Europa im Niedergang? Die Haupt-Gefahr kommt aus China
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Fast 360 Mrd. EUR betrug das Handelsdefizit der Europäischen Union mit China im vergangenen Jahr. Die EU importierte Waren im Wert von 559,4 Mrd. EUR aus der Volksrepublik, exportierte dorthin aber lediglich Güter für 199,6 Mrd. EUR. Im Vergleich zu 2024 stiegen die Einfuhren um 6,4 %, die Ausfuhren gingen um 6,5 % zurück.
In der europäischen Politik wächst die Sorge, dass chinesische Hersteller immer größere Teile der heimischen Industrie verdrängen könnten. Deutschland und Frankreich fordern seit dieser Woche gemeinsam neue handelspolitische Instrumente, mit denen die EU schneller gegen Wettbewerbsverzerrungen vorgehen könnte. EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič verhandelt derzeit in Peking über Möglichkeiten, die Handelsungleichgewichte zu verringern.
Der Ökonom und Politikexperte Dominik Leusder hält den zunehmenden Wettbewerbsdruck aus China für eine der größten wirtschaftlichen Herausforderungen Europas. In einem ausführlichen Gespräch mit Bloomberg stellte er allerdings eine andere, seit Jahren geführte Debatte infrage: Ist Europa tatsächlich so weit hinter die USA zurückgefallen, wie zahlreiche Wirtschaftsexperten behaupten?
