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13:32 Uhr, 14.10.2026

MORGAN STANLEY: Aktienhandel legt 41 % zu – Wachstum wird teurer

Morgan Stanley übertrifft mit 20,34 Mrd. USD Ertrag die Schätzungen, doch die Sachkosten steigen 20 Prozent – und die Aktie reagiert vorbörslich mit Kursverlust.

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Morgan Stanley übertrifft im dritten Quartal die Erwartungen, getragen von 41 % Ertragsplus im Aktiengeschäft und Rekordwerten in der Vermögensverwaltung. Allerdings wachsen die Sachkosten deutlich schneller als die Erträge.

✦ Auf einen Blick

• Die Erträge steigen um 12 % auf 20,34 Mrd. USD und liegen über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 19,93 Mrd. USD.

• Das verwässerte EPS klettert von 2,80 auf 3,03 USD, erwartet waren im Schnitt 2,93 USD.

• Die Erträge im Aktiengeschäft wachsen um 41 % auf 5,80 Mrd. USD, Fixed Income verliert 7 %.

• Wealth Management erzielt Rekorderträge von 9,07 Mrd. USD und Nettomittelzuflüsse von 232 Mrd. USD.

• Die Sachkosten ohne Personal steigen um 20 % auf 5,72 Mrd. USD.

Morgan Stanley steigert die Erträge im dritten Quartal um 12 % gegenüber dem Vorjahr auf 20,34 Mrd. USD und übertrifft damit die durchschnittliche Analystenschätzung von 19,93 Mrd. USD. Der Nettozinsertrag trägt mit einem Plus von 30 % auf 3,25 Mrd. USD kräftig dazu bei, während die zinsunabhängigen Erträge um 9 % wachsen.

Für Kreditrisiken legt die Bank 148 Mio. USD zurück, nachdem die Risikovorsorge im Vorjahresquartal bei null lag. Ausschlaggebend ist vor allem das wachsende Kreditbuch im Firmenkunden- und besicherten Geschäft. Die Gesamtkosten steigen im Gleichschritt mit den Erträgen, sodass die Efficiency Ratio bei 67 % verharrt. Unter dem Strich klettert der Nettogewinn von 4,61 auf 4,91 Mrd. USD.

Das verwässerte EPS steigt von 2,80 auf 3,03 USD und liegt damit über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 2,93 USD. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital (ROTCE) sinkt dagegen von 23,5 auf 22,6 %; die harte Kernkapitalquote (CET1) liegt bei 14,9 %. Die Aktie notiert in einer ersten vorbörslichen Indikation rund 1,5 % tiefer.

Gegenüber dem starken zweiten Quartal verliert die Bank an Schwung: Die Erträge liegen 5 % unter dem Niveau des Vorquartals, das EPS sogar 12 %. Im Vorjahresvergleich steigen zudem die Sachkosten ohne Personal um 20 % auf 5,72 Mrd. USD, vor allem wegen höherer Abwicklungskosten und Technologieausgaben. Die Ertragsstärke ist echt, wird aber teurer erkauft als vor einem Jahr.

Morgan Stanley: Earnings-Scorecard zum aktuellen Quartalsbericht

Kennzahlen des Quartals im Überblick: Ergebnis, Umsatz und Umsatzverteilung von Morgan Stanley. (Quelle: Unternehmensangaben)

Der Aktienhandel zieht das Institutionengeschäft

Im Institutional-Securities-Geschäft steigen die Erträge von 8,52 auf 10,03 Mrd. USD. Den Ausschlag gibt das Aktiengeschäft mit einem Plus von 41 % auf 5,80 Mrd. USD, getragen von reger Kundenaktivität und Stärke in Asien. Fixed Income verliert dagegen 7 %, weil verbriefte Produkte und Rohstoffe schwächer laufen. Im Investment Banking reicht es nur zu 2 % Wachstum: Mehr abgeschlossene Fusionen in Amerika stärken das Beratungsgeschäft, während weniger Börsengänge und Blockplatzierungen die Erträge aus Aktienemissionen belasten.

Der Zuwachs im Institutionengeschäft hängt damit weitgehend an einer einzigen, von Natur aus schwankenden Ertragsquelle. Ein Quartal mit ruhigeren Märkten würde diese Stütze schnell schwächen.

Wealth Management liefert die verlässlichere Hälfte

Die Vermögensverwaltung für Privatkunden steigert die Erträge um 10 % auf den Rekordwert von 9,07 Mrd. USD und erreicht eine Vorsteuermarge von 30,4 %. Auch die Nettomittelzuflüsse erreichen mit 232 Mrd. USD einen Rekord, wobei gut die Hälfte auf Börsengänge zurückgeht. Dieser Anteil hängt am Emissionsgeschehen und lässt sich nicht beliebig fortschreiben. Die gebührenbasierten Zuflüsse von 80 Mrd. USD sprechen dagegen für ein breites Fundament.

Schwächer läuft Investment Management: Die Erträge fallen um 12 % auf 1,46 Mrd. USD, weil bereits verbuchte Erfolgsbeteiligungen an einem Privatfonds zurückgebucht werden. Die laufenden Verwaltungsgebühren wachsen dort weiter; der Ertragsrückgang geht also auf eine einzelne Position zurück.

Morgan Stanley: Umsatz- und Gewinnentwicklung der letzten Quartale

Umsatz und Ergebnis je Aktie im Quartalsverlauf inkl. Analystenschätzungen. (Quelle: Unternehmensangaben)

Ausblick

Mit 12 % Ertragswachstum bleibt Morgan Stanley im Rahmen des bisherigen Tempos. Nach neun Monaten stehen Erträge von 62,27 Mrd. USD in den Büchern, 18 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Analystenkonsens von 81,74 Mrd. USD für das Gesamtjahr setzt damit für das Schlussquartal Erträge unter dem gerade gemeldeten Niveau voraus. Die Messlatte für das vierte Quartal liegt also nicht übermäßig hoch.

Vorstandschef Ted Pick will weiter in Wachstum investieren und zugleich starke Renditen für die Aktionäre liefern. Die steigenden Technologieausgaben zeigen, was der Wachstumskurs kostet. Für die Aktionäre stehen dem Aktienrückkäufe über 1,54 Mrd. USD im Quartal und eine Quartalsdividende von 1,15 USD je Aktie gegenüber.

Kennzahlen im Überblick

Kennzahl 2025 2026e 2027e
Erträge 70,18 Mrd. USD 81,74 Mrd. USD 86,58 Mrd. USD
EPS 10,21 USD 12,74 USD 13,69 USD

*e = erwartet (Analystenkonsens); Erträge = Konzern-Gesamterträge

Fazit: Der Sachkostenanstieg von 20 % übertrifft das Ertragswachstum deutlich und trübt die Quartalsbilanz. Aktiengeschäft und Vermögensverwaltung heben Morgan Stanley bei Erträgen und Gewinn zwar klar über die Erwartungen, doch die Eigenkapitalrendite ist leicht rückläufig. Zudem hängt das Ergebnis spürbar vom Handel ab, während das Emissionsgeschäft kaum vorankommt. Auf Basis der Analystenschätzungen ergibt sich ein KGV von 14,615 für 2026 und 14 für 2027, dem ein erwartetes Gewinnwachstum von 7 % gegenübersteht. Rückhalt geben der Morgan-Stanley-Aktie vor allem die breiten Zuflüsse im Vermögensgeschäft. Mehr Dynamik erfordert ein Investment Banking, das wieder mit dem Handel Schritt hält.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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