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08:20 Uhr, 24.06.2026

ifo Geschäftsklimaindex etwas verbessert erwartet

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ifo Geschäftsklima verbessert erwartet

Nach den für Deutschland unerwartet schwachen PMIs am gestrigen Dienstag schauen die Marktteilnehmer nun umso genauer auf den heute zur Veröffentlichung anstehenden ifo Geschäftsklimaindex für den Monat Juni. Entspannungstendenzen am Persischen Golf sprechen zumindest für eine Bodenbildung, wenn nicht für eine moderate Verbesserung der Stimmung. Dies hätte aber auch schon für die gestrigen PMIs gelten müssen. Nach einem Wert von 84,9 im Mai rechnen wir beim ifo Geschäftsklima nun mit einem leichten Anstieg auf 85,2 Zähler. Für sich genommen sollte dies den Bullen am EUR-Rentenmarkt etwas den Wind aus den Segeln nehmen. Allerdings liegt die Konsens-Schätzung bei 85,5 Punkten, so dass ein Wert von 85,2 auch mit etwas Enttäuschung aufgenommen werden könnte. Allzu stark dürften die Marktbewegungen bei einem realisierten Wert nahe dieser beiden Eckwerte aber nicht ausfallen.

Tech-Aktien unter Druck

Nach dem langanhaltenden fulminanten KI-Boom belasteten zuletzt Sorgen um eine mögliche Überhitzung am Markt bzw. um hohe kreditfinanzierte Ausgaben diverser KI-Unternehmen die Tech-Werte global. Hinzu kommt die Furcht vor wieder ansteigenden Leitzinsen - insbesondere in den USA. Neue Hinweise darauf, welchen Kurs die US Fed unter Kevin Warsh nun segeln wird, erwarten wir aber erst wieder morgen von den PCE Price Indices, also den Inflationsraten des persönlichen Verbrauchs in den USA. Diese könnten dann durchaus für etwas Bewegung an den Märkten sorgen.

Vom Golf nichts grundlegend Neues

Während US-Präsident Trump am Dienstag verkündete, der Iran habe Atominspektionen auf unbestimmte Zeit zugestimmt, erklärte Teheran, man habe kein derartiges Zugeständnis gemacht. Auch über die Kontrolle der Straße von Hormus gibt es widersprüchliche Angaben. All dies wirft natürlich Fragen über die Tragfähigkeit des Friedensabkommens auf. Immerhin gab der Ölpreis weiter nach. Brent notiert derzeit bei rund 75 USD pro Barrel.Trumps schwindender Rückhalt im Land und in seiner eigenen Partei setzen ihn unter Druck, Erfolge zu verkünden. Der US-Senat hatte am Dienstag mit 50 zu 48 Stimmen eine Resolution verabschiedet, die den Präsidenten anweist, die US-Militäraktionen gegen den Iran einzustellen. Diese war Anfang des Monats schon vom Repräsentantenhaus verabschiedet worden. Der Vorgang spiegelt die wachsende Besorgnis selbst unter einigen von Trumps Republikanern über den unpopulären Konflikt wider. Halten muss sich Trump an die Resolution aber nicht.

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