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Kommentar
07:46 Uhr, 25.08.2026

Guten-Morgen-aus-der-Redaktion%3A-Tech-Schw%C3%A4che%2C-hohe-US-Renditen-und-Iran-Sanktionen-belasten-die-M%C3%A4rkte

Die Börsen bleiben angespannt. Der DAX verlor am Montag 0,11 % auf 26.106,60 Punkte. Der EuroStoxx 50 gab 0,22 % auf 6.447,98 Punkte nach. Der S&P 500 sank um 0,28 % auf 7.652,86 Punkte. Der Nasdaq 100 verlor mit 0,97 % auf 29.023,18 Punkte deutlich stärker.

Belastet wurde die Stimmung vor allem von erneuten Verkäufen bei Technologie- und KI-Werten. Nvidia verlor vor den am Mittwoch anstehenden Quartalszahlen 2,9 %. Infineon gab im Sog der schwachen Halbleiterwerte 3,2 % nach. Siemens Energy verlor rund 3 %, da auch andere Profiteure des KI-Investitionsbooms unter Gewinnmitnahmen litten. Tesla büßte 3,8 % ein und wurde zusätzlich von einem umfangreichen Rückruf in China belastet.

Für Unsicherheit sorgte zudem die neue US-Sanktionsoffensive gegen den Iran. Finanzminister Scott Bessent startete am Montag die „Operation Economic Outcast“, mit der Washington die internationalen Finanzverbindungen Teherans weitgehend abschneiden will. Mehr als 60 Personen, Unternehmen und Schiffe wurden ins Visier genommen; zusätzlich richtet sich der Druck unter anderem gegen Schifffahrt, Luftfahrt, Technologie, Gold und digitale Vermögenswerte. Staaten und Unternehmen, die ihre Geschäfte mit dem Iran fortsetzen, müssen mit US-Sanktionen bis hin zum Ausschluss vom Dollar-System rechnen. Ziel ist auch, den Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus zu bewegen.

Ein weiterer Belastungsfaktor bleibt der US-Anleihemarkt. Die langfristigen Renditen sind vor dem Hintergrund der Verschuldungskrise zuletzt kräftig gestiegen; die 30-jährige Rendite hatte vergangene Woche mit 5,337 % den höchsten Stand seit 2007 erreicht und lag am Montag weiterhin bei rund 5,2 %. Gleichzeitig hat die US-Staatsverschuldung erstmals die Marke von 40 Billionen $ überschritten.

Auch der US-Dollar zeigt eine schwächere Grundtendenz. Er blieb am Montag trotz einer kleinen Gegenbewegung nahe mehrmonatiger Tiefs, wobei Sorgen über die US-Staatsfinanzen und die ungewöhnlichen Anleiherückkäufe des Finanzministeriums belasten.

Für die weitere Richtung werden nun vor allem die Nvidia-Zahlen am Mittwoch, die ebenfalls am Mittwoch anstehenden US-PCE-Inflationsdaten und der Auftritt von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag in Jackson Hole entscheidend.

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Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion

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