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22:06 Uhr, 25.08.2026

INTUIT: Umsatz über Konsens – Ausblick fällt hinter eigenes Tempo

Credit Karma und das Business-Segment treiben das Wachstum, doch TurboTax stagniert und die Prognose für 2027 sieht nur 9 bis 10 % Umsatzplus vor.

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Intuit knackt im vierten Geschäftsquartal die Umsatzmarke von 4,35 Mrd. USD und übertrifft damit den Analystenkonsens, doch das für das kommende Jahr angepeilte Wachstumstempo liegt spürbar unter der Dynamik der vergangenen Quartale. Die Aktie notiert in einer ersten Reaktion rund 1,8 % tiefer.

Auf einen Blick

  • Der Quartalsumsatz steigt um 14 % auf 4,35 Mrd. USD und übertrifft die durchschnittliche Analystenschätzung von 4,27 Mrd. USD.
  • Das bereinigte EPS springt im Quartal von 2,75 USD auf 4,03 USD, das GAAP-EPS bleibt mit 1,34 USD nahezu unverändert.
  • Intuit verbucht im Quartal Restrukturierungskosten von 293 Mio. USD, die das GAAP-Ergebnis belasten.
  • Die Prognose für 2027 sieht ein Umsatzwachstum von 9 % bis 10 % vor, nach zuletzt 14 % im abgelaufenen Geschäftsjahr.
  • Die Aktie notiert in einer ersten Reaktion rund 1,8 % tiefer.

Intuit meldet für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 4,35 Mrd. USD, ein Plus von 14 % gegenüber dem Vorjahresquartal und leicht über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 4,27 Mrd. USD. Das GAAP-EPS liegt bei 1,34 USD, nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahreswert von 1,35 USD. Auf bereinigter Basis erreicht Intuit im vierten Quartal dagegen 4,03 USD nach 2,75 USD im Vorjahresquartal, ein Anstieg von 47 %. Für das Gesamtjahr wächst der Umsatz ebenfalls um 14 % auf 21,45 Mrd. USD, das bereinigte EPS (Non-GAAP-EPS) steigt um 20 % auf 24,27 USD.

Ein Teil des Quartalsergebnisses ist von Sondereffekten geprägt: Intuit verbucht im vierten Quartal Restrukturierungskosten von 293 Mio. USD, die das GAAP-Ergebnis belasten und den Sprung zwischen GAAP- und bereinigtem EPS zusätzlich vergrößern. Ohne diese Belastung hätte das operative GAAP-Ergebnis deutlich besser ausgesehen, als es die nackte Zahl zeigt. Zugleich kündigt Intuit an, ab dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 aktienbasierte Vergütung nicht mehr aus den bereinigten Kennzahlen herauszurechnen, was die Vergleichbarkeit der kommenden Non-GAAP-Werte mit den bisherigen einschränkt.

Big Bets tragen das Wachstum, TurboTax hinkt hinterher

Die als "Big Bets" bezeichneten Wachstumsinitiativen wachsen laut CEO Sasan Goodarzi im Gesamtjahr um 34 % und stellen bereits 30 % des Konzernumsatzes. Innerhalb der Segmente zeigt sich ein deutliches Gefälle: Global Business Solutions legt im Quartal um 14 % auf 3,4 Mrd. USD zu, angetrieben von QuickBooks Online Accounting mit einem Plus von 20 %. Das Consumer-Segment wächst um 14 % auf 930 Mio. USD, wobei Credit Karma mit 16 % auf 743 Mio. USD den Ausschlag gibt, während die klassische TurboTax-Sparte im Quartal nur noch um 3 % auf 153 Mio. USD zulegt. Die Zahl der US-TurboTax-Nutzer sinkt im Gesamtjahr sogar leicht, sowohl im Desktop- als auch im Online-Geschäft.

Diese Verteilung zeigt, wie stark Intuit inzwischen von Credit Karma und dem Business-Geschäft abhängt, während das ursprüngliche Kerngeschäft TurboTax an Fahrt verliert. Für die Substanz der Wachstumsstory ist das keine Randnotiz, denn TurboTax bleibt mit 5,3 Mrd. USD Jahresumsatz weiterhin ein Schwergewicht im Konzern.

Intuit: Umsatz- und Gewinnentwicklung der letzten Quartale

Umsatz und Ergebnis je Aktie im Quartalsverlauf inkl. Analystenschätzungen. (Quelle: Unternehmensangaben)

Ausblick

Intuit stellt für das Geschäftsjahr 2027 erstmals eine Prognose vor, die zugleich die Umgliederung von Mailchimp als eigenes Segment und die geänderte Non-GAAP-Systematik berücksichtigt. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 23,28 bis 23,51 Mrd. USD, ein Wachstum von 9 % bis 10 % und damit spürbar langsamer als die 14 % des abgelaufenen Jahres. Das bereinigte EPS soll auf 22,88 bis 23,12 USD steigen, ein Plus von 23 % bis 24 %, wobei diese Rate durch die neu eingerechnete aktienbasierte Vergütung nicht direkt mit dem bisherigen bereinigten EPS von 24,27 USD vergleichbar ist.

Für das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres avisiert Intuit einen Umsatz von 4,29 bis 4,31 Mrd. USD, ein Wachstum von 11 % und damit unter der bereits rückläufigen Quartalsdynamik der vergangenen Perioden: Die implizite Wachstumsrate war von 20,3 % im vierten Quartal des Vorvorjahres über 18,3 % und 17,4 % bereits auf 10,4 % im dritten Quartal gefallen. Die neue Prognose bestätigt diesen Trend zur Verlangsamung, statt ihn zu brechen. Der Ton des Managements bleibt dabei betont diszipliniert: CFO Sandeep Aujla spricht von einem "disziplinierten Ansatz bei Investitionen", während man die Big Bets skaliere und das Kundenwachstum beschleunige. Das liest sich eher wie ein Balanceakt zwischen Investitionstempo und Ergebnisqualität als wie die Ankündigung neuer Wachstumsdynamik.

Intuit (INTU) – Kursverlauf 1 Jahr

Tagesschlusskurse der Intuit-Aktie über ein Jahr. (Quelle: stock3)

Kennzahlen im Überblick

Kennzahl 2026 2027e 2028e
Umsatz 21,45 Mrd. USD 23,70 Mrd. USD 26,21 Mrd. USD
EPS 16,46 USD 27,34 USD 30,80 USD

*e = erwartet (Analystenkonsens, bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Basis); Ist-Jahr 2026 wie berichtet (GAAP)

Fazit: Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2027 markiert den Kern dieses Quartals: Ein Umsatzwachstum von 9 % bis 10 % nach zuletzt 14 % ist eine klare Verlangsamung, auch wenn die operative Marge auf bereinigter Basis weiter steigen soll. Dem stehen ein über dem Konsens liegender Quartalsumsatz und ein kräftig gewachsenes bereinigtes EPS gegenüber, die für sich stehen. Auf Basis der Analystenschätzungen sinkt das KGV von 15,0 für das laufende Geschäftsjahr auf 13,1 für das kommende, was angesichts eines erwarteten EPS-Wachstums von 15 % zumindest die Bewertung nicht weiter anspannt. Die Aktie dürfte vorerst zwischen dem robusten Ist-Geschäft und der nachlassenden Wachstumsrate hin- und hergerissen bleiben, ein klarer neuer Kurstreiber ist aus den Zahlen selbst nicht abzulesen.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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