Guten Morgen aus der Redaktion
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Die Börsen zeigten sich gestern uneinheitlich. Der DAX gewann 0,6 % und schloss wieder über 25.000 Punkten, während der Nasdaq 100 um 0,54 %, der S&P 500 um 0,14 % und der Dow Jones knapp nachgaben. Die Erholung der Halbleiter- und KI-Werte verlor bereits an Schwung. Belastend wirkt vor allem der Brent-Ölpreis, der zeitweise über 95 $ stieg und bei einem länger anhaltenden hohen Niveau die Inflationserwartungen verstärken kann. Im Mittelpunkt steht heute die EZB-Sitzung, wobei eine weitere Zinserhöhung als wenig wahrscheinlich gilt.
Alphabet steigerte den Quartalsumsatz um 24 % auf 119,8 Mrd. $, wobei das Werbegeschäft um 17 % und das Cloud-Geschäft um 82 % auf 24,8 Mrd. $ wuchsen. Die erneute Anhebung der Investitionsprognose auf 195 bis 205 Mrd. $ belastete jedoch die Aktie nachbörslich mit rund 2 %.
Tesla erhöhte die Auslieferungen um rund 25 % auf 480.126 Fahrzeuge und den Umsatz um 26 % auf 28,24 Mrd. $, verfehlte mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 0,33 $ aber deutlich die Erwartung von 0,51 $. Verzögerungen bei Optimus und Cybercab sowie steigende Investitionen drückten die Aktie nachbörslich um rund 4 %.
IBM verlor vor den Zahlen 1,3 bis 2,3 %, da Anleger mit einer Senkung der Jahresprognose rechneten.
Texas Instruments stieg vor der Quartalsbilanz um 1,0 %, nachdem die Aktie seit Jahresbeginn bereits fast 70 % zugelegt hatte.
AT&T gewann 3,5 %, weil der Konzern im Mobilfunkgeschäft fast ein Drittel mehr Neukunden als erwartet gewann.
Philip Morris übertraf beim Umsatz und operativen Gewinn die Erwartungen und schloss nach einem zwischenzeitlichen Rekordhoch 3,3 % fester.
GE Vernova brach um 8,7 % ein, da höhere Verluste im Windkraftgeschäft die angehobene Umsatzprognose überschatteten. Nach einem Kursanstieg von 65 % seit Jahresbeginn nutzten Anleger die Zahlen zu Gewinnmitnahmen.
AMD gewann 1,5 % nach einer Partnerschaft mit Anthropic über den Einsatz von Grafikprozessoren mit bis zu zwei Gigawatt Leistung. Zusätzlich sagte AMD mögliche Eigenkapitalinvestitionen von bis zu 5 Mrd. $ zu.
Nike verlor 1,8 %, nachdem wichtige chinesische Vertriebspartner von geringeren Online-Liefermengen berichtet hatten.
SpaceX notiert nach dem Börsengang inzwischen unter dem Ausgabepreis. Spekulationen über einen Zusammenschluss mit Tesla wurden von der Unternehmensführung nicht eindeutig zurückgewiesen.
Von den Unternehmen ist heute eine Flut von Quartalszahlen zu erwarten, u.a. von Nestlé, T-Mobile US, Honeywell, Nokia, STMicroelectronics, Thales, Repsol, Traton, Sartorius, Carrefour, Indra Sistemas, Easyjet, Vossloh und LPKF Laser.
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Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion
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