Analyse
22:58 Uhr, 29.01.2026

JP Morgan zerstört den Short-Seller Report über Carvana

Die Bären haben versucht, Carvana mit einem Short-Report zu grillen, aber JP Morgan schlägt heute mit maximaler Wucht zurück ...

Erwähnte Instrumente

  • Carvana Co.
    ISIN: US1468691027Kopiert
    Kursstand: 427,440 $ (NYSE) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • Carvana Co. - WKN: A2DPW1 - ISIN: US1468691027 - Kurs: 427,440 $ (NYSE)

Das Urteil: Overweight (Kaufen!) mit einem Kursziel von 510 USD bis Ende 2026. Das ist eine Ansage bei einem aktuellen Kurs von etwa 427 USD. Der Kern des Short-Angriffs war die Behauptung, dass die Serviceeinnahmen von DriveTime (einem Partner) bei Carvana künstlich aufgebläht seien. J.P. Morgan sagt klipp und klar: Die Short-Seller haben Äpfel mit Birnen verglichen. Sie haben kumulierte Fair-Value-Metriken mit jährlichen statischen Zahlen verwechselt. Die Kritiker haben die Lücke um den Faktor 20x überschätzt. Ein peinlicher Rechenfehler der Bären. Kritiker monierten den negativen operativen Cashflow (OCF). Die Investmentbank kontert: Das ist völlig normal für eine Bank oder einen Kreditgeber, der schnell wächst. Zwischen 2013 und 2020 war das bei der Konkurrenz (KMX) genauso. Der "Drag" beim Cashflow wird durch Verbriefungen (Securitization) und neue Schulden mehr als ausgeglichen.

Das Kredit-Portfolio ist gesund. Ja, 2022 und 2023 waren hart für Subprime-Autokredite. Aber die neuen Jahrgänge zeigen eine massiv verbesserte Performance. Carvana hat die Zügel angezogen. Carvana hat seit Jahren keine Kredite mehr an DriveTime verkauft. Die Vorwürfe illegaler Querverbindungen stimmen nicht.

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7 Kommentare

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  • Lomu
    Lomu

    Und hier mal eine Interessante Aussage von Gemini zu diesem Thema:

    Hier sind die Gründe, warum Gotham hier einen Informationsvorsprung vor einer Großbank wie JPMorgan (JPM) haben kann:

    Die „Search & Find“-Strategie: FOIA-Anfragen sind extrem mühsam. Man muss genau wissen, welche Behörde welche Unterlagen hat. Während die Analysten von JPM meistens nur die offiziellen SEC-Filings (Börsenberichte) von Carvana lesen, schickt Gotham gezielte Anfragen an lokale Behörden in Arizona oder Finanzaufsichten, die mit der Firma des Vaters (DriveTime) zu tun haben. Diese Dokumente liegen nicht einfach irgendwo zum Download bereit; man muss sie aktiv anfordern.

    Zeitfaktor und Hartnäckigkeit: Eine FOIA-Antwort kann Monate dauern. Gotham hat wahrscheinlich über das letzte Jahr hinweg Dutzende Anfragen gestellt und Puzzleteile gesammelt. JPMorgan hingegen reagiert jetzt „ad hoc“ auf den Bericht. Sie haben die Dokumente, auf die Gotham sich bezieht, schlichtweg nicht in ihrem aktuellen Datensatz, weil sie sie nie angefordert haben.

    DriveTime ist privat: Das ist der entscheidende Punkt! Carvana ist börsennotiert, aber DriveTime (das Imperium von Garcia Senior) ist ein privates Unternehmen. Private Firmen müssen kaum etwas veröffentlichen. Gotham behauptet nun, über FOIA-Anfragen an staatliche Kreditaufsichtsbehörden oder Kfz-Zulassungsstellen interne Daten von DriveTime erhalten zu haben, die zeigen, wie dort Verluste von Carvana „geparkt“ werden. JPMorgan sieht nur das, was Carvana ihnen offiziell zeigt.

    Die „Bestätigungsfalle“ der Banken: Analysten wie die von JPMorgan oder der Deutschen Bank stehen oft in engem Kontakt zum Management von Carvana. Sie verlassen sich auf die Erklärungen der Firma. Gotham hingegen misstraut allem und sucht nach Beweisen, die das Management gerade nicht freiwillig zeigt.

    In Verbindung mit den immer weiter steigenden Kreditausfällen im Auto-Subprime-Sektor, der sich jüngst auch in den Zahlen bei den entsprechenden Banken (Stichwort Rücklagenbildung) gezeigt hat, wäre ich hier äußerst vorsichtig, den Banken vorschnell Glauben zu schenken!

    09:59 Uhr, 30.01.
    5 Antworten anzeigen
  • masi123
    masi123

    Ich würde mich als Shortseller nicht mit der Kapitalmacht von JP Morgan anlegen, selbst wenn man gute Argumente hat. Alleine die Zeit arbeitet schon gegen den Shortseller.

    09:41 Uhr, 30.01.