Kommentar
15:35 Uhr, 12.03.2026

JPMorgan wegen Krypto-Betrug verklagt – schwere Vorwürfe gegen die US-Bank

Eine Sammelklage wirft der Großbank vor, verdächtige Transaktionen ignoriert und so einen mutmaßlichen Krypto-Betrug in dreistelliger Millionenhöhe ermöglicht zu haben.

Im Kontext des mutmaßlichen Krypto-Betrugs rund um Goliath Ventures ist in den USA eine Sammelklage gegen JPMorgan eingereicht worden. Investoren werfen der Bank vor, verdächtige Zahlungsströme nicht gestoppt zu haben, obwohl entsprechende Warnsignale erkennbar gewesen seien.

Laut Klageschrift soll Goliath Ventures von Januar 2023 bis Mitte 2025 mindestens 328 Millionen US-Dollar von mehr als 2.000 Anlegern eingesammelt haben. Ein Großteil der Gelder sei über ein Konto bei JPMorgan geflossen, von dort aus seien zudem hohe Summen an Wallets bei Coinbase weitergeleitet worden. Wörtlich heißt es darin:

Chase wusste aufgrund seiner Know-Your-Customer-Richtlinien tatsächlich, dass Goliath als ‘Private-Equity’-Krypto-Pool-Betreiber fungierte, der Geld für Investoren anlegte, ohne überhaupt über eine Lizenz für den Verkauf dieser Anlagen zu verfügen.

Obwohl JPMorgan-Chef Jamie Dimon die Branche in der Vergangenheit wiederholt kritisiert hatte, soll die Bank laut Klägern nicht verhindert haben, dass mutmaßliche Krypto-Betrüger ihr Bankensystem nutzten.

Die Staatsanwaltschaft erklärte, dass Goliath Ventures, früher bekannt als Gen-Z Venture Firm, das System von Januar 2023 bis Januar 2026 betrieben habe. In der Klage wird behauptet, dass JPMorgan von Januar 2023 bis Mai oder Juni 2025 die einzige Bank für Goliath war.

Auch Bank of America betroffen

Die Beschwerde spricht auch von Überweisungen von einem JPMorgan-Konto auf Goliath-Wallets bei Coinbase. Es wird behauptet, dass von Januar 2023 bis Juni 2025 etwa 253 Millionen US-Dollar auf ein Konto der Bank eingezahlt wurden. Davon wurden etwa 123 Millionen US-Dollar auf Goliath-Wallets überwiesen, die von Coinbase verwaltet werden.

In einer separaten Strafanzeige der US-Regierung heißt es, dass Goliath auch Geschäftskonten bei der Bank of America unterhielt. Laut der Anzeige vom 20. Februar soll Goliath-CEO Christopher Delgado Mitunterzeichner des BOA-Kontos 9136 gewesen sein. Zudem sollen Direktoren von Goliath gegenüber mindestens einem Investor erklärt haben, dass Delgado das Konto kontrolliere. Der Krypto-Unternehmer wurde bereits Ende Februar festgenommen. Im Fall einer Verurteilung drohen ihm bis zu 30 Jahre Haft.

Während JPMorgan und Co. mit juristischen Streitigkeiten beschäftigt sind, vermeldete Mastercard jüngst eine neue Krypto-Initiative.

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