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13:00 Uhr, 30.07.2026

EXELON: Guidance bestätigt, Kurs zieht dennoch an

Während ComEd mit höheren Netzentgelten glänzt, bremsen Abschreibungen bei PHI und PECO: Exelon bleibt bei seiner Jahresprognose von 2,81 bis 2,91 USD je Aktie.

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Exelon meldet im zweiten Quartal 2026 ein bereinigtes Ergebnis, das minimal unter dem Analystenkonsens liegt, und bestätigt die Jahresprognose ohne Überraschung. Die Aktie legt in einer ersten Reaktion dennoch rund 1,5 % zu.

Das bereinigte operative Ergebnis je Aktie steigt von 0,39 USD im Vorjahresquartal auf 0,43 USD, die durchschnittliche Analystenschätzung lag bei 0,4357 USD, womit das Ergebnis knapp darunter bleibt. Das GAAP-Ergebnis hält sich mit 0,39 USD je Aktie gegenüber dem Vorjahr stabil. Den Unterschied zwischen GAAP- und bereinigtem Ergebnis erklärt ein Kostenmanagement-Aufwand von 42 Mio. USD nach Steuern, der im bereinigten Ergebnis herausgerechnet wird. Das bereinigte Bild ist damit sauber, aber nicht überzeugend.

ComEd trägt, PHI bremst

Das stärkste Signal kommt aus dem Mittleren Westen: ComEd steigert das bereinigte operative Ergebnis von 228 Mio. USD auf 249 Mio. USD, getrieben durch höhere Verteilungs- und Übertragungsraten sowie einen gestiegenen AFUDC-Beitrag (Allowance for Funds Used During Construction), der die laufenden Investitionskosten im Ergebnis abbildet. Weil ComEd über ein Revenue-Decoupling-Modell verfügt, spielt das Wetter für die Ertragsentwicklung keine Rolle.

Auf der anderen Seite steht PHI, das Segment mit den Versorgern Pepco, Delmarva Power und Atlantic City Electric: Das bereinigte Ergebnis fällt von 144 Mio. USD auf 126 Mio. USD, vor allem wegen gestiegener Abschreibungen, wobei höhere Tarife den Rückgang nur teilweise abfedern konnten. PECO in Pennsylvania verzeichnet ebenfalls einen Rückgang, von 136 Mio. USD auf 130 Mio. USD, belastet durch Abschreibungen, Zinsaufwand und Steuern. BGE hingegen verbessert sich von 55 Mio. USD auf 70 Mio. USD, nachdem neue Verteilungsraten greifen. Die Segmentlandschaft ist damit gespalten: Wo Regulierungsrahmen und Investitionszyklen zusammenpassen, läuft es, wo Abschreibungswellen auf die Ergebnisse drücken, fehlt der Schwung.

Ausblick

Exelon bestätigt die Jahresprognose für das bereinigte EPS von 2,81 bis 2,91 USD unverändert und bekräftigt zugleich, beim annualisierten Ergebniswachstum von 2025 bis 2029 nahe der oberen Grenze der Bandbreite von 5 bis 7 % zu landen. CFO Jeanne Jones klingt dabei wenig überraschungsfreudig. Die Botschaft lautet, dass man im Plan liegt, nicht mehr und nicht weniger. Die Mitte der Guidance liegt mit rund 2,86 USD je Aktie auf Höhe des Analystenkonsens für das Gesamtjahr, was kaum Spielraum für positive Überraschungen lässt.

Strukturell stützt der Investitionsplan von 41,7 Mrd. USD für 2026 bis 2029 die Wachstumsthese, denn höhere Raten folgen den Investitionen mit regulatorischer Verzögerung. BGE hat gerade einen Antrag auf Erhöhung der Stromverteilungsraten um 156 Mio. USD jährlich gestellt. Dass Exelon bereits rund 86 % der geplanten Schuldenfinanzierungen für 2026 abgeschlossen hat, nimmt zudem Refinanzierungsrisiken aus dem Bild. Die Anlagethese bleibt damit intakt, doch sie lebt von der Verlässlichkeit regulierter Renditen, nicht von operativer Dynamik.

Exelon (EXC) – Kursverlauf 1 Jahr

Tagesschlusskurse der Exelon-Aktie über ein Jahr. (Quelle: stock3)

Kennzahlen im Überblick

Kennzahl 2025 2026e 2027e
Umsatz 24,26 Mrd. USD 25,30 Mrd. USD 26,03 Mrd. USD
EPS 2,74 USD 2,86 USD 3,04 USD

*e = erwartet (Analystenkonsens, bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Basis); Ist-Jahr 2025 wie berichtet (GAAP)

Fazit: Das bereinigte EPS liegt minimal unter dem Konsens, die Guidance bleibt unverändert: Exelon liefert Stabilität, aber keinen Impuls. ComEd zeigt, wie regulierte Investitionsrenditen funktionieren können, während PHI und PECO daran erinnern, dass Abschreibungswellen aus Investitionszyklen die Ergebnisse vorübergehend belasten. Wer auf eine Beschleunigung der Ertragsdynamik wartet, findet sie hier nicht. Das KGV von 17,1 spiegelt einen Versorger wider, der seinen Wachstumspfad verlässlich abarbeitet, ohne zu überraschen.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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