K: Deutschland: Stagnation im 2. Quartal
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Externe Quelle: Postbank
Deutschland: Stagnation im 2. Quartal
Die deutsche Wirtschaft stagnierte im 2. Quartal 2005 im Vergleich zum Vorquartal. Dies entsprach den Markterwartungen, während wir mit einem moderaten Zuwachs gerechnet hatten. Zudem wurde das BIP-Wachstum des 1. Quartals von +1,0% auf +0,8 nach unten revidiert. Im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum expandierte die Wirtschaftsleistung im 2. Quartal um 1,5%. Allerdings standen im 2. Quartal 2005 zwei Arbeitstage mehr zur Verfügung. Rechnet man diesen Kalendereffekt heraus, so stieg die Wirtschaftsleistung gegenüber dem 2. Quartal 2004 nur um 0,6%.
Die Detaildaten zum BIP werden zwar erst am 23. August veröffentlicht. Das Statistische Bundesamt teilte aber bereits mit, dass im 2. Quartal bei der Binnennachfrage ein deutliches Plus verzeichnet werden konnte. Ausrüstungsinvestitionen, privater Verbrauch seien gestiegen. Zudem hätten die Lagerveränderungen einen positiven Wachstumsbeitrag erbracht. Kompensiert wurde dies aber durch Außenhandel. Zwar legten die Exporte weiter zu, der starke Anstieg der Importe ließ den Außenbeitrag aber in Minus gleiten.
Trotz der insgesamt enttäuschenden BIP-Daten gehen wir weiterhin davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im 2. Halbjahr wieder stärker Tritt fasst. Die Indikationen stehen günstig, dass der Außenhandel bereits im laufenden Quartal wieder einen positiven Wachstumsbeitrag erbringt. Optimistisch stimmt uns aber auch die breite Aufwärtsbewegung der Binnennachfrage im 2. Quartal. Die deutliche Stimmungsverbesserung bei den Unternehmen in den beiden letzten Monaten, aber auch harte Fakten, wie die jüngste Zunahme der Auftragseingänge, weisen darauf hin, dass dies keine Eintagsfliege gewesen sein sollte. Insofern sollte sich die Wachstumsbasis im 2. Halbjahr verbreitern und eine solide Aufwärtsbewegung ermöglichen.
Dennoch ist nach dem schwachen 2. Quartal und der Abwärtsrevision des 1. Quartals unsere bisherige Wachstumsprognose für das Jahr 2005 von 1,2% wohl nicht mehr zu erreichen. Es dürfte Deutschland sogar schwer fallen, beim BIP-Wachstum die 1-Prozent-Marke zu überspringen.
Euroraum wächst moderat
Im Euroraum ist das BIP im 2. Quartal um 0,3% gegenüber dem 1. Quartal gewachsen. Dies entsprach sowohl unseren eigenen Erwartungen als auch denen des Marktes. Nach den bislang vorliegenden Ergebnissen aus den EWU-Teilnehmerländern ergab sich dabei ein sehr breites Wachstumsspektrum. Positiv überraschte Italien, dessen BIP um 0,7% expandierte. Damit ist es Italien gelungen, die Rezession des Winterhalbjahres eindrucksvoll zu überwinden. Noch stärker um 1,2% wuchs das BIP in den Niederlanden. Allerdings war die Wirtschaftsleistung dort im 1. Quartal mit -0,8% auch außerordentlich gesunken. In Spanien legte das BIP um 0,9% zu, während es in Griechenland um 0,5% und in Finnland sogar um 1,2% schrumpfte.
Insgesamt kann festgestellt werden, dass die BIP-Entwicklung im 2. Quartal in den Ländern besonders günstig war, die im 1. Quartal im negativen Sinne herausragten, bzw. dort besonders schwach war, wo das 1. Quartal stark ausgefallen war. Ausnahmen sind Spanien und Finnland. In Spanien wuchs die Wirtschaft durchgehend robust, während in Finnland jetzt bereits das 2. Quartalsminus in Folge zu registrieren ist.
Für unsere Euroland-Wachstumsprognose von 1,4% für 2005 sehen wir keinen Änderungsbedarf. Auch hier erwarten wir im 2. Halbjahr eine leichte Verstärkung der konjunkturellen Auftriebskräfte.
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