Inflation im Euroraum sinkt im Dezember auf 1,9 Prozent
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Von Andreas Plecko
DOW JONES--Der Preisdruck in der Eurozone hat im Dezember stärker nachgelassen als zunächst berichtet. Die jährliche Inflationsrate sank auf 1,9 (Vormonat: 2,1) Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat in einer zweiten Veröffentlichung mitteilte. Vorläufig hatten die Statistiker am 7. Januar einen Rückgang auf 2,0 Prozent gemeldet. Volkwirte hatten eine Bestätigung der ersten Meldung erwartet.
Die sogenannte Kernteuerung, die besonders volatile Preise außen vor lässt, gab im Dezember ebenfalls leicht nach. Die Kernrate (ohne die Preise von Energie, Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak) sank auf 2,3 (2,4) Prozent. Die erste Meldung wurde damit bestätigt. Die Kernrate gilt unter Ökonomen als Richtgröße für den Inflationstrend.
Binnen Monatsfrist stiegen die Verbraucherpreise im Dezember in der Gesamtrate um 0,2 Prozent, in der Kernrate betrug die Steigerung 0,3 Prozent. Die vorläufigen Daten wurden damit - wie von Volkswirten erwartet - bestätigt.
Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig 2 Prozent Inflation an. Da die Inflation jetzt unter dem mittelfristigen Zielwert der EZB liegt, ist eine Zinssenkung bei der Ratssitzung am 5. Februar sehr unwahrscheinlich. Derzeit liegt der Leitzins bei 2,00 Prozent.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
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