Analyse
09:20 Uhr, 10.07.2026

INFINEON - Vom Sorgenkind zum Engpass-Profiteur

Noch vor einem halben Jahr standen bei Infineon viele Maschinen still. Jetzt warnt der Finanzvorstand vor dem Gegenteil: Die Chips könnten knapp werden. "In Teilbereichen erhöhen wir die Preise", sagte Sven Schneider dem Handelsblatt.

Und mehr noch: "Es kann in bestimmten Bereichen schnell passieren, dass wir wieder in Allokation gehen." Allokation bedeutet, dass der Hersteller die knappe Ware zuteilt und die Kunden um ihre Lieferungen bangen müssen. Für Europas größten Chipkonzern ist das eine bemerkenswerte Wende. Es ist bereits die zweite Preisrunde in diesem Jahr. Zum 1. April hatte Infineon die Preise für Leistungshalbleiter um bis zu 25 % angehoben, begründet mit gestiegenen Fertigungskosten und Engpässen durch den Ausbau der KI-Rechenzentren. Die neue Runde greift auf deutlich breiterer Front an.

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