Iran-Krieg belastet Märkte: Zwischen Ölpreisschock und Comeback-Chance
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Vor dem Hintergrund der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, durch die die Straße von Hormus faktisch zum Damoklesschwert für den globalen Energiemarkt geworden ist, reagieren die Kapitalmärkte mit erhöhter Nervosität. Der Ölpreis der Sorte Brent hat zeitweise die Marke von 100 US-Dollar überschritten – was sich nicht nur an heimischen Tankstellen bemerkbar macht. Schließlich ist der Ölpreis ein bedeutender Treiber der Inflation, da sich neben Benzin und Diesel auch Produktionskosten verteuern, was wiederum die Gewinnkalkulation zahlreicher Unternehmen unter Druck setzt.
Entsprechend erleichtert reagierte insbesondere der export- und energieabhängige DAX auf die zwischen Iran und den USA vereinbarte, 14-tägige Waffenruhe und die damit verbundenen Aussichten auf eine baldige Normalisierung auf den Energiemärkten. Auch wenn die Erholung noch auf wackligen Beinen steht, könnte der DAX von dieser Entwicklung profitieren.
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Europa trägt die Hauptlast
Die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Konflikts treffen die Eurozone deutlich stärker als andere Regionen. Europa ist in hohem Maße von Energieimporten abhängig – steigende Öl- und Gaspreise wirken daher wie eine indirekte Steuer auf Produktion und Konsum. So dürfte der Konflikt das europäische Wachstum im laufenden Jahr um rund 0,4 Prozentpunkte schmälern (Quelle: DZ BANK Research).
Deutschland ist dabei besonders exponiert: Die Kombination aus energieintensiver Industrie und starkem Exportfokus macht die deutsche Wirtschaft doppelt verwundbar. Gestörte Lieferstrukturen im Nahen Osten belasten nicht nur die Energieversorgung, sondern auch nachgelagerte Industrien, die Nebenprodukte wie etwa Helium benötigen. Das trifft in besonderem Maße die hiesigen Chemie-, Konsumgüter-, Transport- und Luftfahrtsektoren, deren Margen aufgrund teurerer Vorprodukte und Energiepreise voraussichtlich deutlich schrumpfen werden.
Gleichzeitig steht die Europäische Zentralbank vor einem Dilemma. Der Anstieg der Energiepreise verschärft den Inflationsdruck und macht kurzfristige Zinssenkungen, die von den Märkten eigentlich eingepreist waren, unwahrscheinlich. Damit fehlen dem Markt vorerst zwei wichtige Stützen: eine expansive Geldpolitik und eine Entspannung an den Rohstoffmärkten.
Rücksetzer schafft neue Einstiegspunkte
Trotz dieser Belastungen hat die jüngste Marktkorrektur die Bewertungen an den europäischen Aktienmärkten deutlich gesünder gestaltet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des DAX liegt wieder nahe seines historischen Zehnjahresdurchschnitts. Auch der EURO STOXX 50 notiert auf einem Bewertungsniveau, das Investoren wieder selektive Einstiege ermöglicht (Quelle: DZ BANK Research).
Historisch betrachtet folgen auf geopolitische Schocks häufig Phasen der Stabilisierung, sobald die Unsicherheit in eine berechenbarere Risikolage übergeht. Anleger beginnen dann, gezielt jene Segmente zu bevorzugen, die fundamental solide aufgestellt sind und von einer späteren Erholung profitieren könnten. Der DAX könnte hierbei in der ersten Reihe stehen: Als Abbild der exportstarken, industriellen Kernbranchen Deutschlands weist er strukturell überdurchschnittliches Erholungspotenzial innerhalb Europas auf.
Selektive Erholung: Nicht alle Sektoren gleich
Die aktuelle Marktentwicklung zeigt eine klare Sektorrotation, die sich unmittelbar auf den deutschen Leitindex auswirkt. Entsprechend könnte dieser einer wirtschaftlichen Stabilisierung überproportional positiv begegnen.
Sobald sich die Energiepreise normalisieren und die Lieferketten infolge einer Wiederöffnung der Straße von Hormus stabilisieren, sollte ein breitflächiger Aufschwung durch die Aktienlandschaft gehen. Einen ersten Vorgeschmack darauf bekamen Anleger bereits vergangene Woche, als Gespräche über einen Waffenstillstand zwischen Iran und USA verkündet wurden.
DAX im Fokus: Zwischenkorrektur als Einstiegschance
Schaut man auf die derzeitigen Kursfaktoren, zeigt sich, dass der DAX im Vergleich zu anderen europäischen Indizes aktuell überdurchschnittliches Erholungspotenzial besitzen könnte.
Aus technischer Perspektive befindet sich der DAX derzeit innerhalb einer stabilen Unterstützungszone um 23.400 Punkte, die in der Analyse als entscheidende Basis für das fortbestehende Long-Szenario gilt (Quelle: TraderFox). Solange diese Marke hält, erscheint ein sukzessiver Wiederanstieg wahrscheinlich.
Vor allem vor dem Hintergrund der breiten sektoralen Diversifikation des DAX und der soliden Bilanzstruktur vieler Indexkomponenten ergibt sich ein robustes Fundament für diese Strategie. Der Ansatz eignet sich insbesondere für Marktphasen, in denen Unsicherheiten über geopolitische oder energiepreisbedingte Einflüsse weiterbestehen, Anleger jedoch von einer langsamen, aber allmählichen Stabilisierung und Rückkehr zu moderatem Wachstum ausgehen
So könnten Anleger handeln
Für Anleger, die von einer volatilen Seitwärtsphase des DAX als wahrscheinlichstes Szenario ausgehen, könnten sich insbesondere Discount-Optionsscheine als taktisches Anlageinstrument anbieten. Diese Produktstruktur ist darauf ausgelegt, auch in seitwärts tendierenden oder leicht steigenden Marktphasen attraktive Ertragschancen zu generieren. Eine passende Option hierfür könnte etwa das Discount-Zertifikat mit der WKN DU41ZB darstellen.
Risikofreudigere Investoren, die von einer allmählich anziehenden Kursentwicklung beim DAX ausgehen, können mit Bonus-Cap-Zertifikaten an einer möglichen Erholung partizipieren, etwa mit dem Bonus-Cap-Zertifikat mit der WKN DU37V4. Es kombiniert eine Barriere mit einer definierten Bonuszahlung, sofern die Barriere während der Laufzeit nicht berührt oder unterschritten wird, und ermöglicht damit eine attraktive Rendite in seitwärtstendierenden bis moderat steigenden Märkten bei gleichzeitigem Puffer gegen begrenzte Rückschläge. Besonders in aufwärtsgerichteten, aber volatilen Marktphasen ergibt sich daraus ein ausgewogenes Chance-Risiko-Profil.
Wird bei Bonus-Zertifikaten die Barriere während der Laufzeit verletzt, nehmen Anleger bei Fälligkeit 1:1 an der Entwicklung des Basiswerts teil und sind somit auch vollständig an möglichen Kursverlusten beteiligt. Beide Produkte unterliegen auch einem Totalverlustrisiko des eingesetzten Kapitals, wenn der Basiswert wertlos verfällt. Zudem besteht ein Emittentenrisiko: Im Falle einer Insolvenz oder behördlichen Anordnung kann der Emittent seinen Verpflichtungen nicht nachkommen.
Erläuterungen und Risikohinweise zu den Produkten
Diese Werbung richtet sich nur an Personen mit Wohn-/Geschäftssitz in Deutschland. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.
Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de veröffentlicht und können unter https://www.dzbank-derivate.de/DU41ZB bzw. https://www.dzbank-derivate.de/DU37V4 (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung ebenfalls auf der Internetseite der DZ BANK unter https://www.dzbank-derivate.de/DU41ZB bzw. https://www.dzbank-derivate.de/DU37V4 (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

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