Analyse
12:38 Uhr, 21.01.2026

Europas Sicherheitslücke ist RHEINMETALLS große Stunde

Rheinmetall stellt sich auf Jahre des Hochlaufs ein. Konzernchef Armin Papperger rechnet damit, den Umsatz bis 2030 von derzeit rund 10 Mrd. EUR auf 50 Mrd. EUR zu verfünffachen.

Gleichzeitig soll die operative Marge auf über 20 % steigen. Das wären Renditen, von denen große Teile der deutschen Industrie nur träumen. Papperger verweist dabei auf das Tempo der vergangenen Jahre: 2024 wuchs das Defence-Geschäft um 51 %, für 2025 stellt er ein Plus von 30 bis 35 % in Aussicht, auch 2026 werde "ein sehr, sehr gutes Jahr“, nicht zuletzt wegen der Bestellungen aus Deutschland.

Papperger hat in einem Interview mit dem manager magazin weitere Details zu den Plänen des Unternehmens verraten. Die sind vielschichtig. Es geht um Schiffe, Laser, Raketen, Drohnen und Satelliten. Überall mischen die Düsseldorfer, oft in führender Position mit.

Seit Berichte über russische Anschlagspläne auf den Vorstandsvorsitzenden kursieren, gilt für ihn nach eigenen Worten ein Sicherheitsregime auf Kanzlerniveau. Nervös mache ihn eher die Volatilität der Politik als die der Börse, sagt er und klingt dabei wie ein Investor in eigener Sache: Papperger kaufe seit fast 35 Jahren Rheinmetall-Aktien und vertraue "der Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens". Selbst die Kursdelle, als im November im Ukrainekonflikt wieder stärker über Verhandlungen gesprochen wurde und die Aktie zeitweise deutlich nachgab, wertet er als "Korrektur“, nicht als Trendwende.

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