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14:01 Uhr, 06.06.2008

Industrieproduktion fällt überraschend

Berlin (BoerseGo.de) - Die Industrieproduktion in Deutschland ist im April erneut gesunken. Nach den vorläufigen Angaben ging die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe preis- und saisonbereinigt um 0,8 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück, nachdem sie bereits im März abwärts revidiert ebenfalls um 0,8 Prozent (vorläufig: minus 0,5 Prozent) gesunken war. Die Volkswirte hatten dagegen mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet. Die Erzeugung im Bauhauptgewerbe verringerte sich im April um 2,9 Prozent und die Industrieproduktion ging um 0,7 Prozent zurück.

Im Zweimonatsvergleich (März/April gegenüber Januar/Februar) nahm die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe um 1,2 Prozent ab. Dabei kam es im Bauhauptgewerbe, maßgeblich mitbedingt durch den Produktionsrückgang im März, zu einer kräftigen Verringerung der Erzeugung um 13,0 Prozent. Der industrielle Ausstoß verringerte sich um 0,6 Prozent.

Ihren Vorjahresstand überschritt die Produktion im Produzierenden Gewerbe im März/April arbeitstäglich bereinigt um 4,5 Prozent. Während die Industrieproduktion das Niveau des Vorjahres dabei weiter deutlich übertraf (plus 5,3 Prozent), lag die Erzeugung im Bauhauptgewerbe um 4,1 Prozent niedriger.

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Über den Experten

Thomas Gansneder
Thomas Gansneder
Redakteur

Thomas Gansneder ist langjähriger Redakteur der BörseGo AG. Der gelernte Bankkaufmann hat sich während seiner Tätigkeit als Anlageberater umfangreiche Kenntnisse über die Finanzmärkte angeeignet. Thomas Gansneder ist seit 1994 an der Börse aktiv und seit 2002 als Finanz-Journalist tätig. In seiner Berichterstattung konzentriert er sich insbesondere auf die europäischen Aktienmärkte. Besonderes Augenmerk legt er seit der Lehman-Pleite im Jahr 2008 auf die Entwicklungen in der Euro-, Finanz- und Schuldenkrise. Thomas Gansneder ist ein Verfechter antizyklischer und langfristiger Anlagestrategien. Er empfiehlt insbesondere Einsteigern, sich strikt an eine festgelegte Anlagestrategie zu halten und nur nach klar definierten Mustern zu investieren. Typische Fehler in der Aktienanlage, die oft mit Entscheidungen aus dem Bauch heraus einhergehen, sollen damit vermieden werden.

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