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08:48 Uhr, 20.07.2026

KI-Boom in Asien: Wie Speicherchips die Schwellenländer tragen

KOSPI und TAIEX mögen für die meisten Anlegerinnen und Anleger in Deutschland keine alltäglichen Kürzel sein – wer aber in den vergangenen Monaten einen Blick ins eigene Depot geworfen hat, dürfte festgestellt haben:

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Ausgerechnet die Schwellenländer-Positionen zählen derzeit zu den stärksten Performern, die sogar den MSCI World oder die USA übertreffen.

Der Grund für dieses ungewohnte Bild liegt in der Performance in Südkorea und Taiwan, wo Halbleiter- und KI-Unternehmen die Indizes massiv nach oben gezogen haben. Für Trader ist das mehr als eine Randnotiz, denn die KI-Wette verschiebt sich derzeit von den US-Chipdesignern hin zu den „Schaufelproduzenten“ in Asien.

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Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbozertifikaten. Turbozertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.

Speicherchips als heimlicher Star der Schwellenländer-Indizes

Wer einen genauen Blick in sein Portfolio wirft, merkt, dass vor allem ein Index derzeit für Gewinne sorgt. Die Emerging-Markets-Indizes (EM) performen gegenüber den westlichen Indizes deutlich besser. Das liegt maßgeblich an den gigantischen KI- und Chipunternehmen in Südkorea und Taiwan.

Laut des Indexanbieters MSCI macht der IT-Sektor im MSCI Emerging Markets-Index inzwischen deutlich über 40 Prozent aus. Samsung Electronics, SK Hynix und das taiwanische Schwergewicht Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) kommen zusammen auf knapp ein Viertel des gesamten Index. Wer heute in einen breiten EM-ETF investiert, kauft damit faktisch ein Halbleiter-Portfolio mit Emerging-Markets-Etikett.

Treiber ist der hohe Bedarf der Hyperscaler an Hochleistungsspeicher (HBM) und modernsten Prozessoren für KI-Beschleuniger. Der taiwanische Leitindex TAIEX hat diese Dynamik in diesem Jahr eindrucksvoll gespiegelt: Von rund 29.000 Punkten zu Jahresbeginn kletterte er bis zum 22. Juni auf ein Allzeithoch von 47.737 Punkten – fast eine Verdopplung binnen sechs Monaten. Allein TSMC, der Star im taiwanischen Leitindex, steuerte an manchen Handelstagen mehrere Hundert Punkte zum Anstieg bei.

Zeichen der Überhitzung

So beeindruckend die Rallye war, so wenig überraschend ist es, dass gerade etwas Luft abgelassen wird – nach einem derart steilen Anstieg gehört eine Korrektur zum normalen Marktverlauf dazu. Nach dem Rekordhoch Mitte Juni hat sich sowohl der TAIEX als auch der südkoreanische Leitindex KOSPI mittlerweile recht deutlich nach unten korrigiert.

Während die Korrektur des Leitindexes in Taiwan vergleichsweise gering ausfiel und nach wie vor auf hohem Niveau weilt, ist der KOSPI innerhalb weniger Wochen um rund ein Viertel eingebrochen. Mehrfach musste die Börse den Handel unterbrechen: Ein sogenannter Circuit Breaker stoppt automatisch den Handel, wenn es zu einem zu starken Kursverfall kommt – so soll ein unkontrollierter Crash verhindert werden. Genau dieser Mechanismus griff in Seoul in den vergangenen Wochen mehrfach.

Auch die Bewertungen sind sportlich: Samsung und SK Hynix werden mit Forward-Multiples von rund 30 beziehungsweise 35 gehandelt – deutlich über ihren historischen Niveaus. Hinzu kommt eine grundsätzliche Debatte, ob die milliardenschweren KI-Investitionen der US-Hyperscaler tatsächlich im erwarteten Tempo Erträge abwerfen. Diese Debatte hatte Auswirkungen auf den gesamten globalen Halbleitersektor, der daraufhin ebenfalls schwächelte.

Der Blick nach vorn bleibt konstruktiv

Trotz der jüngsten Turbulenzen bleiben viele Analysten optimistisch. An der strukturellen These ändert die jüngste Korrektur wenig: Solange Rechenzentren und KI-Modelle nach immer mehr Speicherbandbreiten verlangen, bleibt der Bedarf an HBM-Chips hoch, und die Marktmacht der wenigen Anbieter wie TSMC dürfte bestehen bleiben. Ein weiteres Signal für intaktes Anlegervertrauen lieferte erst Anfang Juli der Börsengang von SK Hynix an der Nasdaq: Mit rund 26,5 Milliarden US-Dollar Emissionsvolumen war es der größte US-Börsengang eines ausländischen Unternehmens überhaupt. Auch wenn die Korrektur im Anschluss deutlich ausfiel, spricht ein solcher Erfolg inmitten einer Korrekturphase für intakte Fundamentaldaten.

TSMC: Das Nadelöhr der globalen KI-Chip-Produktion

Innerhalb der asiatischen Chip-Rallye lohnt sich ein genauerer Blick auf das taiwanische Schwergewicht TSMC, den mit Abstand größten reinen Auftragsfertiger der Welt. Nach Daten von Counterpoint Research hält TSMC einen Marktanteil von rund 73 Prozent im globalen Foundry-Geschäft für externe Kunden wie Nvidia, Apple und AMD. Die Kapazitäten für die fortschrittlichsten 3-Nanometer-Fertigungsverfahren sind bereits bis weit ins Jahr 2027 praktisch ausgebucht, was dem Unternehmen erhebliche Preissetzungsmacht verschafft: Für moderne Fertigungsprozesse wurden die Preise 2026 bereits um 5 bis 10 Prozent angehoben.

Die operative Stärke schlägt sich auch in den Zahlen nieder: Im Juni meldete TSMC einen Umsatzsprung von rund 68 Prozent im Jahresvergleich, für das erste Halbjahr 2026 steht ein Umsatzplus von 35,6 Prozent zu Buche. Die Aktie bewegt sich nahe ihrem Rekordhoch und zeigte zuletzt eine deutlich ruhigere Kursentwicklung als die stärker auf einzelne Werte konzentrierten koreanischen Indizes – ein Hinweis darauf, dass eine breitere Kundenbasis über den gesamten KI-Chip-Markt hinweg auch mehr Stabilität in Korrekturphasen bedeuten kann.

So könnten Anleger handeln

Für risikofreudige Anleger, die davon ausgehen, dass die TSMC-Aktie nach der Korrektur ihre Outperformance fortsetzen und weiteres Potenzial besitzen wird, könnte ein Open End Turbo Long mit der WKN DU9Z8G eine mögliche Handlungsoption darstellen. Ein Turbo Long Zertifikat ermöglicht es Anlegern, mit einem Hebel überproportional an der Wertentwicklung der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren.

Anleger, die nach den jüngsten Kursbewegungen mit weiteren Rückschlägen oder einer längeren Konsolidierung im Halbleitersektor rechnen, könnten sich mit einem Endlos Turbo Short mit der WKN DN3AKL entsprechend positionieren.

Sollte sich die Markterwartung der Anleger nicht erfüllen, kann es zum Totalverlust des Einsatzkapitals kommen – etwa dann, wenn der Basiswert die Knock-Out Barriere erreicht, auf null fällt oder wenn der Emittent den Verpflichtungen aus dem Produkt aufgrund von Insolvenz oder behördlicher Anordnung nicht nachkommen kann.

Erläuterungen und Risikohinweise zu den Produkten

Diese Werbung richtet sich nur an Personen mit Wohn-/Geschäftssitz in Deutschland. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-wertpapiere.de veröffentlicht und können unter https://www.dzbank-wertpapiere.de/DU9Z8G bzw. https://www.dzbank-wertpapiere.de/DN3AKL (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung ebenfalls auf der Internetseite der DZ BANK unter https://www.dzbank-wertpapiere.de/DU9Z8G bzw. https://www.dzbank-wertpapiere.de/DN3AKL (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbozertifikaten. Turbozertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.

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