INTEL-Aktie bricht dramatisch ein: -20 % nach Zahlen!
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- Intel Corp. - WKN: 855681 - ISIN: US4581401001 - Kurs: 92,070 $ (Nasdaq)
Eine schwache Prognose für das Schlussquartal hat bei Intel nachbörslich einen massiven Kursrutsch ausgelöst, obwohl der bereinigte Gewinn im dritten Quartal die Erwartungen übertraf. Der Chiphersteller bleibt mit seinem Ausblick bei Umsatz, bereinigtem Gewinn je Aktie und Bruttomarge deutlich hinter den Analystenschätzungen zurück.
Der Kursrutsch trifft auf weitere schlechte Nachrichten aus dem Technologiesektor: Die Aktien von Alphabet und ServiceNow verzeichneten am Donnerstag ihren schlechtesten Handelstag aller Zeiten. Hinzu kommt nachbörslich ein schwacher Ausblick von Amazon.
Selbst das obere Ende der Umsatzprognose enttäuscht
Für das vierte Quartal 2026 erwartet Intel einen Umsatz von 15 bis 16 Mrd. USD. Analysten hatten mit 17,05 Mrd. USD gerechnet. Damit liegt selbst das obere Ende der Unternehmensprognose klar unter dem Konsens. Der Mittelwert von 15,5 Mrd. USD würde zudem einen Umsatzrückgang gegenüber dem dritten Quartal bedeuten.
Noch deutlicher fällt die Lücke beim bereinigten Gewinn je Aktie aus: Intel stellt 0,25 USD in Aussicht, während Analysten 0,43 USD erwartet hatten. Die bereinigte Bruttomarge soll 38 % erreichen und damit ebenfalls deutlich unter der Konsensschätzung von 42,8 % liegen.
Finanzvorstand David Zinsner rechnet damit, dass die Schwäche im PC-Markt mindestens bis zum Ende des ersten Halbjahres 2027 anhält. Konzernchef Lip-Bu Tan verwies zugleich auf eine robuste Nachfrage nach Prozessoren. Vorrang habe, zusätzliche Lieferkapazitäten für die Xeon-Produktfamilie zu erschließen.
Quartalsgewinn übertrifft die Erwartungen
Im dritten Quartal steigerte Intel den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 21 % auf 16,51 Mrd. USD. Damit wurden die Analystenschätzungen von 16,54 Mrd. USD knapp verfehlt. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 0,52 USD hingegen deutlich über den erwarteten 0,41 USD und dem Vorjahreswert von 0,23 USD.
Das bereinigte operative Ergebnis erreichte 3,23 Mrd. USD. Die entsprechende Marge lag bei 19,6 %, verglichen mit einer Konsensschätzung von 16,5 %. Der bereinigte freie Cashflow belief sich auf 1,64 Mrd. USD.
Treiber war das Geschäft mit Rechenzentren und künstlicher Intelligenz, dessen Umsatz um 78 % auf 7,32 Mrd. USD zulegte. Im Segment Client Computing and Physical AI sanken die Erlöse dagegen um 5,1 % auf 8,10 Mrd. USD.
Details zu den Intel-Zahlen hat unsere KI hier zusammengefasst.
Fazit: Der schwache Ausblick versetzt Intels Turnaround einen Dämpfer und überschattet die Fortschritte im dritten Quartal. Trotz kräftigen Wachstums im Rechenzentrumsgeschäft stellt der Konzern für das Schlussquartal sinkende Umsätze und eine niedrigere bereinigte Bruttomarge in Aussicht. Der nachbörsliche Kurssturz um zeitweise mehr als 20 % verdeutlicht die Enttäuschung darüber. Entscheidend für die kommenden Quartale ist nun, ob Intel die hohe Xeon-Nachfrage durch zusätzliche Lieferkapazitäten besser bedienen und die anhaltende PC-Schwäche abfedern kann.

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Turnaround? hatte wir hier nicht gerade ein all-time high gesehen?