Kommentar
13:19 Uhr, 29.06.2026

Exklusive stock3 Plus Analyse: Worüber sprechen Warsh und Lagarde in Portugal?

Fed-Chef Kevin Warsh und EZB-Präsidentin Christine Lagarde treffen am Mittwoch auf dem jährlichen EZB-Notenbankenforum im portugiesischen Sintra aufeinander. Daneben stehen die US-Arbeitsmarktdaten für Juni im Fokus.

Nach einer erneuten Eskalation am Wochenende stehen die Zeichen im Iran-Konflikt zu Beginn der neuen Woche wieder auf Entspannung. Die USA und Iran haben Berichten zufolge vereinbart, ihre gegenseitigen Angriffe vor einem Treffen am Dienstag in Katar wieder einzustellen, wie unter anderem das US-Politikportal Axios berichtet. Die Signale der Entspannung erfreuen zu Beginn der neuen Woche auch die Börsen, nachdem zuletzt KI-Sorgen den Technologiesektor wieder massiv belastet hatten.


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Warsh und Lagarde diskutieren in Portugal

Am Montagabend eröffnet EZB-Präsidentin Christine Lagarde mit einer Rede das jährliche EZB-Forum im portugiesischen Sintra. Drei Tage lang diskutieren Vertreter der Notenbanken aus aller Welt über KI, die Weltkonjunktur und tauschen sich über neueste Forschungsergebnisse zur Geldpolitik aus.

Öffentlichkeitswirksamer Höhepunkt der Veranstaltung ist eine geldpolitische Diskussionsrunde am Mittwoch ab 15:00 Uhr MESZ, an der Fed-Chef Kevin Warsh, EZB-Präsidentin Christine Lagarde, Bank-of-England-Gouverneur Andrew Bailey und Bank-of-Canada-Chef Tiff Macklem teilnehmen.

Anleger erhoffen sich wie immer Hinweise auf die künftige Geldpolitik von Fed, EZB & Co. Besonders die Worte des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh dürften genau analysiert werden, um Rückschlüsse auf mögliche Zinserhöhungen zu ziehen, die im Jahresverlauf drohen könnten.

US-Arbeitsmarktdaten ausnahmsweise bereits am Donnerstag

Der monatliche US-Arbeitsmarktbericht für Juni erscheint dieses Mal ausnahmsweise bereits am Donnerstag um 14:30 Uhr MESZ. Am Freitag wird in den USA der Unabhängigkeitstag gefeiert, der zwar eigentlich auf den Samstag fällt, deshalb aber um einen Tag vorgezogen wird. Folglich bleiben am Freitag auch die US-Börsen geschlossen.

Erwartet wird für den US-Arbeitsmarkt ein Zuwachs von rund 115.000 Stellen im Juni, nachdem im Mai 172.000 Arbeitsplätze hinzugekommen waren. Die Arbeitslosenquote dürfte unverändert bei 4,3 % gelegen haben. An den Finanzmärkten dürften die meisten Händler und Beobachter auf schwache Daten hoffen. Zu starke Arbeitsmarktdaten könnten nämlich die jüngsten Zinserhöhungssorgen befeuern.

Weitere wichtige Konjunkturdaten in der neuen Woche: Am Dienstag stehen die deutschen Arbeitslosenzahlen (9:55 Uhr) und vorläufigen Inflationsdaten (14:00 Uhr) sowie die JOLTS-Daten zu offenen Stellen in den USA (16:00 Uhr) an. Am Mittwoch folgen die vorläufigen Inflationsdaten für die Eurozone (11:00 Uhr), der ADP-Beschäftigungsbericht (14:15 Uhr) und der ISM-Index für die US-Industrie (16:00 Uhr).

Auf Unternehmensseite bleibt es ruhig. Wichtigster Termin sind die Quartalszahlen von Nike am Dienstag nach US-Börsenschluss, die am Mittwoch auch Adidas und Puma bewegen könnten.

Erstveröffentlichung: 29. Juni 2026 um 12:45 Uhr von Oliver Baron

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