Inflation in aller Munde
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OECD erhöht Inflationsprognosen
Die Industrieländerorganisation OECD hat in ihrem gestern veröffentlichen Zwischenbericht ihre Inflationsprognosen aufgrund der jüngsten Verteuerung des Rohöls drastisch erhöht. Die Prognoseanpassung für die Vereinigten Staaten sticht dabei besonders hervor. Die OECD hat ihre US-Inflationsprognose für das Jahr 2026 um 1,2 Prozentpunkte auf 4,2 % in die Höhe geschraubt. Vor diesem Hintergrund gehen die Pariser Forscher nun nicht mehr davon aus, dass die US-Notenbank im Prognosezeitraum ihren Leitzins senken wird. Nach Ansicht der OECD sollen staatliche Maßnahmen zur Abfederung der Auswirkungen höherer Energiepreise gezielt auf die bedürftigsten Haushalte ausgerichtet sein, Anreize zur Senkung des Energieverbrauchs erhalten und klare Auslaufmechanismen haben. Derweil beschloß der Deutsche Bundestag, dass es an Tankstellen zeitlich befristet nur noch einmal pro Tag, und zwar um 12 Uhr, Preiserhöhungen geben darf.
Bessere Stimmung in der US-Industrie
Die Federal Reserve Bank of Kansas meldete gestern, dass ihr Indikator für die Stimmung der Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes in ihrem Distrikt von 5 Punkten im Februar auf 11 Punkte im März angestiegen ist. Das fügt sich in das Bild ein, welches zuvor von Stimmungsindikatoren anderer Fed-Banken gezeichnet wurde: Die Stimmung der US-Unternehmen hat sich trotz des Irankrieges aufgehellt. Angesichts dessen erwarten wir, dass der ISM-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe im März erneut einen kleinen Sprung nach oben machen wird.
Inflationserwartungen auf der Agenda
Heute wird die EZB die Ergebnisse ihrer monatlichen Verbraucherumfrage veröffentlichen. Im Mittelpunkt des Interesses dürfte angesichts der jüngsten Preissprünge bei Kraftstoffen und Gas die Entwicklung der Inflationserwartungen stehen. Die EZB stellte in ihrer geldpolitischen Stellungnahme vom 19. März 2026 noch fest, dass die Inflationserwartungen fest verankert seien. Sollten die heutigen Daten Anlaß geben, diese Beurteilung in Frage stellen, dürfte der Druck auf die EZB merklich steigen, ihre Schlüsselzinsen zu erhöhen. Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Joachim Nagel, bezeichnete eine Leitzinserhöhung auf der EZB-Ratssitzung im April als eine Option. Derweil wird das europäische Statistikamt Eurostat nächste Woche die tatsächliche Euroraum-Inflationsrate für März 2026 veröffentlichen. Nach unserer Prognose dürfte die Inflationsrate von 1,9 % im Februar auf 3,1 % im März emporschnellen.
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