Analyse
12:30 Uhr, 04.05.2023

HENKEL – Preiserhöhungen sorgen für Wachstum

Aufgrund höherer Preise konnte Henkel im ersten Quartal den Rückgang bei den Verkaufsmengen mehr als kompensieren, wie das Plus beim Konzernumsatz zeigt.

Erwähnte Instrumente

  • Henkel AG & Co. KGaA Vz - WKN: 604843 - ISIN: DE0006048432 - Kurs: 73,040 € (XETRA)

Um organisch 6,6 Prozent stiegen die Erlöse zwischen Januar und Ende März, so dass Henkel einen Umsatz für das erste Quartal in Höhe von 5,61 (VJ 5,27) Mrd. EUR aufweist. Dabei fällt der Zuwachs in beiden Unternehmensbereichen in etwa gleich aus.

Im Segment Adhesive Technologies, in welchem das Geschäft mit Klebstoffen, Dichtstoffen und Funktionsbeschichtungen gebündelt ist, stieg der Umsatz um 6,8 Prozent auf 2,79 (VJ 2,63) Mrd. EUR. Als Wachstumstreiber nannte Henkel das Geschäft mit Kunden aus den Bereichen Automobil und Industrie sowie Handwerk und Bau.

Die Geschäftseinheit Consumer Brands, welche das Konsumgütergeschäft mit Haarpflegeprodukten sowie Wasch- und Reinigungsmitteln umfasst, weist ein Umsatzplus von 7,0 Prozent auf 2,77 (VJ 2,58) Mrd. EUR aus. Die aufgrund der Konsumentenzurückhaltung und Portfolioumstrukturierungen rückläufigen Volumina wurden durch zweistellige Preiserhöhungen ausgeglichen.

Im Kernmarkt Europa stellten sich die Umsätze auf 2,20 (VJ 2,15) Mrd. EUR. In Nordamerika waren Erlöse von 1,58 (VJ 1,36) Mrd. EUR zu verzeichnen und im Raum Asien/Pazifik von 805 (VJ 838) Mio. EUR. In den Regionen IMEA bzw. Lateinamerika wurden 563 (VJ 529) Mio. EUR bzw. 411 (VJ 338) Mio. EUR umgesetzt.

Zum Ergebnis machen die Düsseldorfer in ihren Drei- und Neunmonatsberichten traditionell leider keine Angaben. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr wurde vom Vorstand bekräftigt. Der Umsatz soll demnach um 1,0 bis 3,0 Prozent zulegen bei einer bereinigten EBIT-Marge von 10,0 bis 12,0 Prozent. Im Vorjahr belief sich die Marge auf 10,4 Prozent.

Verkauf des Russlandgeschäfts

Seit einiger Zeit hat sich Henkel schon darum bemüht die Aktivitäten im russischen Markt abzustoßen. Vor etwa zwei Wochen wurde dann vermeldet, dass eine Vereinbarung über den Verkauf an ein Konsortium von lokalen Finanzinvestoren geschlossen worden ist. Das Closing der Transaktion ist inzwischen erfolgt. Als Preis wurden 54 Mrd. Rubel (ca. 600 Mio. EUR) genannt.

Fazit: Überraschendes offenbart sich im Quartalsbericht von Henkel nicht. In einem schwachen Gesamtmarkt verliert die Henkel-Vorzugsaktie aktuell knapp 2 Prozent. Fundamental ist das Papier in meinen Augen derzeit ausreichend bewertet. Die Kursziele der Analysten liegen derzeit zwischen 52 und 76 Euro.

Jahr 2022 2023e* 2024e*
Umsatz in Mrd. EUR 22,40 21,51 21,90
Ergebnis je Aktie in EUR 3,56 3,92 4,52
KGV 21 19 16
Dividende je Aktie in EUR 1,85 1,86 1,95
Dividendenrendite 2,53 % 2,55 % 2,67 %

*e = erwartet

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Über den Experten

Reinhard Hock
Reinhard Hock
Finanzmarktanalyst

Reinhard Hock ist seit über 25 Jahren an der Börse aktiv. Sein Interesse für die Finanzmärkte wurde während der Ausbildung zum Bankkaufmann geweckt. Später arbeitete er mehrere Jahre an der Börse Stuttgart und war dann jahrelang als freiberuflicher Redakteur mit dem Schwerpunkt Berichterstattung über Hauptversammlungen tätig. Dabei hat er sich ein umfassendes Wissen im Nebenwertebereich aufgebaut. Seit Oktober 2022 ist er bei stock3 für Fundamentalanalysen zuständig.

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