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18:18 Uhr, 15.09.2026

Evening-Flash: Ölpreis zieht an – Anleiherenditen auf Hoch seit 2007

Pipeline-Störungen in Saudi-Arabien treiben den Ölpreis und damit die US-Anleiherenditen auf den höchsten Stand seit 2007, der DAX gibt nach.

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Der DAX schließt am Dienstag mit 25.402,28 Punkten um 0,40 % leichter. Steigende Ölpreise nach Störungen an der saudischen East-West-Pipeline treiben die Rendite zehnjähriger Treasuries auf den höchsten Stand seit 2007 und belasten die Aktienmärkte. Auch in New York notieren die Indizes im Minus, während Bitcoin deutlich nachgibt.

Marktbericht

Der DAX schloss bei 25.402,28 Punkten und verlor 0,40 %. Der Anstieg des Ölpreises nach Störungen an der saudischen East-West-Pipeline und anhaltenden Lieferausfällen im Nahen Osten treibt die US-Anleiherenditen nach oben: Die Rendite zehnjähriger Treasuries steigt auf den höchsten Stand seit 2007. Höhere Renditen belasten Aktien, zusätzlich verbessern sich die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland im September nur minimal auf 34,7 Punkte und bleiben damit unter den Analystenschätzungen.

An der Wall Street setzt sich das Bild fort. Der S&P 500 notiert bei 7.579,75 Punkten und gibt 0,53 % nach, nach einem Vortagsschluss von 7.619,98 Punkten. Der Nasdaq 100 verliert 0,63 % auf 28.944,22 Punkte, nach 29.127,16 Punkten am Vortag.

Brent legt 2,42 % auf 108,24 USD zu, gestützt von Pipeline-Sperrungen, dem Ausfall des libyschen Al-Tahar-Feldes sowie Störungen an Hormus und Bab al-Mandab. Gold gibt 0,50 % auf 4.330 USD nach, während der Markt die für Mittwoch erwartete US-Zinserhöhung mit 90 Prozent Wahrscheinlichkeit einpreist. EUR/USD notiert mit 1,15 nahezu unverändert bei einem Minus von 0,13 %.

Bitcoin fällt 2,43 % auf 76.281 USD, nachdem die Chancen auf eine Verabschiedung des CLARITY Act gesunken sind. Im Zuge des Rückgangs kommt es zu Liquidationen von 115,6 Mio. USD.

Europa

Tops & Flops Europa (L&S)

Wert Tag
Salzgitter +4,50 %
Sartorius AG Vz. +4,30 %
Knorr-Bremse +3,09 %
Zalando -3,54 %
LANXESS -3,43 %
Ottobock SE & Co. -3,25 %

Die Zinsphantasie am Anleihemarkt hilft den Banken an diesem Tag nicht: Der europäische Sektorindex verliert 1,3 %, belastet von schwachen US-Vorgaben, nachdem die Bank of America stagnierende Handelserträge gemeldet hat. Deutsche Bank ist mit 3,7 % Minus der schwächste DAX-Wert, UBS fällt in Zürich um über 4 % vor einer Ständeratsabstimmung zur Bankenregulierung.

Auf der Gewinnerseite stehen zwei Sektoren mit klarem Auslöser. Europäische Stahlwerte legen zu, nachdem der chinesische Stahlverband strengere Produktionsbeschränkungen und einen Lagerabbau angemahnt hat: Salzgitter führt vor Thyssenkrupp, auch SSAB, Voestalpine und ArcelorMittal gewinnen, weil Börsianer Entlastung beim Preisdruck erwarten. Rüstungsaktien ziehen ebenfalls an: Rheinmetall, BAE Systems, Leonardo, Hensoldt und TKMS profitieren von Berichten über US-Munitionsengpässe und Spekulationen über höhere japanische Verteidigungsausgaben.

Im Luxussegment bleibt die Lage schwach. LVMH fällt um 2,3 % nach enttäuschenden chinesischen Einzelhandelsdaten, Bernstein senkt zudem das Kursziel von 570 auf 520 EUR. Analystenseitig nimmt JPMorgan Schott Pharma mit Overweight und einem Kursziel von 27,10 EUR auf und verweist auf strukturelles Wachstum und Marktführerschaft, während dieselbe Bank für LANXESS das Kursziel von 18 auf 15 EUR senkt und auf den Gegenwind durch Energiekosten hinweist.

Bei den kleineren Werten hebt Bijou Brigitte die Ergebnisprognose 2026 nach einem positiven Rechtsfall-Abschluss auf 30 bis 40 Mio. EUR EBT an. Cewe kündigt ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 18 Mio. EUR an und legt im SDax zu, Deutz gibt nach einer Kapitalerhöhung zu 11,70 EUR je Aktie nach.

USA

Tops & Flops USA (L&S)

Wert Tag
Revvity +10,35 %
Skyworks Solutions +9,76 %
Verisk Analytics +9,59 %
Axon Enterprise -9,68 %
Bank of New York Mellon -7,04 %
Domino s Pizza -6,23 %

Der Ölpreisanstieg prägt auch die Unternehmensnachrichten. 3M erwartet, höhere Ölkosten vollständig über Preisanpassungen auszugleichen und damit keine Gewinnbelastung, zudem eine Verbesserung des Verbrauchergeschäfts im zweiten Halbjahr. Home Depot dagegen rechnet für 2026 nicht mit einer Nachfrageerholung, da sich Verbraucher bei größeren Projekten und hochpreisigen Anschaffungen zurückhalten.

Boeing steht nach Informationen aus dem Umfeld kurz vor dem Abschluss eines Auftrags über 150 Jets des Typs 737 MAX für Turkish Airlines, nachdem ein Streit um die Triebwerkswartung beigelegt wurde. Meta führt weltweit den Abo-Dienst Meta One für 2,99 bis 14,99 USD pro Monat ein und kündigt mit Arke ab 2027 und Astrid für Ende 2027 eigene KI-Chips an, um die Kosten gegenüber Nvidia zu senken.

Die Kryptoschwäche schlägt auf die Branchenwerte durch: Coinbase und Strategy geben im Zuge des Bitcoin-Rückgangs nach. Instacart steht unter Druck, weil laut Edgewater Research eine Partnerschaft zwischen DoorDash und Costco die bestehende Kooperation mit Costco gefährden könnte. Axon Enterprise belastet die Ankündigung einer unverzinslichen Wandelanleihe über 1 Mrd. USD und deren Verwässerungseffekt, während ULTA Beauty zulegt, nachdem Wells Fargo von Underweight auf Equal Weight hochgestuft und das Kursziel von 450 auf 525 USD erhöht hat. Dieselbe Bank senkt ihr Jahresendziel für den S&P 500 von 7.950 auf 7.700 Punkte und stuft den US-Technologiesektor von Übergewichten auf Gleichgewichten ab.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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