noch telefonisch bei der Bank in den Schulpausen auf.
Angetrieben wird die Euphorie dieses Mal bekanntlich von den spektakulären Kursgewinnen bei Halbleiter- und KI-Zulieferern, deren Produkte als unverzichtbare Grundlage für Rechenzentren, KI-Modelle und Cloud-Infrastruktur gelten.
