Kommentar
12:57 Uhr, 30.03.2026

Exklusive stock3 Plus Analyse: Ölschock statt Osterfrieden?

Neben Schlagzeilen aus dem Nahen Osten dürften Inflationsdaten aus Deutschland und Europa sowie der US-Arbeitsmarktbericht neue Impulse für die Börsen liefern. (Fundamentaler Wochenausblick).

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Der Nahost-Krieg bleibt zum Start in die neue Börsenwoche der dominante Taktgeber. Während US-Präsident Donald Trump einerseits von guten Verhandlungen mit dem Iran spricht, droht er andererseits mit einer Besetzung der iranischen Ölinsel Kharg und zieht eine komplexe militärische Operation in Betracht, um Uranbestände des Irans zu beschlagnahmen.


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Inflationsdaten stehen besonders im Fokus

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges dürfte die Aufmerksamkeit für Preisdaten aus Deutschland und der Eurozone besonders hoch sein. Um 14:00 Uhr veröffentlicht das Statische Bundesamt die vorläufigen Inflationsdaten für März in Deutschland. Angesichts der gestiegenen Öl- und Gaspreise dürfte die Inflationsrate von 1,9 % im Februar auf 2,7 % im März nach oben geschossen sein.

Am Dienstag folgen vorläufige Inflationsdaten für die Eurozone. Hier wird für März mit einer Inflationsrate von 2,5 % gerechnet, nach 1,9 % im Februar. Höhere Inflationsraten könnten nicht nur die Kaufkraft von Verbrauchern und Unternehmen verringern und so die Konjunktur belasten, sondern auch in den kommenden Monaten zu Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) führen, wie EZB-Präsidentin Christine Lagarde in der vergangenen Woche sagte.

US-Arbeitsmarkt: War der schwache Februar ein Ausrutscher?

In den USA stehen im Wochenverlauf eine Reihe wichtiger Wirtschaftsdaten an, so am Dienstag die JOLTS-Daten zu offenen Stellen und das Conference-Board-Verbrauchervertrauen, am Mittwoch Einzelhandelsumsätze sowie der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe und am Donnerstag die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Höhepunkt der Woche sind aber die US-Arbeitsmarktdaten für März, die an Karfreitag veröffentlicht werden.

Nach einer sehr schlechten Entwicklung des US-Arbeitsmarktes im Februar mit einem Rückgang von 92.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft wird für März ein Zuwachs von 56.000 Arbeitsplätzen erwartet. Die Arbeitslosenquote dürfte bei 4,4 % konstant geblieben sein.

Bevor in Kürze bereits die Berichtssaison zum ersten Quartal startet, dürfte es von der Unternehmensseite in der neuen Börsenwoche vorerst noch ruhig bleiben, abgesehen von den Quartalszahlen des Sportschuhherstellers Nike, die am Dienstag nach US-Börsenschluss veröffentlicht werden. In Deutschland stehen noch einige Geschäftszahlen von Unternehmen aus der zweiten Reihe an.

Die Börsen bleiben an Karfreitag in Deutschland, den USA und vielen weiteren Ländern geschlossen.

📅 Die Termine der neuen Börsenwoche immer im Blick 📅

Wichtige börsenrelevante Termine findest Du im Wirtschaftskalender von stock3 bzw. stock3 Terminal und im Terminkalender der stock3 App.

Erstveröffentlichung: 12:48 Uhr, 30.03.2026, von Oliver Baron

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