Evening-Flash: Tech-Werte fallen nach US-Inflation von 3,7 %
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Der DAX hält sich dagegen knapp im Plus; in Frankfurt stehen die Übernahmepläne von BASF für Evonik, die Reformankündigungen der Bundesregierung und eine positiv aufgenommene Gewinnwarnung von Kion im Fokus.
Marktbericht
Der DAX schloss 0,15 % höher bei 25.298,61 Punkten. Gegenwind kommt aus den USA: Die Inflationsrate stieg im September auf 3,7 % und lag damit über den erwarteten 3,6 %. Das befeuert die Erwartung einer weiteren Zinserhöhung der Fed und belastet Aktien wie Anleihen. Hierzulande kündigt die Bundesregierung Reformen bei Rente, Steuern und Bürokratieabbau an.
An der Wall Street notiert der S&P 500 mit 7.719,31 Punkten 1,10 % unter dem Vortagsschluss von 7.805,45 Punkten. Deutlicher fällt der Nasdaq 100 mit einem Abschlag von 1,81 % auf 30.016,27 Punkte (Vortagsschluss: 30.569,48), denn steigende Zinserwartungen treffen KI- und Technologiewerte besonders. Auch Bankaktien stehen unter Druck.
Die Inflationsdaten bewegen weitere Anlageklassen: Bitcoin gibt um 2,07 % auf 81.609,22 USD nach. EUR/USD fällt um 0,68 % auf 1,11 und damit auf den tiefsten Stand seit Mai 2025, weil die Daten den Dollar stützen. Gold verliert angesichts der Erwartung weiterer Zinserhöhungen 1,89 % auf 4.098,2 USD. Brent gibt um 0,30 % auf 108,94 USD nach. Berichte über Raketenangriffe auf Ölanlagen in Riad und die von der IEA beschriebene Gefahr einer Dieselknappheit halten den Preis auf hohem Niveau. Morgan Stanley hebt seine Brent-Prognose an.
Europa
Tops & Flops Europa (L&S)
| Wert | Tag |
|---|---|
| OHB | +9,97 % |
| Evotec | +6,96 % |
| PVA TePla | +2,89 % |
| Siemens Energy | -5,44 % |
| Siltronic | -3,34 % |
| Nordex | -3,04 % |
In der Chemiebranche kommen zwei Impulse zusammen. BASF soll bereit sein, über ein höheres Angebot für Evonik zu sprechen, verlangt aber zuvor Einblick in die Bücher. Den ersten Vorstoß über 22,15 EUR je Aktie hatte Evonik abgelehnt; die Aktie notiert mit 21,68 EUR weiter darunter. Zudem könnte die EU auf ihrem Gipfel am Donnerstag und Freitag über Schutzmaßnahmen gegen chemische Importe aus China beraten, die heimische Hersteller vor Konkurrenz abschirmen würden. BASF gewinnt 1,6 %, Lanxess 4 % und Evonik 1 %.
Wie unterschiedlich gesenkte Prognosen aufgenommen werden, zeigen Kion (Aktuelle Analyse) und PNE. Der Staplerhersteller kappt wegen eines schwächer als erwarteten Auftragseingangs die Umsatz- und Ergebnisprognose für 2026 und verschiebt seine mittelfristigen Ziele. Die Aktie legt trotzdem 3,9 % auf 36,63 EUR zu, Konkurrent Jungheinrich gewinnt 4,3 %. PNE senkt wegen verschobener Projekte und verzögerter Verkäufe seine Ergebnisziele für 2026. Die Aktie stürzt um 18,3 % auf 5,80 EUR ab und markiert den tiefsten Stand seit sechs Jahren.
Besser als erwartete Quartalszahlen legt dagegen ASML (Aktuelle Analyse) vor. Die Aktie hatte im frühen Handel 3,3 % gewonnen. JPMorgan hebt die starke Bruttomarge und den über den Prognosen liegenden Ausblick auf das vierte Quartal hervor. Auch Evotec übertrifft nach dem Kursabsturz auf ein 13-Jahres-Tief mit vorläufigen Zahlen zum dritten Quartal die Erwartungen sowie das Vorquartal und bestätigt die Jahresziele.
Zwar wählt die portugiesische Regierung Lufthansa (Aktuelle Analyse) als bevorzugten Partner für den Erwerb von 44,9 % der staatlichen Fluggesellschaft TAP. Die Aktie verliert dennoch 1,5 % auf 7,09 EUR, da JPMorgan wegen stark gestiegener Kerosinpreise die EBIT-Prognosen für Airlines für 2027 um rund 25 % senkt.
USA
Tops & Flops USA (L&S)
| Wert | Tag |
|---|---|
| Hormel Foods | +4,31 % |
| Eli Lilly and Company | +4,12 % |
| Moderna | +3,91 % |
| Paramount Skydance | -25,41 % |
| CoreWeave | -16,10 % |
| Nebius Group | -9,87 % |
Die vorbörslich veröffentlichten Quartalszahlen fallen gemischt aus: Morgan Stanley (Aktuelle Analyse) übertrifft mit Erlösen im Aktienhandel von 5,80 Mrd. USD (erwartet: 4,90 Mrd. USD) und einem Gewinn je Aktie von 3,03 USD (geschätzt: 2,93 USD) die Erwartungen; BlackRock (Aktuelle Analyse) verdient bereinigt 15,93 USD je Aktie (Konsens: 14,30 USD) und verwaltet nach Nettozuflüssen von 205 Mrd. USD im Quartal mit 15,5 Bio. USD ein Rekordvermögen. Bank of America (Aktuelle Analyse) verfehlt dagegen mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 1,08 USD die Erwartungen um zwei Cent, während eine steuerlich nicht abzugsfähige Regulierungsstrafe von 1,2 Mrd. USD das GAAP-Ergebnis auf 0,91 USD je Aktie drückt; die Aktie verliert zeitweise 8,3 %.
Der Gegenwind für KI-Werte trifft auch die Anbieter von KI-Infrastruktur: Der gesamte Neocloud-Sektor gerät unter Druck. CoreWeave zählt mit einem Minus von rund 15 % zu den größten Verlierern im Nasdaq 100, ebenso Nebius Group.
Fastenal (Aktuelle Analyse) übertrifft mit einem Umsatzplus von 15,5 % auf 2,46 Mrd. USD und einem Gewinn je Aktie von 0,35 USD die Schätzungen, senkt aber sein Jahresziel für neue Automateneinheiten leicht. Netflix kündigt wegen langsameren Geschäftswachstums den Abbau von rund 6 % der Belegschaft an, etwa 1.000 Stellen; die Aktie verliert 1,3 %.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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