Käufe & Verkäufe im US-Kongress & Sondervermögen zweckentfremdet
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In der aktuellen Ausgabe des Podcasts “Aktientalk” sprechen unser Goldesel Michael Flender und Daniel von Investflow über die aktuell Lage am Markt und die Monsterzahlen von Adobe.
Darüber hinaus um Zahlen bei Zalando, eine massive Dividendenerhöhung bei der Hannover Rück und die KI-Probleme bei Meta.
Zum Schluss stellen Michael und Daniel noch drei Tech-Aktien vor, die sich aktuell gekauft haben oder noch kaufen wollen.
Warum Adobe trotz guter Zahlen weiter abgestraft wurde, welche Aktien Michael und Daniel jetzt gekauft haben und was die Märkte zuletzt belastet, das und vieles mehr erfahrt ihr in der aktuellen Ausgabe bei Apple Podcast, Spotify oder direkt bei Youtube.
Marktüberblick: Ruhe mit vielen Unbekannten
Im Vergleich zu den letzten Wochen scheint das Umfeld etwas zu konsolidieren. Dennoch bleiben mehrere Treiber, die rasch für Volatilität sorgen können:
- Straße von Hormus: Der Fluss durch die Straße von Hormus ist weiterhin eingeschränkt. Meldungen über Durchlass oder Blockaden, Drohnenangriffe oder Angriffe auf Schiffe können kurzfristig Öl und Risikoaufschläge treiben.
- Ölpreis: Nach Exzessen über 120 USD lieferte sich der Ölpreis zuletzt ein neues Gleichgewicht knapp unter 100 USD. Weiteres Auf und Ab hängt stark von der Sicherheitslage und Verhandlungen ab.
- Politik & NATO-Diskussionen: Länder diskutieren über Sicherungsmaßnahmen, viele Staaten wollen aber keine eigenen Truppen entsenden. Das erhöht die Unsicherheit.
- Private-Credit-Fonds: Sorgen um Ausfälle und hohe Rücknahmen belasten Teile des Marktes.
- Geldpolitik: Die Fed-Zinsentscheidung bleibt relevant: Zinssenkungen sind aktuell nicht unmittelbar eingepreist, vielleicht eine gegen Ende des Jahres.
Sartorius: Kandidat fürs „unbeliebteste Depot“?
Sartorius hat eine neue Mittelfristprognose vorgelegt: ab 2027 will das Unternehmen organisch 8–11 % Wachstum pro Jahr erreichen und die EBIT-Marge leicht steigern. Das ist für ein Qualitätsunternehmen im Bereich Labor- und Bioprocessing ein klar positives Signal.
Erklärung: Während Corona profitierten Hersteller von Laboranlagen massiv von der Pandemie-bedingten Nachfrage. Danach folgte ein starker Rückgang. Aktuell wirken Lagerbereinigungen weitgehend abgeschlossen – die Basis für nachhaltigeres Wachstum ist vorhanden. Das macht Sartorius zu einem plausiblen Kandidaten für ein Depot mit „unbeliebten“ aber soliden Werten.
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Nvidia-GTC: KI-Inferenz im Fokus
Nvidia positioniert sich nicht mehr „nur“ als Chiphersteller, sondern als Betreiber globaler KI-Infrastruktur. Kernaussagen und Implikationen:
- Inferenz statt nur Training: Die Nachfrage nach KI-Anwendungen explodiert. Während Training der Modelle wichtig war, verschiebt sich der Fokus zur Inferenz, also der produktiven Nutzung der Modelle.
- Vera Rubin Plattform: Neue Plattform mit deutlicher Effizienzsteigerung – doppelte Leistung gegenüber Vorgänger und niedrigere Kosten für Training und Inferenz.
- Partnerschaften: Kooperationen mit Uber (Robotaxis in 28 Städten geplant), Disney (humanoide Roboter-Demos) und weiteren Playern zeigen breite Anwendungsszenarien.
- Investitionsausblick: Nvidia sieht kumulierte KI-Infrastrukturinvestitionen bis 2027 im Bereich von einer Billion USD. Analysten reagieren positiv, gleichzeitig ist vieles davon bereits eingepreist.
Risiken bleiben: Viele Umsätze kommen weiterhin von Hyperscalern. Wenn diese Investitionen langsamer laufen, trifft das auch Nvidia. Zudem ist die Halbwertszeit von High-End-Chips kurz – Rechenzentren müssen ständig nachrüsten, was Renditen bei Dienstleistern belasten kann.
Micron, Nebius & die Rechenzentrumsökonomie
Micron liefert Speicher für die nächste Chip-Generation (HBM4) und wird deshalb genau beobachtet. Gleichzeitig zeigen Beispiele wie Nebius, dass Betreiber großer KI-Rechenzentren Kapital aufnehmen müssen (zum Teil über Wandelanleihen). Das zeigt:
- Hohe Kapitalbedarf bei Rechenzentrumsbetreibern.
- Risiko von Verwässerung durch Wandelanleihen.
- Enge Verzahnung zwischen Chipherstellern, Speicherlieferanten und Betriebsdienstleistern.
Das „unbeliebteste Depot der Welt“
Für unser nächstes Gewinnspiel planen wir ein Depot mit Qualitätsunternehmen, die derzeit unbeliebt sind – aber operativ nicht komplett verloren sind. Kriterien:
- Langjährige Geschäftsmodelle mit solidem Track Record.
- Momentane operative Schwäche oder zyklische Eintrübung, keine strukturelle Insolvenzgefahr.
- Preislich deutlich reduziert, gute Chance auf Erholung wenn Fundamentaldaten stabil bleiben.
Das Depot soll anschließend bei der nächsten Aktion mit unserem Depot-Partner dem Smartbroker verlost werden. Wenn ihr Aktien-Ideen für dieses Depot habt, schreibt sie gerne in die Kommentare bei Youtube.
Werbung: Quellensteuer zurückholen
Wer Dividenden aus dem Ausland erhält (Frankreich, Irland, Schweiz etc.) verliert oft beträchtliche Teile an Quellensteuer. Es lohnt sich, systematisch zu prüfen, ob eine Rückforderung möglich ist – häufig rückwirkend bis zu fünf Jahre. Mit unserem Partner Div-Tax kommt ihr ganz leicht wieder an eure Quellensteuer. Schaut gerne mal rein.
Kongress-Trades: Welche Käufe und Verkäufe sind relevant?
Abgeordnete des US-Kongresses handeln tatsächlich aktiv – und manche haben über Jahre eine beeindruckende Trefferquote vorzuweisen. Nancy Pelosi hat den S&P beispielsweise um den Faktor 3 outperformt. Aktuelle Beobachtungen:
- Käufe: Nvidia, Palo Alto Networks, Intel (wobei bei Intel auch Fördermittel-Themen eine Rolle spielten).
- Verkäufe: Visa, Mastercard (Bedenken wegen möglicher Regulierungen/Deckelungen), UnitedHealth (häufige Verkäufe in den letzten Wochen nach schwachen Zahlen).
Vorsicht: Käufe/Verkäufe liefern Hinweise, sind aber keine Garantien. Zeitverzögerungen, Options-Trades und persönliche Portfoliostrategien können die Aussagekraft mindern. Dennoch sind sie ein spannendes Ergänzungs-Signal für die eigene Recherche.
Deutschland: Sondervermögen größtenteils zweckentfremdet
Ergebnisse zweier deutscher Wirtschaftsinstitute legen nahe, dass ein Großteil des angekündigten Sondervermögens nicht für neue Investitionen genutzt wurde. Wichtige Zahlen:
- Bis zu 95 % der neu aufgenommenen Mittel sollen nicht in echte Infrastrukturinvestitionen geflossen sein.
- Tatsächliche Bundesinvestitionen steigen 2025 vermutlich nur minimal (ca. 1,3 Milliarden Euro über 2024), weit unter dem möglichen Bedarf.
Folgen: Kurzfristig mögen Haushaltslöcher gestopft worden sein, langfristig fehlt der Impuls für Wachstum durch fehlende Infrastrukturinvestitionen.
Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte
Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.
