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09:17 Uhr, 17.09.2009

FAZ: Hapag-Lloyd verschärft Sparkurs

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  • TUI AG
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Frankfurt (BoerseGo.de) - Die durch den Verfall der Transportpreise in Schieflage geratene Container-Reederei Hapag-Lloyd muss ihren Sparkurs offenbar drastisch ausweiten. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) plant der Vorstand für 2010 mit Einsparungen von bis zu 900 Millionen Euro. Bisher sah das Restrukturirungsprogramm nur Einsparungen in Höhe von 600 Millionen Euro vor. Die zusätzlichen Sparmaßnahmen basierten auf Analysen der Unternehmensberatung Roland Berger, die Behrendt im Juli zu Hilfe rief. Sie betreffen dem Bericht zufolge zum größten Teil die Kosten im Schiffsbetrieb. Ein zusätzlicher Personalabbau sei noch nicht geplant.

Trotz des verschärften Sparkurses werde Hapag-Lloyd nicht so schnell aus der Verlustzone kommen. Für dieses Jahr wird dem Vernehmen nach ein Verlust von rund 900 Millionen Dollar erwartet. 2010 sei mit einem Minus von bis zu einer halben Milliarde Dollar zu rechnen, heißt es in informierten Kreisen. 2011 soll dann laut interner Planung mindestens ein ausgeglichenes operatives Ergebnis erzielt werden.

Diese Zahlen machen deutlich, dass Hapag-Lloyd ohne Hilfe von außen vor dem Aus stehen würde. Daher haben die Eigentümer ein gewaltiges Rettungspaket geschnürt, zu dem der Staat einen gehörigen Beitrag leisten soll. Der frühere Alleineigentümer TUI und das Konsortium "Albert Ballin", das im Frühjahr 57 Prozent von Hapag-Lloyd übernommen hat, wollen der Reederei eine Kapitalspritze von 923 Millionen Euro verabreichen. Diese soll flankiert werden von einem Bankkredit von 1,2 Milliarden Euro, der jeweils zur Hälfte durch Bürgschaften von Hamburg und vom Bund abgesichert werden soll. Während Hamburg der Bürgschaft schon zugestimmt hat, fehlt noch das Plazet der Bundesregierung.

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Über den Experten

Thomas Gansneder
Thomas Gansneder
Redakteur

Thomas Gansneder ist langjähriger Redakteur der BörseGo AG. Der gelernte Bankkaufmann hat sich während seiner Tätigkeit als Anlageberater umfangreiche Kenntnisse über die Finanzmärkte angeeignet. Thomas Gansneder ist seit 1994 an der Börse aktiv und seit 2002 als Finanz-Journalist tätig. In seiner Berichterstattung konzentriert er sich insbesondere auf die europäischen Aktienmärkte. Besonderes Augenmerk legt er seit der Lehman-Pleite im Jahr 2008 auf die Entwicklungen in der Euro-, Finanz- und Schuldenkrise. Thomas Gansneder ist ein Verfechter antizyklischer und langfristiger Anlagestrategien. Er empfiehlt insbesondere Einsteigern, sich strikt an eine festgelegte Anlagestrategie zu halten und nur nach klar definierten Mustern zu investieren. Typische Fehler in der Aktienanlage, die oft mit Entscheidungen aus dem Bauch heraus einhergehen, sollen damit vermieden werden.

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