Ölpreis auf Talfahrt
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Britischer Schatzkanzler in Bedrängnis
Die Staatsfinanzen im Vereinigten Königreich geraten zunehmend unter Druck. In den ersten fünf Monaten des Fiskaljahres 2026/27 nahm der öffentliche Sektor neue Kredite in Höhe von 77,3 Mrd. Pfund auf. Das sind 8,1 Mrd. Pfund mehr, als die unabhängige Haushaltsbehörde OBR erwartet hatte. Allein im August lag die Neuverschuldung mit 18,3 Mrd. Pfund deutlich über Plan. Ursache sind vor allem inflationsbedingt steigende Ausgaben für Güter und Dienstleistungen, Sozialleistungen sowie wachsende Zinskosten. Die Zinslast erreichte im August 8,8 Mrd. Pfund und dürfte in den Folgemonaten weiter steigen. Die Steuereinnahmen lagen dagegen leicht über Plan. Für Schatzkanzler John Healey kommen diese Nachrichten zur Unzeit. Vor der Vorstellung seines Haushalts am 28. Oktober schrumpft der finanzpolitische Spielraum, während Investoren bereits nervös auf die steigende Kreditaufnahme reagieren. Damit nehmen Spekulationen über Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen zu, und ambitionierte Regierungspläne müssen womöglich einem Sparkurs weichen.
Ölpreis sinkt spürbar
Die Notierungen für Öl der Nordseesorte Brent fielen gestern deutlich unter die Marke von 100 US-Dollar je Fass. Saudi-Arabien nahm Meldungen zufolge den Betrieb seiner durch Huthi-Angriffe beschädigten Ost-West-Pipeline wieder auf. Zudem setzten die Anleger vor der UN-Generalversammlung in New York auf diplomatische Fortschritte im Konflikt mit dem Iran. US-Präsident Donald Trump dämpfte diese Erwartungen jedoch: Ein Friedensabkommen mit dem Iran werde wohl erst nach den US-Zwischenwahlen im November möglich sein. Zugleich drohte er dem Iran aber auch mit Vernichtung. Ein Hoffnungsschimmer war das Treffen von Vertretern des Iran und der USA am Rande der UN-Vollversammlung. Dies waren die ersten direkten Gespräche seit Juni.
Heute Einkaufsmanagerindizes
Auch am heutigen Handelstag stehen mögliche Fortschritte bei der Lösung des Konfliktes im Nahen Osten im Mittelpunkt. Mit den Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und den Euroraum erwarten uns zudem aufschlussreiche Konjunkturdaten. Wir rechnen damit, dass diese Frühindikatoren die in den vergangenen Monaten angezeigte positive Grundtendenz fortsetzen werden, wenn auch in gemäßigtem Umfang.
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