Analyse
09:15 Uhr, 20.03.2026

FUCHS bald schon ein Dividendenaristokrat?

Der Schmierstoffhersteller Fuchs hat das Geschäftsjahr 2025 mit moderatem Wachstum abgeschlossen. Der Umsatz legte um 1 % auf 3,563 Mrd. EUR zu, das EBIT blieb mit 435 Mio. EUR nahezu stabil und lag leicht über dem Vorjahr.

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Der Nettogewinn stieg um 1 % auf 306 Mio. EUR. Der freie Cashflow entwickelte sich deutlich dynamischer und erhöhte sich um 41 % auf 289 Mio. EUR. Die Dividende soll um 5 % auf 1,23 EUR je Vorzugsaktie steigen.

Damit übertraf das Unternehmen die Markterwartungen leicht. Analysten von JPMorgan Chase und Jefferies sehen die Zahlen im vierten Quartal über Konsens, insbesondere beim Cashflow.


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Solides Geschäft trotz Gegenwind

Fuchs profitierte 2025 von seiner globalen Aufstellung, konnte sich aber den Belastungen durch geopolitische Spannungen, schwache Industriekonjunktur und negative Währungseffekte nicht vollständig entziehen. Besonders die Automobilindustrie in Europa sowie Unsicherheiten rund um die US-Zollpolitik dämpften die Nachfrage.

Regional zeigte sich ein differenziertes Bild. In Europa blieb das Wachstum verhalten, während Asien-Pazifik mit einem Umsatzplus von 2 % und einem deutlich überproportional steigenden EBIT als wichtigster Wachstumstreiber hervorstach. China, Indien und Australien sorgten hier für Dynamik. In Amerika stieg der Umsatz zwar ebenfalls leicht, das Ergebnis geriet jedoch unter Druck.


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Die operative Stärke zeigt sich vor allem im robusten Cashflow und einer weiterhin hohen Kapitalrendite. Der sogenannte Fuchs Value Added lag mit 249 Mio. EUR nahe an früheren Höchstständen. Vorstandschef Stefan Fuchs spricht von einem "robusten Geschäftsmodell“ in einem anspruchsvollen Umfeld.

Strategie setzt auf Fokussierung und Expansion

Mit Blick nach vorn treibt das Unternehmen seine strategische Transformation weiter voran. Im Zentrum stehen das Digitalisierungsprogramm "Transform2Grow“ sowie gezielte Übernahmen. Besonders die vollständige Übernahme des Joint Ventures OPET in der Türkei soll das Wachstum zusätzlich stützen.

Parallel bereitet Fuchs den neuen Strategiezyklus "FUCHS100“ vor, der bis 2031 reicht. Der Fokus liegt auf wachstumsstarken Kundensegmenten und einer stärkeren globalen Kundenintegration. Partnerschaften mit Industriekonzernen wie Mercedes-Benz oder DMG Mori sollen dabei als Blaupause für weitere Kooperationen dienen.

Für 2026 stellt das Unternehmen einen Umsatz von rund 3,7 Mrd. EUR und ein EBIT von etwa 450 Mio. EUR in Aussicht. Das entspricht einem moderaten Wachstum, bleibt jedoch leicht unter den bisherigen Markterwartungen.

An der Börse stößt der Ausblick auf Skepsis. JPMorgan Chase erwartet sinkende Konsensschätzungen im niedrigen einstelligen Prozentbereich und rechnet mit weiterem Druck auf die Aktie. Die Einstufung bleibt dennoch "Overweight“, das Kursziel liegt bei 49 EUR.

Optimistischer zeigt sich Jefferies. Dort wird vor allem die starke Cashflow-Entwicklung hervorgehoben, die deutlich über den Erwartungen lag. Das Kursziel von 55 EUR impliziert weiteres Aufwärtspotenzial.

Fazit: Fuchs liefert verlässlich solide Zahlen und bestätigt die Stabilität seines Geschäftsmodells auch in einem schwierigen Umfeld. Der starke Cashflow und die kontinuierliche Dividendenpolitik unterstreichen die Qualität des Unternehmens. Anleger sollten bei Fuchs unbedingt zur deutlich niedriger bewerteten Fuchs-Stammaktie greifen, die nicht im im MDAX gelistet ist. Ich habe die Kennzahlen in der Tabelle auch auf die günstigere Stammaktie angewandt. Kommendes Jahr könnte es dann so weit sein: Fuchs wartet mit der 25. Dividendenerhöhung auf und wird zum echten Dividendenaristokraten aufsteigen.

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Jahr 2025 2026e* 2027e*
Umsatz in Mrd. EUR 3,56 3,63 3,76
Ergebnis je Aktie in EUR 2,33 2,46 2,66
KGV 13 12 11
Dividende je Aktie in EUR 1,22 1,26 1,33
Dividendenrendite 4,14% 4,27% 4,51%

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

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